Augenprobleme lindern

Lidzucken: 15 Ursachen und was wirklich hilft

Wenn das Augenlid unwillkürlich flattert und zuckt, macht das mehr als nervös. Lidzucken entsteht vor allem durch Stress, aber auch Bluthochdruck und andere Krankheiten können die Ursache sein. Deshalb bekommen viele Angst, wenn das Augenlid auch nach Tagen nicht zur Ruhe kommt. Doch es gibt wirksame und ganz einfache Wege, das Lidzucken zu lindern.

Lidzucken
Lidzucken kann Symptom eines Magnesium- oder Vitamin-B-Mangels sein. Doch es gibt auch andere Ursachen, die weniger harmlos sind.
iStock

Vermutlich hat jeder das lästige Lidzucken schon einmal am eigenen Leib erlebt. Egal ob es jüngere Menschen oder Senioren betrifft: Wenn das Augenlid scheinbar ohne Auslöser zuckt, fühlt sich jeder massiv gestört. Das Lidzucken beeinträchtigt das Sehen und macht nervös. Denn es lässt sich durch unseren Willen nicht beeinflussen. Medizinisch nennt sich das Phänomen Faszikulationen, also unwillkürliche Muskelzuckungen. Meist ist nur ein Lid davon betroffen.

Auch wenn Sie meinen, jeder müsste sehen, dass Ihr Augenlid zuckt: Die Bewegung ist so minimal, dass Ihr Gegenüber das meist gar nicht wahrnimmt. Trotzdem irritiert es, vor allem dann, wenn das Zucken länger anhält. Denn Lidzucken kann nur ein paar Sekunden dauern und dann wieder verschwinden, oder jedoch über Wochen bis monatelang anhalten beziehungsweise ständig wiederkommen.

Hilfe bei Lidzucken: Die besten Tipps

Ursachen für unwillkürliches Lidzucken

Auslöser von zuckenden Augenlidern ist ein Krampf des ringförmigen Muskels um das Auge. Er ist verantwortlich für das Öffnen und Schließen des Lids. Ausgelöst wird der Muskelkrampf durch gereizte Nerven.

Für diese Nervenreizung mit anschließender Verkrampfung und Lidzucken kommen verschiedene Ursachen infrage. Die meisten sind eher harmlos, andere jedoch sind das Symptom einer ernsthaften Erkrankung. Das sind die möglichen Auslöser eines zuckenden Lids:

  1. Zugluft reizt die Nerven am Auge. Häufig entsteht Lidzucken etwa beim Cabriofahren.

  2. Stress: Der Körper schüttet dabei Hormone aus, die den gesamten Körper und besonders die Nerven unter Hochspannung setzen. Die besonders empfindlichen Nerven am Auge reagieren dann leicht mit einem Feuerwerk an Impulsen, welches wiederum den Lidmuskel zucken lässt.

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  1. Überanstrengte Augen etwa durch Computerarbeit und langes Starren auf den Monitor

  2. Falsche Brille, wodurch die Augen überlastet werden

  3. Bindehautentzündung: Ist die Bindehaut gereizt, reagieren auch die Nerven, die für die Augenmuskeln verantwortlich sind, manchmal sensibel und beginnen, unkontrolliert Impulse zu senden.

  4. Schlafmangel: Der Organismus kann sich nicht ausreichend regenerieren, wenn Schlaf fehlt. Das zeigt sich zuerst an gereizten Nerven und überanstrengten Augen.

  5. , überstrapaziert und schädigt die Nerven. Erstes Anzeichen können Muskelzuckungen zum Beispiel am Augenlid sein.

  6. Nikotin schadet den Nerven ähnlich wie Alkohol.

  7. Kaffee setzt die Nerven unter Hochspannung und führt zu einem höheren Muskeltonus.

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      Haferflocken, Tofu, Kerne: Hätten Sie gewusst, welche Lebensmittel den Magnesiumbedarf am besten abdecken?

    Magnesiummangel äußert sich in Zittern und Krämpfen.

