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Homöopathie gegen Potenzprobleme und sexuelle Unlust

Potenzprobleme und sexuelle Unlust sind weiter verbreitet, als viele glauben. Die Ursachen dafür können ganz unterschiedlich sein. Zur Klärung sollte deshalb immer ein Arzt aufgesucht werden. Unterstützend lassen sich Libido und Potenz oft mit homöopathischen Arzneimitteln steigern.

Älteres Paar verspielt im Bett
Sexuelle Unlust und Erektionsstörungen empfinden viele Paare als belastend. Natürliche Arzneimittel können das Sexleben unterstützen.
© iStock.com/kupicoo

Während viele Männer mit zunehmenden Alter häufig an Potenzproblemen leiden, ist sexuelle Unlust vor allem bei Frauen stark verbreitet: Etwa jede dritte Frau zwischen 18 und 59 Jahren gibt an, nur wenig Lust auf Sex zu haben. Bei Männern sind es in derselben Altersklasse etwa 16 Prozent.

Artikelinhalte auf einen Blick:

Homöopathische Aphrodisiaka: 15 natürliche Mittel für die Libido

Potenzprobleme und sexuelle Unlust haben viele Ursachen

Die Gründe, warum es mit Sex nicht klappt, sind vielfältig. So können organische Ursachen dafür verantwortlich sein: Erektionsstörungen treten mitunter aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus, Bluthochdruck oder Arteriosklerose auf – Krankheiten, die zu Durchblutungsstörungen führen. Auch Hormonveränderungen, Alkohol und Nikotin, sowie bestimmte Medikamente können Potenz und Libido schwächen. Und nicht zuletzt spielen womöglich psychologische Faktoren eine Rolle: So können sich Stress, Versagensängste und Probleme in der Partnerschaft oder im Job ebenfalls negativ auf das Sexualleben auswirken.

Wenn es im Bett nicht so klappt, wie man es sich wünscht, ist der Leidensdruck groß. Das Thema wird oft beharrlich ignoriert und totgeschwiegen. Hält dieser Zustand über einen längeren Zeitraum an, ziehen sich beide Partner immer weiter zurück, was die Partnerschaft schwer belasten kann. Deshalb ist es wichtig, sich rechtzeitig fachliche Hilfe zu holen. Ein Arztbesuch klärt ab, wo die Ursachen liegen. Manchmal können schon kleine Verhaltensänderungen, eine Medikamentenumstellung oder mehr Verständnis für den Partner viel bewirken.

Homöopathie: Häufige Irrtümer und Missverständnisse

Schonende Förderung von Libido und Potenz 

Homöopathische Arzneimittel können eine ärztliche Behandlung nebenwirkungsarm unterstützen. Hier stehen eine Reihe an Wirkstoffen zur Verfügung, die häufig auch für die Selbstmedikation geeignet sind.

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Dazu werden üblicherweise niedrige Potenzen von D3 bis D12 verwendet. Die Auswahl des richtigen homöopathischen Arzneimittels ist jedoch nicht immer leicht. Wenn Unsicherheiten bestehen, sollte deshalb möglichst immer der Apotheker oder ein erfahrener Homöopath um Rat gefragt werden. Letzterer bestimmt anhand einer detaillierten Anamnese das individuell passende Arzneimittel in der richtigen Potenz und Dosierung.

Homöopathische Aphrodisiaka 

Folgende homöopathischen Arzneimittel gelten als potenzfördernd beziehungsweise libidosteigernd: 

  • Agnus castus: Mönchspfeffer wird vor allem dann bei sexueller Unlust und Potenzproblemen eingesetzt, wenn diese in Zusammenhang mit Hormonschwankungen auftreten, zum Beispiel bei Frauen während der Wechseljahre. Agnus castus ist eine alte Heilpflanze, deren Beeren nachweislich eine hormonregulierende und entspannende Wirkung entfalten.

  • Acidum phosphoricum: Bei sexueller Schwäche, die auf Erschöpfung zurückzuführen ist, hilft unter Umständen Acidum phosphoricum. Leitsymptome sind hier eine ausgesprägte Schwäche und ein Gefühl des Ausgelaugtseins.

  • Damiana: Als schonender, aber effektiver sexueller Muntermacher bei Erektionsstörungen und Libidoverlust gilt Damiana, ein homöopathisches Arzneimittel auf Basis der Safranmalve.

  • Ginseng: Bei mangelnder Libido und sexueller Schwäche kann auch Ginseng helfen. Ein homöopathisches Medikament aus der gleichnamigen Wurzel kennen viele vor allem als Helfer für das Gedächtnis. Doch es wirkt auch luststeigernd, potenzstärkend und hilft außerdem gegen Erschöpfung.

  • Conium maculatum: Ist eine schwache oder nur kurzzeitige Erektion das Problem, kann Conium maculatum Besserung bringen. Neben Erektionsproblemen wird es auch bei Problemen mit der Prostata eingesetzt.

  • Selenium: Der homöopathische Wirkstoff ist vor allem als Arzneimittel bei Hautproblemen bekannt. Darüber hinaus wirkt Selenium positiv auf die männlichen Sexualorgane und Prostata. Daher wird es häufig gegen Impotenz, vorzeitigen Samenerguss sowie Prostatabeschwerden eingesetzt.

  • Lycopodium clavatum: Das Arzneimittel aus Bärlapp wird schwerpunktmäßig bei Beschwerden im Magen-Darm-Trakt eingesetzt, die mit heftigen Blähungen einhergehen. Darüber hinaus wirkt es auch positiv bei Versagensängsten, Lampenfieber und Unsicherheiten, die aufgrund eines zu geringen Selbstbewusstseins bestehen. Da Erektionsprobleme bei Männern mitunter von solchen Ängsten herrühren, kann die Gabe von Lycopodium auch zur Stärkung der Manneskraft hilfreich sein.

  • Sepia: Es ist das Pendant zu Lycopodium für Frauen, die an sexueller Unlust durch Stress, Überforderung und depressiver Stimmung leiden. Sepia kann helfen, um besser abzuschalten und sich leichter fallenzulassen.

  • Nux vomica: Bei Stressbeschwerden mit Erschöpfungszuständen und schwacher Libido bringt oft auch Nux vomica Besserung. Die Brechnuss gilt als eines der wichtigsten homöopathischen Arzneimittel gegen Stress und Überforderung, welche sich nur allzu häufig auch negativ auf das Sexualleben auswirken.

  • zum Interview

    Worauf es bei der homöopathischen Selbstbehandlung ankommt und bei welchen Anzeichen man besser ärztliche Unterstützung sucht, erklärt Internist und Homöopath Dr. Ulf Riker

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