Durchfallerkrankung

Salmonellen-Infektion

Salmonellen sind Bakterien, die Erbrechen und schweren Durchfall auslösen (Gastroenteritis) und sogar lebensgefährlich sein können. Die Überträger der Salmonellen auf den Menschen sind meist Geflügel, Schweine, Rinder, die oft selbst nicht erkranken. Auch Eier können mit Salmonellen belastet sein.

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Salmonellen verursachen schwere Magen-Darm-Infektionen und werden meist durch verunreinigte Lebensmittel übertragen.
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Salmonellen in Eiern und Hähnchenfleisch sorgen immer wieder für Schlagzeilen. Rund 70.000 schwere Magen- und Darmerkrankungen (Magen-Darm-Grippefälle) durch Salmonellen, medizinisch Salmonellose, werden pro Jahr registriert. Die Dunkelziffer der meldepflichtigen Infektion dürfte bei weitem höher liegen. Salmonellen-Vergiftungen verursachen sogar Todesfälle. Gefährdet sind vor allem Kleinkinder, Senioren und Menschen mit chronischen Krankheiten, deren Immunsystem geschwächt ist. 

Salmonellen in Ei und Fleisch: Wie vermeidet man eine Ansteckung?

Besonders häufig sind Geflügelprodukte wie Fleisch oder Eier die Ursache einer Salmonellen-Infektion. Auch Schweinefleisch kann mit Salmonellen verseucht sein. Sogar exotische Tiere können Überträger sein. Etwa 90 Prozent aller Reptilien (zum Beispiel Echsen, Schildkröten, Schlangen), die als Haustiere gehalten werden, sind Träger von Salmonellenarten, die auch Menschen gefährlich werden können.

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Zwar sollten Hühnerbestände, die größer als 250 Stück sind, gegen Salmonellen geimpft werden. Ein entsprechendes Gesetz besteht seit 1994. Trotzdem kommt es immer wieder zu Salmonellen-Ausbrüchen in Legebatterien und Hühnermästereien. Experten befürchten, dass die Wirkung der Impfung von zu kurzer Dauer ist. Zusätzlich treten neue Samonellen-Gattungen auf, gegen die der Impfstoff kaum schützt.

Salmonellen-Infektion durch kontaminierte, zu warm gelagerte Nahrung

Salmonellen werden vom Menschen mit der Nahrung aufgenommen und gelangen damit in den Verdauungstrakt. Eine indirekte Übertragung von einem Menschen auf den anderen, die sogenannte Schmierinfektionen über Kot oder Erbrochenes, ist selten und kommt fast nur bei Kindern vor.

Bestimmte Lebensmittel können also direkt mit Salmonellen verseucht sein, etwa Hühnchen oder Eier. Zusätzlich können Menschen, die an Salmonellen erkrankt waren und nicht entsprechend behandelt wurden oder bei denen die Infektion milde verlief, wenige Keime bei der Zubereitung von Nahrung in das Gericht bringen. Wenn dabei nicht ausreichend stark erhitzt wird oder die Speisen längere Zeit bei Raumtemperatur stehen bleiben, vermehren sich die Salmonellen explosionsartig und eine Infektion droht.

Salmonellen-Infektion: Die wichtigsten Symptome

Ein bis zwei Tage, selten auch erst sieben Tage nach dem Schlucken der Salmonellen treten die ersten Krankheitszeichen auf.

 Typisch ist ein plötzlicher Beginn mit Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen. Die Durchfälle sind meistens wässrig, manchmal ist auch Blut im Stuhl. Hinzukommen können Schüttelfrost, hohes Fieber (bis 40°C) und Kopfschmerzen. Weitere Anzeichen wie Kreislaufprobleme entstehen durch den Verlust an Flüssigkeit und Salzen.

Bei der unkomplizierten Verlaufsform der Salmonellen-Infektion klingen die Beschwerden nach wenigen Stunden bis Tagen von alleine ab. Wurden nur wenige Bakterien aufgenommen, kann die Erkrankung auch sehr mild oder sogar unbemerkt verlaufen.

