Antidepressiva

Glückspillen – eine gefährliche Geschäftemacherei?

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Depressionen treffen in jedem Lebensalter, doch in den Wechseljahren sind sie besonders häufig.
Getty Images/FogStock

Das Geschäft mit Mitteln gegen Depressionen boomt. Aber gibt es wirklich keinen anderen Weg gegen Psychokrisen als die verschreibungspflichtigen Medikamente, und was ist an Meldungen über massive Nebenwirkungen dran?

Zu den fünf am häufigsten verkauften Medikamenten gehören Antidepressiva. Die Begründung der Ärzte: Immer mehr Menschen leiden unter psychischen Erkrankungen, unter anderem, weil sie den Druck am Arbeitsplatz nicht mehr aushalten. Die Folge: Depression.

Nebenwirkung Selbstmord bei Antidepressiva

Doch die vermeintlichen Glückspillen können eine ganze Bandbreite von massiven Nebenwirkungen hervorrufen. Sie stehen unter Verdacht, Suizidgedanken zu fördern oder sogar den letzten Auslöser zur Umsetzung der Tat zu liefern. Prominentes Suizidopfer: der Fußballtorwart Robert Enke, stand unter Antidepressiva, als er sich vor einen Zug warf. Bekannt sind auch unter der Einwirkung dieser Medikamente Fälle von Wahnvorstellungen, die zu Psychosen und Amoklauf führen. Denn die Wirkung einiger Inhaltsstoffe dieser Psychopharmaka ist nicht absehbar.

Erhöhte Aggressivität

Im Blickpunkt der Kritik:  die sogenannten selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI). Sie verhindern, dass der Neurotransmitter Serotonin, landläufig als „Glückshormon“ bezeichnet, im Gehirn an bestimmten Rezeptoren andockt und damit zurückgenommen wird. Auf diese Weise erhöht sich der Serotoninspiegel und die Stimmung soll steigen. SSRI machen zwar nicht abhängig. Wird das Medikament abgesetzt, können jedoch für einen kurzen Zeitraum verschiedene Störungen auftreten. Sie reichen von Schwindel bis aggressivem Verhalten, Manie und Suizidgedanken.

Um harmlose Medikamente handelt es sich bei Antidepressiva also auf keinen Fall. Die ARD-Sendereihe „Die Story im Ersten“ beschäftigte sich am 18.2.2013 mit dem Thema „Gefährlichen Glückspillen - Milliardenprofite mit Antidepressiva“. Die Autoren beleuchten nicht nur den wirtschaftlichen Hintergrund des Antidepressiva-Booms in Deutschland, sondern haben auch einen Mann im Gefängnis besucht, der seine kleinen Zwillingstöchter getötet hat - nach der Einnahme von Antidepressiva. Und sie begleiteten eine Tochter, deren Mutter sich unter dem Einfluss dieser Medikamente das Leben nahm.

Hier geht's zum Video in der ARD-Mediathek

Was Stress in Frauenkörpern anrichtet
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    Verdauungsstörungen

    Ein Übermaß an Magensäure und andere Verdauungsbeschwerden sind typische Stresssymptome.

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    Sexuelle Unlust

    Bedeutende Veränderungen im Alltag einer Frau können das Liebesleben beeinträchtigen: Das Stresshormon Cortisol unterdrückt die Wirkung sexueller Botenstoffe.

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    Unregelmäßige Periode

    Gerät der Hormonhaushalt durch andauernden Stress aus der Balance, sind häufig eine kürzere Zyklusdauer oder unregelmäßige Blutungen die Folge.

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    Geringere Fruchtbarkeit

    Frauen, die in Job oder Freizeit ständig unter Druck stehen, werden laut Studien außerdem schwerer schwanger.

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    Schlaflosigkeit

    Wer tagsüber nie zur Ruhe kommt, wälzt sich häufig auch nachts von einer Seite auf die andere.

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    Akne-Ausbruch

    Das Hormon Cortisol sorgt für fettige Haut und lässt in Phasen hoher Anspannung Pickel sprießen.

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    Haarausfall

    Permanente Überlastung stört den Haarzyklus. Die Folge ist weiblicher Haarausfall.

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    Depression

    In Extremfällen kann Stress eine Depression begünstigen oder sogar auslösen.

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    Gewichtszunahme

    Wenn Frauen Stress in sich hineinfressen, kommt bald darauf auch noch Frust beim Wiegen auf. Die Hektik schlägt sich vor allem im ungesunden Bauchfett nieder.

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    Herzinfarkt

    Beruflicher Stress erhöht das Herzinfarktrisiko von Frauen, zeigten Untersuchungen.

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Autor: Monika Preuk / Lifeline
Letzte Aktualisierung: 18. Februar 2013
Quellen: Pressemitteilung ARD

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