Entzündung des Gebärmutterkörpers

Endometritis

Bakterien können Auslöser sein

Eine Endometritis (Entzündung des Gebärmutterkörpers/Myometritis) kann sich in verschiedenen Schichten des Organs ausbreiten. Entsprechend der betroffenen Schicht unterscheidet man Endometritis und Myometritis. Sie sind insgesamt selten.

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In den ersten Wochen nach einer Geburt (Wochenbett) sind Frauen empfänglicher für eine Endometritis.
Getty Images/Hemera

Die größte Rolle unter den Formen der Endometritis spielt die Endometritis puerperalis, eine Entzündung der Gebärmutterschleimhaut im Wochenbett.

Die etwa faustgroße, birnenförmige Gebärmutter zählt zu den inneren Geschlechtsorganen der Frau. Sie besteht aus einem oben liegenden Gebärmutterkörper, der nach unten durch eine kurze Engstelle (Isthmus) vom Gebärmutterhals abgetrennt ist. Die Wand des Gebärmutterkörpers besteht aus folgenden Schichten:

• Perimetrium, dem außen liegenden Bauchfell

• Myometrium, der mittig liegenden dicken Muskelschicht

• Endometrium, der die Gebärmutterhöhle auskleidenden Schleimhaut

Der Gebärmutterhalsenthält einen Kanal, der über den inneren Muttermund mit der Gebärmutterhöhle und über den äußeren Muttermund mit der Scheide verbunden ist. Er ist von einer speziellen Schleimhaut ausgekleidet, die ein leicht alkalisches Sekret (pH 7-8) bildet. Das Sekret fließt über die Scheide ab.

Scheidenentzündung kann Endometritis zur Folge haben

Krankheitserreger wie Bakterien lösen die Entzündung des Gebärmutterkörpers aus. Meist gelangen sie aufsteigend über die Scheide in die Gebärmutter, beispielsweise im Zuge einer Vaginitis (Scheidenentzündung). Normalerweise verfügt die Gebärmutter über Schutzmechanismen, die ein solches Aufsteigen von Erregern erschweren. So stellen der innere und äußere Muttermund als natürliche Engstellen und das im Gebärmutterhals gebildete zähe Sekret Hindernisse für Erreger dar. Auch die Abflussrichtung des Sekrets in Richtung Scheide wirkt dem Eindringen von Erregern entgegen. Bestimmte Antikörper können zudem Erreger abfangen und neutralisieren.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 15. September 2011
Quellen: Frauenärzte im Netz: http://www.frauenaerzte-im-netz.de (Stand Juli 2008) Stauber, M., Weyerstahl, T.: Gynäkologie und Geburtshilfe. Thieme Verlag Stuttgart 2005

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