Früherkennung

Mit PSA-Bestimmung Früherkennung des Prostatakarzinoms

Die Bestimmung des sogenannten PSA-Werts im Blut gilt als wichtigste Vorsorgeuntersuchung zur frühzeitige Entdeckung von Prostatakrebs. Darüber hinaus hat sich die rektale Tastuntersuchung der Prostata bewährt.

Mit PSA-Bestimmung Früherkennung des Prostatakarzinoms
Seit dem Jahre 1988 kann das Prostata-spezifischen Antigens (PSA) im Blut per PSA-Bestimmung Aufschluss geben.
(c) Stockbyte

Jeder Mann in Deutschland kann heute ab dem 45. Lebensjahr einmal jährlich das gesetzliche Früherkennungsprogramm mithilfe der PSA-Bestimmung in Anspruch nehmen. Bisher tut das nur etwa jeder sechste Mann regelmäßig. Ein wesentlicher Bestandteil dieses Programms ist die Untersuchung der Prostata und die Bestimmung des Prostata-spezifischen Antigens (PSA) im Blut auf das Vorliegen eines Prostatakarzinoms.

Seit dem Jahre 1988 kann das Prostata-spezifische Antigen (PSA) im Blut per PSA-Bestimmung Aufschluss geben. Diese PSA-Bestimmung im Blut wird allerdings derzeit in Deutschland von den Krankenkassen ohne begründeten Verdacht nicht im Rahmen der Früherkennung bezahlt.

Die meisten Erfahrungen und Daten zur Früherkennung mit per PSA-Bestimmung liegen in den USA vor. Seit dem Jahre 1991 werden durch das PSA "Screening" bei der Erstdiagnose wesentlich mehr lokalisierte Prostatakarzinome ohne Metastasen erfasst als vor der Einführung der PSA-Bestimmung (85 % sind lokal oder regional begrenzt; USA, Jahr: 2002).

PSA ist wahrscheinlich der beste Tumormarker in der Medizin, aber leider auch kein vollkommener Marker. Erhöhte Werte bei der PSA-Bestimmung finden sich auch bei z. B. gutartigen Prostataerkrankungen oder -entzündungen. Andererseits haben nicht alle Prostatakarzinom-Patienten einen erhöhten PSA-Wert bei der Diagnose.

Spezialisten sind bei der Vorsorge gefragt

Trotz dieser Einschränkung sollte bei wiederholter Messung (zweifach) eines erhöhten PSA-Wertes im Serum (Grenzwert 4 ng/ml) eine ultraschallgestützte Stanzbiopsie der Prostata (mind. 6 Proben) durch einen Urologen vorgenommen werden. Dieser Grenzwert ist jedoch vom verwendeten Testsystem abhängig.

Entscheidend für eine sinnvolle Prostatakarzinom-Vorsorge ist, dass die PSA-Bestimmung und die DRE von einem erfahrenen Spezialisten, d. h. in der Regel von einem Urologen durchgeführt werden. Nur ein solcher Spezialist ist imstande, die Ergebnisse richtig zu interpretieren und notwendige Folgeuntersuchungen zu veranlassen.

PSA-Bestimmung: Selbsttests sind zu ungenau

Die PSA-Bestimmung im Blut mit Teststreifen bzw. Schnelltesten (zum Teil in der Apotheke erhältlich) kann wegen zu großer Ungenauigkeit nicht empfohlen werden.

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