Für die akute Behandlung und Vorbeugung

Medikamente gegen Migräne

Tabletteneinnahme_Migräne
Mit geeigneten Medikamenten lässt sich die Migräne gut behandeln.

Zur Behandlung als auch zur Vorbeugung von Migräneattacken stehen heute vielfältige Medikamente zur Verfügung. Das Spektrum reicht von gängigen Schmerzmitteln bis hin zu verschreibungspflichtigen Triptanen.

Mittel gegen Migräne eignen sich sowohl zur Behandlung eines akuten Anfalls als auch – falls nötig- zur Vorbeugung in Form einer Dauertherapie. Welcher Wirkstoff dabei zum Einsatz kommt, gilt es je nach Art und Intensität der Beschwerden mit dem behandelnden Arzt zu klären.

Migränemittel für die Akutbehandlung

Zur < Migräne Behandlung eines akuten Migräneanfalls stehen sowohl Medikamente zur Schmerzlinderung als auch gegen Übelkeit und Erbrechen zur Verfügung. Wichtig ist grundsätzlich, die Mittel gegen die Magen-Darm-Beschwerden in einem zeitlichen Abstand von etwa 20 Minuten vor dem Schmerzmittel einzunehmen, so dass beide Migränemittel gut wirken können.

In der Regel sollten die Mittel frühzeitig und bei ersten Anzeichen eingenommen werden, so dass eine Schmerzattacke gezielt bekämpft werden kann. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.

Zur Schmerzlinderung können folgende Mittel zum Einsatz kommen:

  • Geeignete Schmerzmittel (nichtsteroidale Antirheumatika, Nichtopioid-Analgetika) wie zum Beispiel Ibuprofen, Paracetamol oder Acetylsalicylsäure bei leichten Schmerzen. Die Dosierung erfolgt gemäß Packungsbeilage bzw. Anweisung von Arzt oder Apotheker, die Anwendung sollte frühzeitig erfolgen.
  • Triptane (Serotoninrezeptoragonisten) wie zum Beispiel Sumatriptan oder Zolmitriptan (verschreibungspflichtig; als Tabletten, Spritzen oder Nasenspray) bei starken Beschwerden. Triptane verengen über die Beeinflussung des Serotoninstoffwechsels die Blutgefäße und haben auf diese Weise einen schmerzstillenden Effekt.

Ideal ist die frühzeitige Anwendung, wobei auch eine Anwendung zu späterem Zeitpunkt bei einem Migräneanfall möglich ist. Auch hier sollte die Packungsbeilage und die Anweisungen von Arzt oder Apotheker berücksichtigt werden.

Wichtig: Die Anwendung von Triptanen ist bei Bluthochdruck und Koronare Herzkrankheit nicht erlaubt. Darüber hinaus dürfen Triptane nicht gemeinsam mit sogenannten Mutterkornalkaloiden angewendet werden.

  • Mutterkornalkaloide wie etwa Ergotamintartrat oder Dihydroergotamin. Auch diese Medikamente wirken verengend auf die Blutgefäße, werden allerdings aufgrund der Verträglichkeit seltener als Triptane eingesetzt. Mutterkornalkaloide müssen zu Beginn einer Attacke angewendet werden. Wichtig: Die Einnahme mit Triptanen zusammen ist unbedingt zu vermeiden!

Zur Behandlung von Übelkeit und Erbrechen werden sogenannte Prokinetika eingesetzt, die regulierend auf die Transportbewegung von Magen und Darm wirken. Wichtig ist die Einnahme in zeitlichen Abstand von Schmerzmitteln (etwa 20 Minuten vor den Schmerzmitteln anzuwenden).

Migränemittel zur Prophylaxe

Gerade bei besonders häufigen beziehungsweise stark ausgeprägten Migräneattacken wird Patienten die Einnahme geeigneter Medikamente auch zur Vorbeugung empfohlen. In diesem Fall ist also eine Dauermedikation notwendig.

Als Mittel zur Vorbeugung kommen unter anderem in Frage:

  • Betablocker
  • Kalziumantagonisten
  • Medikamente gegen Epilepsie
  • Bestimmte Serotoninantagonisten
  • Naproxen (insbesondere bei menstrueller Migräne)
  • Pflanzliche Wirkstoffe wie beispielsweise Pestwurz

Welcher Wirkstoff im individuellen Fall in Frage kommt, gilt es mit dem behandelnden Arzt zu klären.

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Letzte Aktualisierung: 20. Januar 2012

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