Pflanzenkraft fürs Altersherz

Weißdorn: Herzschwäche pflanzlich behandeln

Schon in der Antike setzten Ärzte auf Weißdorn, seit dem Mittelalter wird der Busch als herzstärkende Heilpflanze geschätzt. Alles über die Wirkungen von Crataegus erfahren Sie hier!

Weißdorn-Blüten
Gegen leichtere Herzbeschwerden haben sich pflanzliche Präparate mit Weißdorn bewährt.
© iStock.com/VIDOK

Weißdorn ist in ganz Mitteleuropa heimisch. Für pflanzliche Mittel mit Crataegus monogyna werden die Blüten sowie Blätter der dornigen Büsche verwendet, seltener auch die Beeren. Die Präparate kommen gegen milde Formen der Herzschwäche zum Einsatz.

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Die Heilpflanze hat eine ganze Reihe medizinischer Wirkungen. Sie ...

  • ... verbessert die Durchblutung und somit Sauerstoffversorgung des Herzens
  • ... erhöht die Schlagkraft und das Blutvolumen des Herzmuskels
  • ... stabilisiert den Herzrhythmus
  • ... senkt Bluthochdruck

Weißdorn bei nervösen Herzbeschwerden und zur Nachsorge

In Studien ließ sich außerdem beobachten, dass die Behandlung mit Weißdorn-Extrakt das psychische Befinden bei nervöser Unruhe bessert. Als Nachbehandlung nach einem Herzinfarkt, aber auch schweren Infekten stärkt Weißdorn den beanspruchten Herzmuskel. Darüber hinaus können Präparate mit der Heilpflanze zur Vorbeugung von Herzleiden beitragen, wenn sie über längere Zeit hinweg eingenommen werden.

Die beschriebenen Wirkungen beruhen in erster Linie auf Flavonoiden und Proanthocyanidinen. Letztere sind vermutlich für den gefäßentspannenden Effekt verantwortlich, beide Substanzen wirken darüber hinaus stark antioxidativ.

Herzinsuffizienz: An diesen Symptomen erkennen Sie die Herzschwäche

Dr. Heart / Expertenteam

Die Weißdorn-Inhaltsstoffe werden als Fertigarzneimittel verabreicht, etwa als Kapseln, Tabletten, Saft, Tinktur, Tee und Tropfen. Doch auch das Ausgangsmaterial – Blätter, Blüten und Beeren von Crataegus monogyna – ist prinzipiell ungiftig. Für eine ausreichende Wirkstoff-Menge empfiehlt es sich aber, auf standardisierte Fertigarzneien zu setzen.

Wirkung, Nebenwirkungen und Darreichungsformen von Weißdorn

Eine Doppelblindstudie aus der Schweiz kam zum Schluss, dass Weißdorn-Arzneimittel bei leichter Herzschwäche (Stadium NYHA II) wie dem sogenannten Altersherz helfen können. Die aktuelle Behandlungsleitlinie sieht einen Einsatz der Heilpflanze jedoch nicht vor, da der Wirksamkeitsnachweis unzureichend sei.

Wenn Sie es trotzdem mit Weißdorn versuchen wollen, sollten Sie wissen: Crataegus eignet sich eher zur langfristigen Vorbeugung und Nachsorge als zur Behandlung akuter Leiden. Häufig wird Weißdorn mit Fingerhut (Digitalis) kombiniert, der ebenfalls gegen Herzrhythmusstörungen und Herzinsuffizienz hilft.

Generell sollten Sie einen Arzt aufsuchen, wenn Sie anhaltende Herzbeschwerden haben oder diese sich verschlimmern. Nebenwirkungen sind durch Medikamente mit Weißdorn eher nicht zu erwarten; selten kommt es zu Schwindel und Magen-Darm-Beschwerden.

Dosierung: Wie viel Weißdorn ist okay?

Weißdornbeeren
Die Beeren von Crataegus monogyna enthalten genau wie Blätter und Blüten arzneilich wirksame Stoffe.
© iStock.com/nolitaa

In Weißdorn-Tee kommen nur Blüten und Blätter, nicht aber Beeren. Pro Tasse nimmt man rund eineinhalb Gramm der fein geschnittenen Teedroge. Die Tagesdosis sollte vier Tassen nicht überschreiten.

Die Dosierung von Arzneimitteln mit Crataegus schwankt je nach Darreichungsform, Alter und Erkrankung eines Patienten. Lesen Sie dazu die Anweisungen in der Packungsbeilage genau durch, lassen Sie sich in der Apotheke beraten oder wenden Sie sich bei Zweifeln an Ihren Arzt, auch was die Anwendung in der Schwangerschaft und Stillzeit betrifft.

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