Hilfe bei Nasenschleimhautentzündung

Homöopathie gegen Schnupfen: Was hilft?

Akuter Schupfen lässt sich zwar meist nicht ursächlich behandeln. Doch die unangenehmen Begleitsymptome, wie vermehrte Sekretbildung und behinderte Nasenatmung lassen sich mildern. Hierzu hält die Homöopathie einige Mittel zur Linderung parat.

Frau hat Schnupfen und schnäuzt sich
© Getty Images/Westend61

In der Regel ist Schupfen harmlos und heilt in den meisten Fällen nach sieben bis zehn Tagen von selbst aus. Das Symptom ist aber lästig, weil die natürliche Nasenatmung behindert wird, der Geruchssinn stark beeinträchtigt ist und die empfindliche Haut am Nasenausgang durch das häufige Schnäuzen in Mitleidenschaft gezogen wird. Neben Nasenspray gibt es homöopathische Arzneimittel, die natürlich helfen können.

Artikelinhalte im Überblick:

Homöopathie gegen Erkältung: 15 wirkungsvolle Arzneien

Homöopathie gegen Schnupfen: Sanfte Linderung der Symptome

Um einen Schnupfen effektiv behandeln zu können, ist es wichtig, die Art des Schnupfens zu ermitteln und wenn möglich den Auslöser zu beseitigen. Das heißt zum Beispiel Allergene zu meiden, bei einem Übergebrauch das Nasenspray abzusetzen oder bei Nasenpolypen diese entsprechend behandeln zu lassen.

Bei einer Erkältung richtet sich die Behandlung vorrangig gegen die unangenehmen Symptome. Diese können auch mithilfe der Homöopathie gelindert werden. Die homöopathische Behandlung eines Schnupfens richtet sich dabei vor allem nach Art und Intensität der Symptome, die im Vordergrund stehen.

Homöopathie gegen Schnupfen: Typische Potenzen und ihre Dosierung

Für die Selbstbehandlung werden üblicherweise niedrige Potenzen von D3 bis D12 als Globuli, Tabletten oder Tropfen verwendet. Die Auswahl des richtigen homöopathischen Arzneimittels ist jedoch nicht immer ganz einfach. Wenn Unsicherheiten bestehen, sollte möglichst ein erfahrene*r Homöopath*in um Rat gefragt werden, der anhand einer detaillierten Anamnese das passende Arzneimittel sowie die Potenz und Dosierung jeweils individuell passend bestimmen kann.

Homöopathische Arzneimittel gegen Schnupfen

Folgende homöopathischen Arzneimittel haben sich bei der Behandlung von Schnupfen besonders bewährt.

Homöopathie bei Fließschnupfen

  • Allium cepa: Die Küchenzwiebel ist ein homöopathischer Klassiker bei Fließschnupfen. Dieses Mittel kommt zum Einsatz, wenn die Nase ununterbrochen läuft, sodass die Haut um die Nase rum schon ganz wund ist. Auch die Augen tränen und der Körper wird von heftigen Niesanfällen geplagt.

  • Euphorbium: Grippale Infekte mit wundmachendem, brennenden Fließschnupfen, Niesattacken sowie quälendem, trockenem Husten sind die Leitsymptome von Euphorbium. Das homöopathische Arzneimittel aus dem Wolfsmilchgewächs wirkt besonders heilsam auf die Haut und die Schleimhäute. Zur direkten Anwendung bei Schupfen kann Euphorbium auch als Nasenspray oder Nasentropfen angewendet werden, um die entzündeten Schleimhäute zu befeuchten und die übermäßige Sekretproduktion zu reduzieren

  • Arsenicum album: Typisches Einsatzgebiet von Arsenicum album ist ein Fließschnupfen mit wässrigem brennendem Sekret, bei dem vor allem das rechte Nasenloch betroffen ist.

Homöopathie bei Stockschnupfen

  • Luffa operculuta: Luffa ist ein bewährtes homöopathisches Arzneimittel, wenn die Nase stark verstopft ist, Luft holen schwer fällt und der Kopf schmerzt.

  • Euprasia officinalis: Bei verstopfter Nase mit mildem Nasensekret sowie gereizten, tränenden Augen kann Euphrasia Linderung bringen.

  • Nux vomica: Morgens läuft die Nase und abends schwillt sie zu. Insbesondere, wenn die Person unter Stress steht und sich wenig Ruhe gönnt, ist die homöopathische Brechnuss das richtige Mittel.

  • Rhus toxicodendron: Wenn feuchte Kälte oder Zugluft nach Schwitzen die Ursache für einen grippalen Infekt mit verstopfter Nase sind, gleichzeitig Kopf- und Gliederschmerzen auftreten oder auch Lippenherpes sichtbar wird, spricht das für die Anwendung von Rhus toxicodendron.

  • Kalium bichronicum: Es ist das richtige Mittel bei einem Stockschnupfen mit besonders festsitzendem Schleim. Betroffene leiden häufig zusätzlich an Kopfschmerzen und starkem Druckgefühl an der Nasenwurzel. Häufig sind auch die Nasennebenhöhlen druckempfindlich.

  • Pulsatilla: Kinder leiden sehr häufig unter grippalen Infekten mit Schnupfen. Wenn nur ein Nasenloch verstopft ist und das Kind sich außerdem besonders ängstlich, weinerlich und anhänglich zeigt, gilt das große Frauen- und Kindermittel Pulsatilla als besonders passend.

  • Sambucus nigra: Der schwarze Holunder gilt als klassisches homöopathisches Schnupfenmittel bei Säuglingen, die durch die verstopfte Nase Probleme beim Atmen und Trinken haben.

Homöopathie bei chronischem Schnupfen

  • Cyclamen: Das homöopathische Alpenveilchen wird bei chronischem Schupfen empfohlen, bei dem wässriges und schleimiges Sekret austritt.

  • Natrium chloratum: Bei chronischem Fließschnupfen mit ständig laufender Nase, häufigem Niesreiz und leichtem Nasenbluten kann das Homöopathikum aus Steinsalz helfen. Natrium chloratum wird darüber hinaus auch bei Heuschnupfen empfohlen.

  • Ammonium carbonicum: Dauerhafter Schnupfen mit sehr trockenen, verklebten Schleimhäuten, die zum Nasenbluten neigen und durch die schwer geatmet werden kann, spricht für die Anwendung von homöopathischem Hirschhornsalz.

  • Antimonium sulfuratum aurantiacum: Bei chronischen Schnupfen mit zähem Schleim, starker Beeinträchtigung der Geruchsfunktion und Blutungsneigung beim Waschen gilt Antimonium sulfuratum aurantiacum als besonders geeignetes Mittel.

  • Arundo: Es ist ein wichtiges homöopathisches Mittel, das vor allem gegen Heuschnupfenbeschwerden, wie allergischen Schnupfen, häufiges Niesen, juckende Nase und Augen eingesetzt wird. Es kann auch bei Hausstaub- und Milbenallergie gegeben werden.

  • Lobaria pulmonaria: Die homöopathische Lungenflechte wirkt vor allem auf die Schleimhäute der oberen Atemwege. Das Mittel kommt deshalb zur Behandlung von langwierigen Atemwegsinfekten zum Einsatz, die sich weiter ausbreiten. Zu den Leitsymptomen zählen eine stark verstopfte Nase mit trockenen Schleimhäuten und starker Krustenbildung, aber auch Nasennebenhöhlenentzündung, Halsschmerzen, Husten sowie rheumatische Gelenkbeschwerden.

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