  8. Vitamin-B-Mangel führt zu allgemeiner Nervenschwäche.

  9. Bluthochdruck setzt den gesamten Organismus unter Stress. Im Gehirn kann ein unter hohem Blutdruck pulsierendes Gefäß den Nerv, der den Lidmuskel anregt, irritieren. Das äußert sich in Lidzucken.

  10. Verschiedene neurologische Erkrankungen können ebenfalls mit Lidzucken einhergehen, wenn die Impulsübertragung der Nerven verändert ist. Das ist etwa bei einer Neuropathie der Fall.

  11. Schilddrüsenüberfunktion: Wenn der Stoffwechsel viel zu schnell läuft, überanstrengt das auf Dauer den Körper und äußert sich unter anderem in Lidzucken.

  12. Hirntumor: Wenn sich ein Tumor dort ausbreitet, wo die Nerven für die Augenlider verlaufen, kann sich das in Lidzucken äußern.

Ist Lidzucken gefährlich?

Meist ahnen Betroffene selbst schon, was die Ursache für ihr Lidzucken sein könnte: etwa, wenn man ausgiebig gefeiert hat, sehr viel Stress ausgesetzt ist oder viel raucht. Häufig lassen sich diese Faktoren beeinflussen. Dazu gehören beispielsweise Alkohol- und Nikotinverzicht sowie ausreichender Schlaf (rund sieben Stunden pro Nacht).

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Leide ich an Magnesiummangel?

Magnesium ist ein lebenswichtiges Elektrolyt, das unser Körper nicht selbst herstellen kann. Normalerweise ist das unproblematisch, da wir genügend Magnesium mit unserer Nahrung aufnehmen. In manchen Fällen wird der Mineralstoff aber nicht richtig verwertet – ein Mangel entsteht, der auf schwerwiegende Erkrankungen hinweisen kann. Mit unserem Test bekommen Sie eine erste Einschätzung, ob Sie an Magnesiummangel leiden könnten – der Selbsttest ersetzt allerdings nicht den Besuch beim Arzt.

Hält das Lidzucken jedoch über Tage hinweg an, ist es besonders stark ausgeprägt oder tritt immer wieder auf, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Er kann feststellen, ob das Lidzucken Anzeichen einer ernsthaften Erkrankung ist – etwa von einer Schilddrüsenüberfunktion, Bluthochdruck, einer neurologischen Erkrankung oder einem Hirntumor. Das ist jedoch nur sehr selten der Fall.

Das hilft, wenn das Augenlid zuckt

Zum Arzt sollten Sie jedoch auch dann gehen, wenn die Änderung der Lebensstil-Risikofaktoren nicht hilft oder wenn folgende Maßnahmen und Tipps keinen Erfolg bringen:

  • Nehmen Sie täglich Magnesium ein. Der Mineralstoff beeinflusst die Muskelanspannung. Magnesiummangel zeigt sich durch Muskelkrämpfe und Herzflattern. Eine Überdosierung von Magnesium ist in der Regel ungefährlich, es kann allenfalls zu Durchfall kommen.

  • Achten Sie auf ausreichende Vitamin-B-Zufuhr. B-Vitamine stärken die Nerven, sie stecken vor allem in Eigelb und Fleisch. Wer von diese Lebensmitteln nicht oder kaum essen möchte, ist mit entsprechenden Nahrungsergänzungsmitteln gut beraten.

  • Entspannen Sie sich. Das funktioniert gut mit autogenem Training oder Muskelentspannung nach Jacobson.

  • Nutzen Sie beruhigende Heilpflanzen wie Baldrian, Hopfen oder Passionsblume. Diese können die Funktion überreizter Nerven normalisieren.

  • Verzichten Sie eine Zeitlang auf Kaffee. Zu viel Koffein kann die Nerven ebenfalls überreizen und Lidzucken auslösen. Dabei sind die Grenzen sehr individuell. Während für den einen drei Tassen Kaffee pro Tag völlig unproblematisch sind, reagiert ein anderer darauf empfindlich – vor allem, wenn weitere Stressfaktoren für die Nerven dazukommen.

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