Schilddrüsenwoche Papillon 2008

Mit Informationen und Schilddrüsen-Check gegen den Kropf

Transsphenoidale Operation bei Akromegalie_94348515.jpg
Die Schilddrüse steht bei der Informationswoche im Vordergrund

Unter dem Motto „Ihre Schilddrüse in guten Händen“ findet vom 21.-25. April 2008 die diesjährige Schilddrüsenwoche in Deutschland statt. Im Mittelpunkt stehen Früherkennung und Therapie bei Schilddrüsenvergrößerung.

Schilddrüsenerkrankungen sind ein ernst zu nehmendes Problem. Etwa jeder dritte Erwachsene in Deutschland leidet unter krankhaften Veränderungen an diesem zwar kleinen, aber überaus wichtigen Organ, das an der Produktion verschiedener Hormone beteiligt ist und somit wichtige Stoffwechselprozesse beeinflusst. Die häufigste Erkrankung ist dabei eine vergrößerte Schilddrüse, bekannt auch als Kropf oder Struma. Daher widmet sich die diesjährige Schilddrüsenwoche besonders diesem Thema.

Beginnende Schilddrüsenvergrößerung bleibt meist unerkannt

Da sich anfangs kaum eindeutige Symptome zeigen, bleibt eine Vergrößerung der Schilddrüse zumeist lange unentdeckt. Viele Patienten gehen erst zum Arzt, wenn sie deutliche Anzeichen bemerken sich beispielsweise der Hemdkragen nicht mehr schließen lässt oder die Halskette nicht mehr passt. Doch dann ist der Krankheitsprozess oft schon so weit fortgeschritten, dass nur noch eine Operation helfen kann. Etwa 120.000 Mal ist das in Deutschland pro Jahr der Fall. Früherkennung und eine angemessene Therapie könnten dies verhindern. Das Anliegen der Schilddrüsenwoche, einer Aktion der Schilddrüsen-Initiative Papillon, ist es deshalb, Bürger zu beraten und aufzuklären.

Einfache Tastuntersuchung unterstützt die Früherkennung

Erste Hinweise auf eine Schilddrüsenerkrankung liefert bereits eine einfache Tastuntersuchung, bei der der Arzt die Halsregion genau unter die Lupe nimmt. Ergibt sich daraus ein Verdacht auf eine Vergrößerung der Schilddrüse, führt er eine Ultraschalluntersuchung durch, mit der er das Organvolumen genau bestimmen und knotige Veränderungen erkennen kann. Auch eine Blutuntersuchung kann wertvolle Hinweise liefern.

Das "A und O": Eine individuell genau angepasste Therapie

Die beste Methode, eine Schilddrüsenoperation zu vermeiden, ist eine rechtzeitige Diagnose und die anschließende medikamentöse Therapie. Die Medikamente müssen dabei sehr genau auf die individuelle Situation abgestimmt werden, damit das hormonelle Gleichgewicht und damit das Wohlbefinden des Patienten wiederhergestellt wird. Das erfordert viel Fingerspitzengefühl vom Arzt und viel Geduld aufseiten des Patienten. Manchmal kann es sogar Monate dauern, bis die optimale Dosierung gefunden ist.

In Sachen Medikamente nie eigenmächtig handeln!

Patienten sollten eine gute medikamentöse Einstellung deshalb nicht leichtfertig aufs Spiel setzen, indem sie eigenmächtig auf andere Präparate umsteigen, auch wenn diese den gleichen Wirkstoff enthalten und möglicherweise billiger sind. Denn schon geringfügige Veränderungen in der Zusammensetzung und Dosierung können das feine Hormon-Gleichgewicht wieder durcheinander bringen und zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen. Experten empfehlen Patienten, die wegen einer Schilddrüsenvergrößerung therapiert werden, die Dosierungsempfehlungen des Arztes besonders sorgsam einzuhalten und darauf zu achten, dass sie in der Apotheke genau das Präparat bekommen, auf das sie eingestellt sind.

Informieren Sie sich in der Schilddrüsenwoche!

In der Schilddrüsenwoche von 21. bis 25. April 2008 führen Ärzte verstärkt Tastuntersuchungen an der Schilddrüse durch. Hausärzte und viele Apotheker stehen mit ihren Teams Rede und Antwort zu Schilddrüsenerkrankungen und halten ausführliches Informationsmaterial bereit. Darüber hinaus können sich Betroffene und Interessierte während der Aktionswoche unter der Hotline 069-63 80 37 27 von 9-18 Uhr ausführlich zum Thema informieren, ärztliche Sprechstunden sind von 16 bis 18 Uhr vorgesehen.

Machen Sie den Schilddrüsen-Check!

Nutzen auch Sie die besonderen Angebote der Schilddrüsenwoche für eine ausführliche Beratung und bitten Sie Ihren Arzt, bei Ihnen einen Schilddrüsentest durchzuführen, damit gegebenenfalls schnell eine wirksame Behandlung eingeleitet werden kann.

Ausführliche Informationen und kostenlose Downloads zum Thema:www.schilddruese.de/www.forum-schilddruese.dewww.jodmangel.de

Autor: Claudia Urban
Letzte Aktualisierung: 21. April 2008
Quellen: Nach Informationen der Schilddrüsen-Initiative Papillon und der Publicis Vital PR GmbH

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