Diagnose

Akromegalie oft spät diagnostiziert

Bis eine Akromegalie diagnostiziert ist, können mehrere Jahre vergehen. Verschiedene Laboruntersuchungen geben dem Arzt in der Diagnostik Aufschluss über den Hormonhaushalt des Patienten.

In den meisten Fällen wird die erste Verdachtsdiagnose von einem Hausarzt gestellt, wenn Patienten mit einem der für Akromegalie typischen Beschwerden zu ihm kommen und keine andere Ursache zu finden ist. Um zu klären, ob eine Störung der Hypophysenfunktion für die Symptome verantwortlich ist und somit eine Akromegalie vorliegt, wird ein Spezialist für Hormonerkrankungen, ein Endokrinologe, herangezogen. Der Endokrinologe wird zunächst die Krankenvorgeschichte (die Anamnese) prüfen und dann sorgfältig nach dem ersten Auftreten und der Entwicklung der Beschwerden fragen. Anschließend wird er eine generelle körperliche Untersuchung und verschiedene allgemeine Laborbestimmungen von Blut und Urin veranlassen.

Blutwerte als Beweis für Akromegalie

Spezielle Laboruntersuchungen bringen die endgültige Sicherheit über eine mögliche Akromegalie-Erkrankung. So lässt der Endokrinologe u. a. die Konzentration des Wachstumshormons GH im Blut bestimmen. Da sich das Wachstumshormon im Körper jedoch nicht gleichmäßig verteilt, sondern stoßartig ausgeschüttet wird, haben Einzelmessungen wenig Aussagekraft. Bei Verdacht auf Akromegalie wird daher der so genannte Glukosebelastungstest (auch OGTT: oraler Glukosetoleranztest) durchgeführt, der eine zuverlässige Aussage über die GH-Spiegel erlaubt.

Der OGTT liefert den Beweis für einen Hypophysentumor bei Akromegalie

Beim Glukosebelastungstest trinkt der Patient eine bestimmte Menge Traubenzucker (Glukose)-Lösung. Anschließend wird die Konzentration von GH und Glukose im Blut in bestimmten Abständen gemessen. Nur bei Gesunden führt die Glukose zu einer Absenkung der Wachstumshormonspiegel. Bei bestehender Akromegalie fehlt diese Absenkung. Dies beweist die "autonome" Wachstumshormonausschüttung und damit die Akromegalie.

IGF-1 wird auch bestimmt

Da GH die Bildung des Wachstumsfaktors IGF-1 (Insulin-like-Growth-Factor-1) in der Leber anregt, wird zur Sicherung der Diagnose auch die Konzentration von IGF-1 im Blut bestimmt. Die Messung des IGF-1-Spiegels ist nicht nur zur Diagnostik, sondern auch zur Verlaufskontrolle der Akromegalie wichtig.

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