Virusinfektionen

FSME

Frühsommer-Meningoenzephalitis

Zecken-entfernen-92367446.jpg
Der Erreger der FSME wird durch Zecken übertragen.

Bei FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) handelt es sich um eine Entzündung der Hirnhäute und des Gehirns. Sie wird durch ein Virus ausgelöst, das in erster Linie durch Zeckenstiche übertragen wird.

Die FSME oder auch Frühsommer-Meningoenzephalitis, besser bekannt unter der Abkürzung FSME, wird durch ein Virus ausgelöst, das zur Familie der sogenannten Flaviviren gehört. Dieses Virus wird hauptsächlich durch Zecken übertragen. Es befindet sich im Speichel infizierter Zecken. Stechen diese zu, können die Viren über die kleine Wunde, die dabei entsteht, in die Blutbahn des Opfers gelangen. Je länger die Zecke an ihrem Opfer saugt, desto mehr Viren können in dessen Blut gelangen, und um so größer ist die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung. Diese ist meldepflichtig und äußert sich in einer lebensgefährlichen Entzündung der der Hirnhäute (Meningen) und des Gehirns (Encephalus), auch das Rückenmark kann mit betroffen sein.

Ab April bis Juni ist Zecken-Hochsaison

Zecken sind nicht das ganze Jahr über gleichmäßig aktiv. Sie bevorzugen Temperaturen zwischen zehn und 25 Grad. Im Frühjahr, ab April/ Mai bis Juni, ist Zeckenhochsaison, was der Frühsommer-Meningoenzephalitis ihren Namen eingetragen hat. Das bedeutet allerdings nicht, dass für den Rest des Jahres Entwarnung gegeben werden kann. Zecken sind äußerst widerstandsfähig; selbst an milden Spätherbsttagen sind Zeckenstiche nicht ausgeschlossen.

Nicht jede Zecke ist mit dem FSME-Virus infiziert, und die Infizierungsrate der Zeckenpopulationen ist nicht überall gleich hoch. So liegen FSME-Risikogebiete vor allem im Süden Deutschlands, wie auch die aktuellen Erkrankungsstatistiken des Robert-Koch-Instituts (RKI) belegen. Demnach lag der Ort der Infizierung bei den bundesweit 195 FSME-Erkrankungen im Jahr 2012 in 87 Fällen (49,2 Prozent) in Bayern und in 71 (40,1 Prozent) in Baden-Württemberg. Ausgewiesene Risikogebiete gibt es zudem noch in Hessen, Thüringen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland.

FSME-Impfung in Risikogebieten empfohlen

Selbst in ausgewiesenen Risikogebieten ist jedoch nur ein vergleichsweise geringer Teil der Zecken mit dem FSME-Virus infiziert. Experten gehen von etwa zwei Prozent aus. Auch führt nicht jeder Stich einer infizierten Zecke zwangsläufig zu einer FSME-Erkrankung. Panik ist bei einem Zeckenstich also nicht angebracht. Aufgrund der Schwere der Erkrankung rät das RKI jedoch Personen, die in Risikogebieten leben und in Kontakt mit Zecken kommen könnten, zu einer FSME-Impfung. Wo aktuell in Deutschland FSME-Risikogebiete liegen, ist auf einer Karte des RKI eingetragen.

 

Autor: / Lifeline
Letzte Aktualisierung: 02. Oktober 2013
Quellen: Epidemiologisches Bulletin des Robert-Koch-Instituts Nr. 18/2013: FSME: Risikogebiete in Deutschland (Stand: Mai 2013); Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie: Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). AWMF-Leitlinien-Register Nr. 030/035 (Stand: September 2012); Ärzte Zeitung online vom 12.05.2010: FSME-Risiko auch durch unbehandelte Rohmilch

Gesundheit und Medizin
Rheumatoide Arthritis

Die häufigste entzündliche Erkrankung der Gelenke ist die rheumatoide Arthritis, auch Polyarthritis... mehr...

Herpes

Herpesbläschen meist auf Schleimhaut an Lippen oder Genitalien mehr...

Newsletter-Leser wissen mehr

Mit dem kostenlosen Lifeline-Newsletter sind Sie immer auf dem aktuellen Stand

Hier bestellen...
  • Zum Schwerpunkt Zecken

    Sie können FSME oder Borreliose übertragen: Zecken. Lesen Sie hier, wie Sie sich vor ihnen schützen, was nach einem Zeckenstich zu tun ist und welche Behandlungen es im Fall einer Infektion gibt.

Fragen Sie unser Gesundheitsteam

Kostenlos. 24 Stunden täglich. Unsere Gesundheitsexperten beantworten Ihre Fragen.

mehr lesen...
Aktuelle Gesundheitsnachrichten

Zum Seitenanfang