Schmerzen

Schmerz: Opioide verbessern Lebensqualität

In Deutschland leben derzeit etwa 1,8 Millionen Menschen, die auf Grund einer Krebserkrankung unter so ausgeprägten Schmerzen leiden, dass meist ein starkes Opioid erforderlich ist. Viele Patienten haben jedoch Vorurteile gegen die Therapie. Etwa die Hälfte verzichtet auf die Medikamente und leidet dadurch unnötig.

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Keine Angst vor starken Schmerzmitteln: Opioide verbessern die Lebensqualität und ihre Nebenwirkungen lassen sich gut kontrollieren.
(c) George Doyle

Bei einer Behandlung mit Opioiden haben viele Patienten - und auch Ärzte - noch immer Bedenken. Zum einen bestehen Ängste vor einer Abhängigkeit und zum anderen gibt es Befürchtungen, dass die Wirksamkeit im Laufe der Zeit nachlässt und aus diesem Grund die Dosis zunehmend erhöht werden muss. Wie jedoch der Präsident der Deutschen Schmerzgesellschaft, Dr. Gerhard Müller-Schwefe, auf dem Deutschen Schmerztag in Frankfurt betonte, stellt eine effiziente Schmerztherapie einen wesentlichen Baustein in der Behandlung von Krebspatienten dar. Diese ist mit den heute verfügbaren Schmerzmedikamenten gut und risikoarm möglich.

So hat nach Angaben von Müller-Schwefe beispielsweise die Erhöhung der Opioid-Dosis, die häufig mit der Zeit notwendig ist, nichts mit einer Toleranzentwicklung zu tun. Als mögliche Ursachen nannte er das Fortschreiten der Erkrankung und Folgen von Behandlungsmaßnahmen wie Chemotherapie oder Operation. Der Göppinger Schmerztherapeut wies darauf hin, dass die Erkrankten die Opioid-Therapie im fortgeschrittenen Krebsstadium zwar häufig lebenslang anwenden müssen, auf diese Weise ihre Lebensqualität jedoch auch deutlich verbessert werden kann.

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Letzte Aktualisierung: 18. Januar 2013
Quellen: Nach Informationen des Deutschen Schmerztags in Frankfurt, 3/2005

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