Gegen Pusteln und Jucken

Sonnenallergie homöopathisch behandeln und vorbeugen

Pusteln, Jucken und rote Haut: Bei Sonnenallergie wird UV-Strahlung schlecht vertragen. Wer dazu neigt, kann die Hautirritationen mit homöopathischen Mitteln behandeln. Einige Arzneien wirken sogar vorbeugend.

Mutter und Kind liegen im Gras
Überempfindlichkeit gegenüber UV-Strahlen äußert sich in einer nervigen Sonnenallergie: Die Haut juckt und es bilden sich Pusteln.
iStock

Wenn die Haut auf Sonnenlicht mit Jucken, Pusteln und Rötungen reagiert, wird das umgangssprachlich gern als Sonnenallergie bezeichnet. Meist handelt es sich dabei um eine sogenannte polymorphe Lichtdermatose, die am häufigsten auftretende Sonnenallergie, die streng genommen gar keine Allergie ist. Die genaue Ursache der polymorphen Lichtdermatose ist bis heute nicht völlig entschlüsselt. Bekannt ist nur, dass das Immunsystem mancher Menschen auf die Sonneneinstrahlung – insbesondere auf den UVA-Anteil des Lichts – reagiert. Dadurch kommt zu den unangenehmen Hautreaktionen, die in unterschiedlicher Ausgestaltung, sprich "polymorph", auftreten.

Fünf homöopathische Sofort-Helfer bei akuten Beschwerden

Lifeline/Wochit

Die juckenden Pusteln und Rötungen der Haut sind zwar lästig, gelten aber grundsätzlich als harmlos und heilen, sobald die Sonne gemieden wird, nach wenigen Tagen von selbst wieder ab. Wer zu Sonnenallergie neigt, sollte die Haut deshalb möglichst nicht abrupt dem Sonnenlicht aussetzen, sondern sie langsam daran gewöhnen und sie vorbeugend mit entsprechender Kleidung schützen sowie geeignete Sonnenschutzmittel auftragen, die vor allem auch über einen ausreichenden UVA-Schutz verfügen.

Homöopathie bei Sonnenallergie

Auch homöopathische Mittel helfen bei einer Sonnenallergie, die Hautreaktionen schneller abklingen zu lassen. Je nachdem welche Beschwerden und Befindlichkeiten auftreten, werden folgende homöopathische Mittel bei einer Sonnenallergie angewendet:

  • Hypericum perforatum

Als bewährtes homöopathisches Mittel bei Hautausschlägen infolge von Sonnenallergie und Überempfindlichkeit gegen UV-Strahlung gilt Hypericum perforatum, das homöopathische Mittel aus Johanniskraut.

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  • Histaminum

Bei einer Neigung zur Nesselsucht kann auch Histaminum gegeben werden. Histaminum gilt als klassisches homöopathisches Mittel bei allergischen Reaktionen. Bei einer Sonnenallergie dämpft es den Juckreiz und lässt Rötungen schneller abklingen.

Wenn sich nach dem Sonnenbad große rote Flecken sowie mit Sekret gefüllte Bläschen auf der Haut zeigen, die stark jucken, dann ist Natrium muriaticum das richtige Mittel, um die Beschwerden zu lindern.

Homöopathie bei Sonnenallergie: Vorbeugung

Einige homöopathische Mittel können auch vorbeugend gegen eine Sonnenallergie als eine Art Kur angewendet werden. Die ungewollten Lichtreaktionen fallen dann oft milder aus oder treten gar nicht auf. Mit der Einnahme sollte etwa zwei Wochen vor der geplanten Sonnenexposition, also beispielsweise dem Sommerurlaub, begonnen werden. Die Einnahme erfolgt jeweils morgens und abends und sollte bis zum Ende des geplanten Aufenthalts in der Sonne fortgeführt werden.

  • Muriaticum acidum

Dieses Mittel kann vorbeugend, als Kur angewendet, bei bestehender Überempfindlichkeit gegen UV-Strahlung eingesetzt werden. Es soll helfen, die Haut besser auf die Sonne vorzubereiten.

  • Calcium carbonicum

Alternativ kann Calcium carbonicum im Vorfeld eingenommen werden. Es soll ebenfalls dazu beitragen, die Haut weniger empfindlich auf die UV-Strahlung reagieren zu lassen.

Homöopathie: 15 häufige Beschwerden und welches Mittel hilft!

Autor:
Letzte Aktualisierung: 20. Juli 2017
Quellen: Markus Wiesenauer: Maxi-Quickfinder Homöopathie, Gräfe und Unzer, 2015; Deutscher Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ); Deutsche Haut- und Allergiehilfe (DHA); Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG)

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