FAQs

Migräne: Fragen und Antworten

Migräne_FAQs
Migräne: Ein Thema, das viele Fragen aufwirft.
(c) Getty Images/Hemera

Das Thema Migräne wird viele Fragen auf. Wie sollte man mit Trigger-Faktoren umgehen? Was hilft wirklich? Und welche Folgen können auftreten? Hier finden Sie häufige Fragen und Antworten rund um das Thema Migräne. 

1. Habe ich als Migräne-Patient ein erhöhtes Schlaganfall-Risiko?

Für die Patienten ohne eine vorausgehende Aura kann diese Frage mit einem klaren Nein beantwortet werden. Etwas schwieriger ist die Antwort bei Patienten, die vor der Kopfschmerzattacke im Rahmen einer Aura ausgeprägte neurologische Ausfälle wie Sehstörungen, Sprechstörungen oder Lähmungen aufweisen. Auch wenn die Ergebnisse nicht ganz eindeutig sind, scheinen insbesondere Frauen unter 45 Jahren hier ein etwas erhöhtes Schlaganfall-Risiko zu haben. Da Rauchen und die Einnahme der Antibabypille dieses Risiko erhöhen, sollten diese Migräne-Patientinnen besser darauf verzichten.

2. Ist Migräne eine psychische Erkrankung?

Migräne ist keine psychische Erkrankung, sondern ein körperliches Leiden, das heute auf eine Regulationsstörung im Bereich der Hirnarterien zurückgeführt wird. Psychische Belastung wie Stress und Ärger können aber eine Rolle als Auslöser für Migräneattacken spielen.

3. Muss ich sämtliche Faktoren meiden, die eine Migräne auslösen können?

Das ist nicht nötig. Sie müssen nur die Faktoren meiden, die erfahrungsgemäß bei Ihnen persönlich Migräneattacken auslösen. Das ist von Patient zu Patient ganz verschieden.

4. Ist Migräne heilbar?

Diese Frage muss leider mit Nein beantwortet werden. Allerdings gibt es heute viele Behandlungsmöglichkeiten, die die Lebensqualität deutlich verbessern können. Ein bisschen können Sie auch auf die Zeit hoffen: Mit dem Alter kann sich die Migräne in manchen Fällen geben.

5. Sind bei Migräne Langzeitfolgen wie zum Beispiel eine verminderte geistige Leistungsfähigkeit zu befürchten?

Nein, negative Langzeitfolgen auf die Leistungsfähigkeit des Gehirns sind bei Migränepatienten nie beobachtet worden. Viele bekannte Geistesgrößen wie Sigmund Freud oder Marie Curie litten unter Migräne.

6. Hat Migräne etwas mit meiner Wirbelsäule zu tun?

Zwar führen viele Patienten ihre Migräneattacken auf ihre Halswirbelsäule und verspannte Nackenmuskeln zurück, ein direkter Zusammenhang besteht aber nicht. Chiropraktische oder manualtherapeutische Behandlungen wie Massagen der Wirbelsäule haben sich bei der Behandlung der Migräne als wirkungslos erwiesen.

7. Ich habe gehört, dass die Migräne von Amalgamfüllungen herrühren kann. Soll ich die alten Füllungen entfernen lassen?

Ein Zusammenhang zwischen den quecksilberhaltigen Amalgamfüllungen und Migräne besteht nicht. Die Entfernung der Füllungen wird daher auch keinen Einfluss auf die Migräne haben.

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Letzte Aktualisierung: 18. Januar 2012

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