Bekanntes Nervenkraut

Hypericum: Globuli mit Johanniskraut für die Psyche

Johanniskraut ist bekannt für seine Wirkung auf das Nervensystem und bei Verletzungen des Bewegungsapparats. In der Homöopathie wird es unter dem Namen Hypericum verwendet. Welche Anwendungsgebiete Globuli mit Hypericum haben und worauf Sie bei der Dosierung achten sollten, lesen Sie hier.

Mörser mit Johanniskraut
© Sonja Birkelbach – stock.adobe.com

Artikelinhalte im Überblick:

Psyche stärken: So hilft Homöopathie dabei

Was ist Hypericum?

Johanniskraut – botanisch Hypericum perforatum – gehört zu den heimischen Gewächsen und ist nahezu in ganz Europa zu finden. Das Echte Johanniskraut erkennt man daran, dass blutroter Saft austritt, wenn die Blüten zwischen den Fingern zerrieben werden. Eine Theorie zur Namensgebung könnte auf die Blütezeit zurückgehen: Das Kraut blüht immer rund um den Johannistag (24. Juni).

Anwendungsgebiete von homöopathischem Johanniskraut

Seit vielen Jahren wird Johanniskraut als Heilpflanze eingesetzt. So wurde bereits im Altertum bei nervösen und depressiven Erkrankungen Hypericum als Medizin verschrieben. In Öl angesetzt entsteht das wertvolle Johannisöl, das bei Schmerzen und Verletzungen des Körpers eingerieben wird.

Auch die Homöopathie macht sich dieses vielseitige und wirkungsvolle Kraut zunutze. So werden Hypericum-Globuli bei Beschwerden des Nervensystems verwendet, wie zum Beispiel gegen

  • Kopfschmerzen,
  • Benommenheitsgefühl,
  • Taubheit der Beine mit Kältegefühl,
  • Schmerzen wie Stromschläge und
  • Verletzungen mit anschließendem Taubheitsgefühl.

Ebenso kann Hypericum nach einem zahnärztlichen Eingriff oder einer Operation mit anhaltenden neuralgischen (Zahn-)Schmerzen verwendet werden. Die Schmerzen führen auch zu Taubheitsgefühl, Missempfindungen und verschlechtern sich bei Kälte, Berührung und Wetterwechsel.

Leitsymptome für Hypericum

Wie bei jedem homöopathischen Mittel gibt es auch für Hypericum bestimmte Leitsymptome, welche die Wahl des Arzneimittels bestimmen. Kommt es also zu einem oder mehreren der folgenden Symptome, sollten Johanniskraut-Homöopathika gewählt werden.

  • Verletzungen nervenreicher Körperteile wie Schnitt-, Riss- und Stichwunden an Handflächen, Fußsohlen, Zunge, Augen, Genitalien
  • gequetschter Finger
  • Zahnverletzungen
  • Schmerzen bei Nervenentzündungen
  • stark stechende, schießende Schmerzen
  • Taubheitsgefühl
  • Ameisenkribbeln der betroffenen Stelle

Typische Potenzen und Dosierung von Hypericum

Für die Selbstbehandlung empfiehlt es sich, Hypericum D6 (dreimal täglich fünf Globuli) zu nehmen. Ärztlich verschrieben werden kann die Potenz C12, davon sollten in der Regel zwei bis drei Globuli genommen werden. Eine erneute Gabe empfiehlt sich erst, nachdem die Wirkung eingesetzt hat.

Da jeder Mensch individuell behandelt wird, empfiehlt sich – vor allem in der Schwangerschaft und Stillzeit – eine Rücksprache mit homöopathisch geschultem Fachpersonal. Auch die Einnahme sogenannter Hochpotenzen erfordert eine detaillierte fachkundige Diagnose. Denn bei der Potenzierung spielen nicht nur die physischen Leiden eine Rolle, sondern auch der psychische Zustand der Patient*innen wird miteinbezogen.

Neben Globuli kommt Johanniskraut in der Homöopathie in Form einer hochkonzentrierten Urtinktur zum Einsatz. Sie wird äußerlich angewendet. Auch Komplexmittel wie homöopathische Tabletten sind auf dem Markt.

Ähnlich wirkende homöopathische Mittel

Die folgenden drei homöopathischen Mittel haben ähnliche Leitsymptome und wirken teilweise bei ähnlichen Beschwerden. Jedoch ist jeder Wirkstoff auf seine Art und Weise Spezialist in einem Bereich.

  • Arnica ist ebenso ein wichtiges Verletzungsmittel, jedoch kommt Arnica bei stumpfen Verletzungen und Blutergüssen zum Einsatz.

  • Calendula ist genau wie Hypericum ein wichtiges Wundmittel, das jedoch vor allem bei nässenden, eiternden Schürf- , Riss- , Platz und Schnittwunden Anwendung findet.

  • Staphisagria ist vor allem für Schnittverletzungen durch scharfe Gegenstände und nach Operationen geeignet.

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