Spiegelung des Augenhintergrundes

Altersbedingte Makuladegeneration - Diagnose

Der Augenarzt kann Pigmentverdichtungen auf der Netzhaut erkennen und so eine altersbedingte Makula-Degeneration (AMD) feststellen.

Oft kommen die Betroffenen zum Augenarzt, weil sie auch mit ihrer Brille plötzlich oder allmählich zunehmend schlechter sehen. Zur Diagnose der altersbedingten Makula-Degeneration (AMD) führen dann die Erfragung der Krankengeschichte und aktuellen Beschwerden (Anamnese) und eine Spiegelung des Augenhintergrundes mithilfe eines Vergrößerungsglases (Ophthalmoskopie).

Bei dieser Untersuchung sieht der Augenarzt Pigmentverdichtungen im Zentrum der Netzhaut sowie kleine gelblichweiße, dichte Herde, die sogenannten Drusen, die zahlreich über das Zentrum der Netzhaut verteilt sind. Die Veränderungen sind bereits zu erkennen, bevor der Patient überhaupt eine Sehstörung bemerkt.

In fortgeschritteneren Stadien kann der Augenarzt graue Vorwölbungen des Pigmentepithels der Netzhaut erkennen, ebenso kleine Netzhautblutungen und weißliche Narben. Mithilfe der Fluoreszenzangiographie, einer Röntgenuntersuchung, bei der die Blutgefäße mithilfe eines leuchtenden Farbstoffs dargestellt werden, lassen sich Einwachsungen von Blutgefäßen unter der Netzhaut nachweisen und verschiedene Untertypen der feuchten AMD diagnostizieren.

Autor: Kathrin Sommer
Letzte Aktualisierung: 24. April 2012
Quellen: Albert J. Augustin: „Augenheilkunde“, 3. Auflage, Springer: Berlin, Heidelberg, 2007; Grehn, F.: Augenheilkunde. 29. Auflage, Springer: Berlin, Heidelberg, 2006; Meyer, C.H.: Anti-VEGF-Therapie bei der Behandlung der AMD. Ophthalmologe 2008, 105(2):123-124; Höhn, F. et al.: Kombinierte intravitreale Injektion von Bevacizumab und SF6-Gas bei AMD-assoziierter, submakulärer Hämorrhagie. Ophthalmologe 2009, DOI:10.1007/s00347-009-2004-3

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