OP Hypophysentumor

Beschwerden nach der Operation selten

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Nach dem chirurgischen Eingriff bekommt der Operierte ein Tamponade in die Nase.
Getty Images/Hemera

Nur in wenigen Fällen treten nach der Entfernung des Hypophysentumors Komplikationen auf. Möglich sind nach der OP leichte Kopfschmerzen und eine geschwollene Nasenschleimhaut. Von Flugreisen ist einen Monat nach dem Eingriff abzuraten.

Die operative Entfernung eines Hypohysentumors wird beendet, indem die Tumorhöhle und das zur Bahnung des Operationsweges geöffnete Keilbein mit etwas Fett und/oder Muskel verschlossen werden. Das benötigte Gewebe entnehmen die Operateure aus einer kleinen Entnahmestelle am Oberschenkel. Der kleine Schnitt in der Nasenschleimhaut wird mit Material, das sich nach einigen Tagen von selbst auflöst, vernäht. Die Nase wird mit Watte ausgepolstert, um die Nasenscheidewand in der Mitte zu halten. Diese Tamponade kann schon am ersten Tag nach dem Eingriff entfernt werden.

Nach der Operation treten selten Beschwerden auf

Äußerlich sind nach dem Eingriff keine Zeichen für eine Operation sichtbar. Im Allgemeinen ist die transsphenoidale Operation sehr gut verträglich und eine anschließende Intensivbehandlung nur selten notwendig. Kopfschmerzen sind selten und falls vorhanden nur schwach ausgeprägt. Etwas lästig ist in der ersten Nacht nach der Operation, dass der Mund austrocknet, weil wegen der Tamponade nicht durch die Nase geatmet werden kann. In der Zeit unmittelbar nach der Operation kann es vereinzelt zu leichten Kopfschmerzen kommen und auf Grund der Schwellung der Nasenschleimhaut für ein paar Tage zu Unannehmlichkeiten, die an einen Schnupfen erinnern. Nach ein paar Tagen entleert sich aus der Nase ein schleimig-blutiges Sekret, was kein Anlass zur Beunruhigung ist. In der Regel kann die Entlassung aus der Klinik bereits am 3. oder 4. Tag nach der Operation erfolgen.

Darauf ist nach einer Operation zu achten

Um Druckschwankungen in den Nasennebenhöhlen zu vermeiden, wird nach der Operation empfohlen, vier Wochen lang nicht zu fliegen, nicht zu tauchen und keine Aufzüge bzw. Seilbahnen benutzen, die große Höhenunterschiede in kurzer Zeit überwinden.

Die Tests nach der Operation

Nach der Operation werden verschiedene Kontroll-Untersuchungen durchgeführt. Eine Gesichtsfeldbestimmung überprüft , ob die Sehnerven noch intakt sind. Verschiedene Hormontests geben Aufschluss über evtl. Störungen des Hypophysenhinterlappens, der den Wasser- und Elektrolythaushalt reguliert, sowie der Hormone des Hypophysenvorderlappens, die an der Steuerung von Nebennieren-, Schilddrüsen- und Geschlechtshormonen beteiligt sind.

Auf den Wasserhaushalt ist zu achten

Vor allem eine Störung des Wasser-Elektrolyt-Haushaltes durch eine vorübergehende Unterfunktion des Hypophysenhinterlappens ist so schnell wie möglich zu erkennen und zu behandeln. Gleichzeitig wird hierbei geprüft, ob durch die Operation eine vollständige Normalisierung des Wachstumshormons erreicht wurde. Ein erneutes MRT dient ebenfalls der Überprüfung des Operationsergebnisses. Darüber hinaus ist es auch bei erfolgreichen Operationen üblich, zuerst einmal pro Jahr und später im Abstand von zwei bis drei Jahren Kontrolluntersuchungen durchzuführen.

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Letzte Aktualisierung:01. September 2008

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