Anders sind die Symptome durch Salmonellen, wenn die Bakterien die Darmwand durchdringen und sich im Körper verteilen (typhoider Verlauf). Dann leiden die Patienten an anhaltend hohem oder – häufiger – an immer wieder ansteigendem Fieber. Weitere Symptome und die Ausprägung der Salmonellen-Infektion hängen davon ab, ob die Krankheit schnell und erfolgreich behandelt wird oder ob die Bakterien andere Organe befallen. Dann spricht man von einer Salmonellen-Vergiftung.

Salmonellen-Infektion: Ursachen liegen meist in schlechter Hygiene

Mangelnde Hygiene ist die Hauptursache für eine Salmonellen-Infektion oder Salmonellen-Vergiftung. Nachlässigkeit bei der Zubereitung von Lebensmitteln und schlechte hygienische Bedingungen in Tierställen (vor allem bei Geflügel) können die Verbreitung von Salmonellen begünstigen.

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Eier können mit Salmonellen belastet sein, manchmal sogar, wenn sie gekocht sind.
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Die Keime werden entweder direkt vom Tier auf die Tierprodukte (Eier) und von dort auf den Menschen übertragen oder selten durch Schmierinfektionen (minimale Kotspuren) von einem infizierten Menschen auf andere Menschen.

Um eine Salmonellen-Infektion beim Menschen zu verursachen, müssen 100.000 bis zehn Millionen Bakterien verschluckt werden. Diese Zahl wird nur erreicht, wenn die Salmonellen Gelegenheit hatten, sich zu vermehren. Dies geschieht zum Beispiel, wenn Speisen aus rohen Eiern einige Zeit außerhalb des Kühlschranks aufbewahrt werden (Temperaturen über 10°C). Je höher die Außentemperatur ist, desto schneller vermehren sich Salmonellen. Werden die Lebensmittel mit den Bakterien dann gegessen, kommt es zur Salmonellen-Infektion bis hin zur Salmonellen-Vergiftung.

Salmonellen-Infektion: Gefahr durch Dauer-Ausscheider

Ein besonderes Problem sind Menschen, die, vielleicht sogar unwissentlich, dauerhaft Bakterien mit dem Stuhl verbreiten, sogenannte Dauer-Ausscheider. Von Dauer-Ausscheidern spricht man, wenn Salmonellen auch nach dem Durchfall weiterhin im Stuhl nachgewiesen werden. Die Bakterien haben dann in einem Organ, meist in der Gallenblase, eine Überlebensnische gefunden. Um die Erreger auch dort abzutöten, werden Antibiotika eingesetzt, manchmal muss die Gallenblase auch entfernt werden.

Arbeiten Dauer-Ausscheider in der Gastronomie oder im Lebensmittelhandel, können sie bei mangelhafter Hygiene – zum Beispiel wenn sie nach einem Toilettenbesuch ihre Hände nicht oder nicht gründlich genug waschen – durch Schmierinfektion die Keime auf Lebensmittel übertragen. Nichtsahnende Restaurantbesucher könnten so angesteckt werden. Daher werden in Deutschland Angestellte in der Gastronomie und Lebensmittel verarbeitenden Industrie bei der Einstellung auf Salmonellen getestet. Bekannte Dauer-Ausscheider dürfen nicht in diesem Bereich arbeiten.

Salmonellen-Infektion: So läuft die Diagnose ab

Meist übersteht man Durchfall und Erbrechen bei einer Salmonellen-Infektion ohne schlimme Folgen und ohne professionelle Hilfe. Doch wann sollte man zum Arzt gehen?

Folgende Symptome sind im Verlauf einer Salmonellose Alarmzeichen und müssen vom Arzt abgeklärt werden:

  • ausgeprägtes Schwächegefühl
  • Probleme mit dem Kreislauf,
  • hohes Fieber und/oder
  • Blut im Stuhl.
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Wichtig ist es, die Körpertemperatur zu messen, da allein das Gefühl, Fieber zu haben, täuschen kann. Ebenso kann einer erhöhteTemperatur vorliegen, ohne dass man sich fiebrig fühlt. Durch regelmäßige Messungen kann außerdem festgestellt werden, ob das Fieber dauerhaft hoch bleibt oder vielleicht nach einem Abfall wieder angestiegen ist. Komplizierte Verlaufsformen der Salmonellen-Infektion, bei denen sich die Bakterien im Körper verteilen (Sepsis), können so eher erkannt und behandelt werden.

