Wenn Körper und Seele erschöpft sind

Acidum phosphoricum: Homöopathisches Stärkungsmittel

Geistige und körperliche Überforderung in Beruf und Privatleben rauben viel Energie und können dauerhaft zu Schwäche, Erschöpfung, Teilnahmslosigkeit und Müdigkeit führen. Hier kann das homöopathische Arzneimittel Acidum phosphoricum schonende Hilfe leisten.

Freundin tröstet eine andere mit Kummer
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Artikelinhalte auf einen Blick:

Psyche stärken: So hilft Homöopathie dabei

Indikationen von Acidum phosphoricum

Bewährt hat sich Acidum phosphoricum insbesondere zur nebenwirkungsarmen Behandlung von psychischer Überforderung, die durch

  • starken Kummer,
  • enttäuschte Liebe,
  • Heimweh,
  • Kränkung,
  • Ärger und
  • Überarbeitung zustande kommen kann.

Betroffene sind dann meist lustlos, antriebsschwach, unkonzentriert, müde und haben wenig Appetit. Typische Anzeichen für andauernde Überforderung und das Gefühl, ausgebrannt zu sein, sind außerdem Apathie und sexuelle Unlust.

Die Gabe von Acidum phosphoricum kann helfen, diese Beschwerden schonend zu lindern. Wichtig: Halten die Beschwerden länger an oder verschlimmern sich, kann es sich auch um eine Depression handeln, die immer ärztlich abgeklärt und behandelt werden muss.

Acidum phosphoricum bei körperlicher Erschöpfung

Das Homöopathikum wird auch verabreicht, wenn es zu körperlicher Schwäche und Erschöpfung infolge von Krankheiten mit starkem Flüssigkeitsverlust gekommen ist.

Typische Leiden, die für eine unterstützende Behandlung mit Acidum phosphoricum sprechen, sind Durchfallerkrankungen und Fieber mit starkem Schwitzen. Selbstverständlich muss hier immer erst die entsprechende Krankheit ursächlich behandelt werden. Wenn Betroffene im Nachgang aber über Schwindelgefühle, Schwäche, Kopfschmerzen, Frieren und Kreislaufprobleme klagen, kann Acidum phosphoricum schonend für Linderung sorgen.

Acidum phosphoricum auch bei Wachstums- und Schulkopfschmerzen

Acidum phosphoricum kann auch bei Kindern eingesetzt werden. Phosphorsäure kommt zum Beispiel zum Einsatz, um die körperliche Entwicklung von sehr zarten Säuglingen zu fördern. Darüber hinaus wird Acidum phosphoricum auch Kindern verabreicht, die sehr schnell wachsen und über Wachstums- und Knochenschmerzen klagen.

Betroffene Kinder sind zwar oft sehr lebhaft, aber eher blass und insgesamt von schwächlicher Konstitution. Typischerweise können sie sich schwer konzentrieren, fühlen sich häufig überfordert und brauchen viele Ruhepausen. Durch ständige Überforderung in der Schule neigen sie zu anhaltendem Kopfdruck, auch Schulkopfschmerzen genannt.

Acidum phosphoricum D6 und D12: Typische Potenzen und ihre Dosierung

Für die Selbstbehandlung mit Acidum phosphoricum werden in erster Linie niedrig dosierte Potenzen von D6 und D12 empfohlen. Die Einnahme des Arzneimittels kann dabei in Form von homöopathischen Tabletten, Tropfen oder Globuli erfolgen.

  • Erwachsene nehmen drei Mal täglich entweder fünf Globuli, fünf Tropfen oder eine Tablette.

  • Kinder bekommen jeweils drei Globuli, drei Tropfen in Wasser gelöst oder eine halbe Tablette.

  • Kleinkinder erhalten jeweils zwei Kügelchen. Säuglinge bekommen je einen Globulus in die Backentasche geschoben. Alternativ können auch entsprechend viele Tropfen der homöopathischen Lösung beziehungsweise Tablettenanteile in Wasser gelöst verabreicht werden.

Bessern sich die Beschwerden, darf die Anzahl der Gaben auf zweimal beziehungsweise einmal täglich reduziert werden. Sobald die Symptome verschwunden sind, sollte die Behandlung beendet werden.

In besonders hartnäckigen Fällen kann auch die Gabe von höheren Potenzen, etwa C30 oder noch höher, sinnvoll sein. Bei der Gabe von Hochpotenzen sollte allerdings keine Selbstbehandlung mehr erfolgen, sondern im Vorfeld immer ein*e erfahrene*r Homöopath*in um Rat gefragt werden.

Leitsymptome für die Anwendung von Acidum phosphoricum

Um herauszufinden, welches Arzneimittel bei welchem Krankheitsbild am besten hilft, sind in der Homöopathie immer die spezifischen Leitsymptome ausschlaggebend. Je mehr und ausgeprägter die Leitsymptome eines homöopathischen Arzneimittels beobachtet werden, umso passender ist das gewählte Mittel.

Folgende Beschwerden sprechen für die Behandlung mit Acidum phosphoricum:

  • ausgeprägte Schwäche
  • Erschöpfung
  • von Kummer und Heimweh wie betäubt
  • Müdigkeit
  • Antriebsschwäche, Apathie
  • Gleichgültigkeit
  • Haarausfall
  • Vergesslichkeit
  • Konzentrationsschwäche
  • Wachstumsschmerzen
  • Schulkopfschmerzen
  • Schweißausbrüche
  • Appetitlosigkeit
  • Schwindel
  • Schwarzwerden vor Augen
  • Überforderung
  • wässrige, schmerzlose Durchfälle
  • Blähungen
  • Fieber
  • Gewichtsabnahme
  • anhaltende Übelkeit
  • Herzklopfen
  • sexuelle Unlust

Acidum phosphoricum: Ähnlich wirkende Mittel

Folgende homöopathische Arzneimittel decken einen ähnlichen Wirkbereich wie Acidum phosphoricum ab und kommen damit ergänzend oder auch alternativ zur Behandlung infrage:

  • Ignatia: Wird ebenfalls bei Trauer oder Depression durch Kränkungen, Kummer sowie seelische Verletzungen gegeben. Anders als bei Acidum phosphoricum steht aber weniger die Erschöpfung im Mittelpunkt, sondern vor allem die Trauer sowie nervlich bedingte Leiden.

  • China: Der rote Chinarindenbaum gilt als wichtiges homöopathisches Arzneimittel, um körperliche Schwächezustände infolge von Flüssigkeitsverlusten zu behandeln, wie sie durch Stillen, starkes Schwitzen, Blutverlust und Durchfall entstehen können. Seelische Schwäche und Erschöpfung, bei denen die Anwendung von Acidum phosphoricum empfohlen wird, gehören dagegen nicht zu den Leitsymptomen von China.

  • Sepia: Das große Frauenmittel Sepia ist wie Acidum phosphoricum ebenfalls ein homöopathischers Polychrest und gilt als wirkungsvolle Arznei bei Gefühlen von Überforderung, innerer Leere, Ausgebranntsein sowie Gleichgültigkeit gegenüber Mitmenschen. Anders als Acidum phosphoricum zeigt Sepia außerdem eine starke Wirkung auf die weiblichen Geschlechtsorgane und wird bei Entzündungen sowie Menstruationsbeschwerden eingesetzt.

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