Immer häufiger auch Kinder betroffen

Kopfschmerzen und Migräne bei Kindern

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Starke Kopfschmerzen und sogar Migräne können auch Kinder betreffen.
Getty Images/Hemera

Kopfschmerzen treten bei Kindern und Jugendlichen immer häufiger auf. Schon im Vorschulalter ist jedes fünfte Kind gelegentlich betroffen und bis zum zwölften Lebensjahr haben rund 90 Prozent aller Kinder bereits Erfahrungen mit Kopfschmerzen. Bei Kindern zählen ebenso wie bei Erwachsenen Spannungskopfschmerzen und Migräne zu häufigen Kopfschmerzformen. 

Kopfschmerzen sind auch bei den Kleinsten heute keine Seltenheit. Experten beurteilen Faktoren wie Stress, Bewegungsmangel oder stundenlanger TV-Konsum oder Computerspiele als mögliche Ursachen.

Hier mögliche Auslöser für Kopfschmerzen bzw. auch Migräne bei Kindern im Überblick:

  • ein Mangel oder ein Übermaß an Schlaf
  • unregelmäßige Mahlzeiten oder das Übergehen einer Mahlzeit
  • Ärger und Stress in Schule und Familie
  • Angst - etwa vor Klassenarbeiten
  • traurige und enttäuschende Situationen
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • lange Fernsehen und am Computer spielen
  • lange Autofahrten und sportliche Anstrengungen

Migräne bei Kindern erkennen

Der Migränekopfschmerz tritt typischerweise in Attacken mit einer Dauer von 2 bis 48 Stunden auf und ist in der Regel deutlich stärker als der Spannungskopfschmerz.

Typisch ist außerdem:

  • Sport verstärkt die Schmerzen.
  • Die Schmerzen haben einen pulsierenden Charakter.
  • Es treten Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Lärmempfindlichkeit auf.
  • Kinder empfinden den Schmerz in der gesamten Stirn - nur selten haben sie einseitige Migränekopfschmerzen.

Kinder unter zehn Jahren leiden während der Migräneattacken sehr oft unter Übelkeit. Auch Sprach- und Gefühlsstörungen in den Armen und Beinen sind möglich. Etwa 40 Prozent der Kinder werden während der Anfälle zusätzlich von Bauchschmerzen geplagt. Zwischen den Attacken sind die Kinder in der Regel kerngesund - während des Migräneanfalls machen sie aber einen kranken Eindruck und wollen sich hinlegen.

Schwierig ist die Diagnose bei Ein- und Zweijährigen, die noch nicht sprechen können. Bei den Kleinsten können Anfälle von Schwindel, verbunden mit Angst, Augenzittern oder Erbrechen und Bauchschmerzen darauf hinweisen, dass sie Migräne entwickeln.

Kopfschmerzen bei Kindern - wann zum Arzt?

Insbesondere, wenn Kopfschmerzen bei Kindern mehrmals wöchentlich, täglich oder länger als einen Tag auftreten, ist es ratsam, zum Arzt zu gehen. Denn Kinder, denen die Schmerzen bereits Freizeit und Schule verleiden, brauchen eine zielgerichtete Therapie.

Leiden Kinder unter Migräne, ist es hilfreich, wenn sie und ihre Eltern - möglichst unabhängig voneinander - vier bis sechs Wochen ein Kopfschmerz- oder Migränetagebuch führen. Hier werden Dauer und Stärke der Kopfschmerzattacken, der Medikamente und Begleitumstände eingetragen. Die Tagebücher ermöglichen dem Arzt eine gezielte Überprüfung der eingeleiteten Therapiemaßnahmen.

Zehn Tipps gegen Kopfschmerzen

Autor: Lifeline
Letzte Aktualisierung: 17. Januar 2012

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