Körperliche Untersuchung bei Salmonellen

Der Arzt wird bei Ihnen den Blutdruck und Puls messen und vor allem den Bauch abtasten, abklopfen und mit dem Stethoskop abhören. Ein Darmverschluss kann zu Beginn ähnliche Anzeichen wie Salmonellen hervorrufen und muss unbedingt davon unterschieden werden. Auch eine Milzschwellung kann bei der Tastuntersuchung festgestellt werden. Diese tritt manchmal bei einem komplizierten Salmonellen-Verlauf mit Sepsis auf.

Laboruntersuchungen bei Verdacht auf Salmonellen-Infektion

Will man eine Salmonellen ausschließen oder beweisen, müssen Proben des Stuhls oder des Erbrochenen untersucht werden. Diese Proben werden im Labor auf Gel-Platten ausgestrichen. Die Platten kommen anschließend in einen Brutschrank. In der Probe vorhandene Bakterien vermehren sich dann auf dem Gel, werden dadurch sichtbar und können weiter untersucht werden. Auch aus verdächtigen Speisen können vorhandene Salmonellen angezüchtet und nachgewiesen werden.

Bei anhaltend hohem oder wiederholt ansteigendem Fieber sollte auch das Blut des Patienten auf Bakterien untersucht werden. Dazu wird dem Erkrankten Blut abgenommen und in sterile Flaschen (Blutkulturflaschen) gespritzt. Nach einiger Zeit im Brutschrank zeigt sich, ob Bakterien vorhanden sind. Bei nachgewiesenen Bakterien untersucht man auch, welche Antibiotika wirksam sind. In den letzten Jahren hat die Unempfindlichkeit (Resistenz) gegen Antibiotika bei Bakterien stark zugenommen.

Mehrmals auf Salmonellen prüfen

Von allen Patienten, bei denen eine Salmonellen-Infektion nachgewiesen wurde, müssen nach Ende der Erkrankung wiederholt Stuhlproben untersucht werden, um Dauerausscheidung auszuschließen. Wenn drei Stuhlproben, die mit einem Mindestabstand von 24 Stunden entnommen wurden, negativ sind, liegt keine Salmonellenausscheidung mehr vor. Bei vorherigen Dauerausscheidern wird zur Sicherheit nach sechs Monaten noch einmal eine Stuhlprobe auf Salmonellen getestet.

Therapie Salmonellen-Infektion: Diese Behandlungsoptionen gibt es

Das wichtigste bei allen Durchfallerkrankungen ist, die verlorene Flüssigkeit und Salze zu ersetzen. Zwei Liter Flüssigkeit am Tag ist die empfohlene normale Trinkmenge für einen Erwachsenen. Bei Durchfall muss diese entsprechend dem Wasserverlust über den Darm erhöht werden.

Die Trinkmenge sollte daher mindestens auf drei bis vier Liter gesteigert werden, bei anhaltendem Durchfall kann sogar noch mehr nötig sein.

Erste Hilfe bei Salmonellen-Infektion

Hilfreich ist es, dünnen, gesüßten Tee und etwas Salz (zum Beispiel Salzstangen) zu sich zu nehmen. Sollte es wegen starken Erbrechens nicht möglich sein, Flüssigkeit bei sich zu behalten, können Infusionen nötig werden.

Auf Kaffee und Alkohol sollte man bei akuten Beschwerden verzichten. Sie reizen die Schleimhaut und regen die Urinproduktion an, so dass der Körper noch mehr Flüssigkeit verliert. Bei der unkomplizierten Salmonellose reicht diese Behandlung meist aus, da die Erkrankung nach einigen Stunden bis Tagen von selbst aufhört.

Hygienetipps für die Küche

Hygienemaßnahmen bei Salmonellen

Folgende Hygienemaßnahmen sollten unbedingt eingehalten werden:

  • Nach jedem Gang zur Toilette, vor dem Zubereiten von Speisen oder dem Essen sorgfältig die Hände waschen! Dies führt zwar nicht zur Keimabtötung, aber zur deutlichen Reduzierung der Anzahl von Salmonellen.

  • Für die Säuberung der benutzten Toilette täglich einen Toilettenreiniger verwenden. Ein Desinfektionsmittel ist nicht notwendig. Ein separates WC muss zu Hause auch nicht sein. In Krankenhäusern wird dies aber meist eingerichtet, um die anderen Kranken und somit abwehrgeschwächten Menschen vor einer zusätzlichen Salmonellen-Infektion zu schützen.

  • Unterwäsche, Bettwäsche, Handtücher und Taschentücher des Kranken sollten bei mindestens 60°C, besser noch im Kochwaschgang gewaschen werden.

  • Essgeschirr, Gläser und Besteck sollte heiß abgespült werden. Spült man per Hand ab, das Geschirr vorher 15 Minuten in heißes Wasser einlegen (heißer als 80°C).

  • Alle Gegenstände und Flächen, die eventuell mit Ausscheidungen des Kranken in Kontakt gekommen sind, müssen regelmäßig gereinigt werden.

Medikamente bei Salmonellen-Infektion

Verzichtet werden sollte auf Medikamente, die den Durchfall stoppen. Sie hindern den Körper daran, die krankmachenden Erreger mit dem Stuhl auszuscheiden. Antibiotika sind bei einer unkomplizierten Salmonellen-Infektion nicht nötig, sie können sogar Schaden anrichten. Ihre Einnahme verlängert häufig die Ausscheidung von Salmonellen nach der Erkrankung.

Oft sind noch Monate nach dem Abklingen der Symptome infektiöse Salmonellen im Stuhl nachweisbar: Der Patient ist zum Dauerausscheider geworden. Nur bei einer schweren Erkrankungsform, bei der sich Bakterien im Blut befinden, sowie bei Dauerausscheidern müssen unbedingt Antibiotika gegeben werden. Bei einer Sepsis durch Salmonellen-Vergiftung ist ein Aufenthalt im Krankenhaus nicht zu umgehen.

Mit Salmonellen-Infektion nicht in Kita und Schule

Kindergarten und Schule: Nach Abklingen des Durchfalls gibt es keinen medizinischen Grund mehr, das Kind vom Kindergarten oder von der Schule fernzuhalten. Wichtig bleibt das Waschen der Hände nach einem Toilettengang oder vor der Essenszubereitung. Eine Infektion von Mensch zu Mensch über sogenannte Schmierinfektion ist äußerst selten, die Hauptansteckungsquelle sind verunreinigte Lebensmittel.

Beruf: Bei Patienten, die in der Gastronomie oder Lebensmittelbetrieben arbeiten, muss der Stuhl nach der Erkrankung noch mehrmals auf die Bakterien getestet werden, zuletzt nach sechs Monaten. In diesen Arbeitsbereichen ist die Gefahr groß, dass ein Dauerausscheider andere Menschen über die Lebensmittel infiziert. Ist zum Beispiel ein Koch oder Metzger als Dauerausscheider identifiziert, so versucht man, die Bakterien mit Antibiotika abzutöten.

Da sich die Bakterien oft besonders hartnäckig in der Gallenblase festsetzen, kann es unter Umständen nötig sein, diese zu entfernen. Solange jemand Salmonellen mit dem Stuhl ausscheidet, darf der Betroffene nicht in Lebensmittelbetrieben arbeiten und kein Blut spenden.

Salmonellen-Infektion: Verlauf und Salmonellen-Vergiftung

Salmonellen werden mit der Nahrung aufgenommen und gelangen mit dieser in den Dünndarm. Hier befallen sie die Schleimhaut und können diese auf unterschiedliche Weise schädigen.

Dabei setzen die Bakterien Giftstoffe (Toxine) frei. Diese beeinträchtigen die Schleimhautzellen so stark, dass ihre Regulationsmechanismen versagen und die Schleimhaut nicht genug Wasser aus dem Speisebrei entzieht. Im Gegenteil, sie kann nun sogar Wasser und Salze in den Stuhl abgeben. Durchfall ist die Folge.

Salmonellen können außerdem mithilfe spezieller Eiweißstoffe in die Schleimhautzellen eindringen und sie schädigen oder zerstören. Auch hier kommt es zu Durchfall. Durch die direkte Schädigung können Geschwüre in der Darmschleimhaut entstehen und Blutbeimengungen im Stuhl durch Gefäßverletzungen auftreten. Meist erholt sich die Schleimhaut aber schon nach kurzer Zeit.

So gefährlich ist die Salmonellen-Vergiftung

Bei Kleinkindern, alten Menschen und Menschen mit geschwächtem Immunsystem (zum Beispiel durch Krebs, chronische Erkrankungen, Alkoholismus oder Aids) können die Salmonellen die Darmbarriere überwinden und sich über den Blutkreislauf im ganzen Körper verteilen. Eine sogenannte Blutvergiftung (Sepsis) ist die Folge. Diese Form der Erkrankung wird dann auch als typhusartiger (typhoider) Verlauf bezeichnet. Die Salmonellen können sich dann auch in anderen Organen ansiedeln und zu schweren Krankheitsbildern wie Hirnhautentzündung, Herzklappenentzündung oder Knocheneiterungen führen.

Salmonellen-Infektion: Die besten Tipps zum Vorbeugen

Salmonellen werden mit der Nahrung aufgenommen. Vorbeugen kann man daher am besten mit strengen Hygieneregeln in der Küche.

Vor allem die Kühlkette muss stimmen, dann haben Salmonellen keine Chance. Das sollten Sie dafür beachten:

  • Die Kühlkette so kurz wie möglich unterbrechen. Das heißt, dass gekühlte oder tiefgefrorene Lebensmittel nach dem Einkauf sofort wieder in den Kühlschrank/Tiefkühltruhe müssen. Besonders gilt das für alle Speisen, die rohe Eier enthalten und alle rohen Fleisch- und Wurstprodukte. Nur so kann verhindert werden, dass sich die Erreger im Essen vermehren und eine Infektion hervorrufen.

  • Bei eingefrorenem Fleisch enthält oft auch das Auftauwasser Salmonellen. Dieses sofort in den Ausguss schütten und heiß nachspülen. Küchengeschirr, das mit dem Wasser in Berührung gekommen ist, sorgfältig und heiß abspülen. Ebenso müssen Oberflächen (Arbeitsplatte, Schneidebretter) heiß abgewaschen werden.

Einfrieren tötet Salmonellen nicht ab. Es verhindert nur die Vermehrung!

Hühnersuppe kochen
Kochen ist die beste Waffe gegen Salmonellen.
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Wesentlich wirkungsvoller ist Kochen. Um Salmonellen sicher abzutöten, muss das Essen für mindestens zehn Minuten auf mindestens 70°C erhitzt werden. Vorsicht beim Kochen mit der Mikrowelle! Auch das Innere der Speisen muss Temperaturen von 70°C oder mehr erreichen. Also immer ausreichend lange Garzeiten einhalten. Außerdem:

  • Gekochte Speisen nicht lange im kritischen Temperaturbereich von zehn bis 60°C lassen.
  • Instantgerichte gleich nach dem Zubereiten essen. Reste nicht aufbewahren, sondern wegwerfen.

Allgemeine Küchenhygiene gegen Salmonellen

  • Nach Kontakt mit rohem Fleisch und Eiern immer sorgfältig die Hände waschen. Salmonellen können sowohl im Ei als auch auf der Schale sitzen.
  • Küchenschwämme und Spülbürsten regelmäßig heiß reinigen oder austauschen.
  • Am besten nur kochbare Küchentücher verwenden und diese regelmäßig wechseln.

Auf Auslandsreisen: Vorsicht vor Salmonellen

Bei Reisen in warme Länder hat man selten die Möglichkeit, die Zubereitung der Lebensmittel selbst zu überwachen. Daher sind hier ein paar Sonderregeln zu beachten:

  • Nur abgekochtes Leitungswasser und Mineralwasser aus Flaschen trinken.
  • Keine Eiswürfel verwenden.
  • Kein rohes Obst oder Gemüse essen ("Peel it, cook it or forget it" - "Schäl es, koch es oder vergiss es").
  • Auf Eis und Mayonnaise verzichten.

Eine Impfung gegen Salmonellen für den Menschen gibt es derzeit noch nicht.

Magen-Darm-Grippe durch Salmonellen: Was tun, wenn es mich erwischt hat?

Autor:
Letzte Aktualisierung:11. August 2015
Durch: sw

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