Schmerzen und Langzeitfolgen verhindern

Gürtelrose: Wie eine Impfung vor der Krankheit schützen kann

Der Name Gürtelrose mag harmlos klingen – doch die Erkrankung kann Nerven schädigen und starke Schmerzen sowie Langzeitfolgen verursachen. Sie sollte deshalb nicht unterschätzt werden. Eine Impfung gegen Gürtelrose kann schützen. Lesen Sie, an welchen Symptomen man die Krankheit erkennt und für wen eine Impfung besonders infrage kommt.

Doctor vaccinating a senior woman
© GlaxoSmithKline/Shutterstock/Yuganov Konstantin

Schmerz lass nach: Gürtelrose ist eine ernstzunehmende Viruserkrankung

Gürtelrose (Herpes Zoster) ist eine Erkrankung, die durch das Windpocken-Virus (Varizella-Zoster-Virus) ausgelöst wird. Der eher ungefährlich klingende Name Gürtelrose führt leicht in die Irre. Denn harmlos ist diese oft schmerzhafte Erkrankung bei Weitem nicht. In bis zu 30 Prozent der Fälle treten zudem Komplikationen bis hin zu monatelangen, mitunter sogar dauerhaften, starken Nervenschmerzen auf.

Beim Varizella-Zoster-Virus handelt es sich um ein Virus, das zwei Erkrankungen auslösen kann: Windpocken und Gürtelrose. Zuerst erkranken Personen an den sehr ansteckenden Windpocken, erst in der Folge – meist viele Jahrzehnte später – kann sie dann eine Gürtelrose treffen. Denn nach Abklingen der akuten Windpocken wandert das Varizella-Virus in die Nervenwurzeln im Bereich des Rückenmarks oder der Hirnnerven und verbleibt inaktiv lebenslang im Körper. So kommt es, dass mehr als 95 Prozent der Menschen über 60 Jahre den inaktiven Erreger in sich tragen.

Grafik Gürtelrose
© GlaxoSmithKline

Vom Immunsystem wird das inaktive Virus in Schach gehalten. Nehmen die Abwehrkräfte ab, wie beispielsweise ganz natürlich im Alter, kann der Erreger wieder aktiv werden. Deshalb sollten Menschen, die Windpocken hatten, ein besonderes Augenmerk auf die Stärkung ihres Immunsystems legen. Das gilt auch für Menschen mit einem erhöhten Risiko für Gürtelrose oder einem erneuten Auftreten der Erkrankung: Denn, egal wie gesund der Lebensstil auch ist, ab etwa dem 50. Lebensjahr wird das Immunsystem altersbedingt zunehmend schwächer. Daneben können Grunderkrankungen wie Diabetes mellitus oder rheumatoide Arthritis ebenfalls die Abwehrkräfte verringern.

Gut zu wissen!

Als AHA-Formel sind wichtige Verhaltensregeln zum Infektionsschutz zusammengefasst: Abstand halten (A), Hygiene beachten (H), Alltag mit Maske (A) sowie die Nutzung der Corona-Warn-App (+A) oder Lüften (+L). So sinnvoll und wichtig die Regeln sind, gegen Erreger, die sich bereits im Organismus befinden, können sie leider nicht helfen. AHA Regeln (AHA + A und AHA + L) senken zwar das Risiko für eine Infektion mit Coronaviren maßgeblich, bei Gürtelrose können sie dies jedoch nicht erreichen. Denn die meisten Menschen tragen das Virus bereits in sich. Sie haben somit das Risiko, dass die Erkrankung bei ihnen ausbrechen kann.

Gürtelrose anhand von Symptomen erkennen

Symptome: Wie erkennt man Gürtelrose?

Bei Gürtelrose treten in den ersten zwei bis drei Tagen nach einer Infektion zunächst unspezifische Krankheitsanzeichen auf, die sich wie eine Grippe anfühlen können. Dazu gehören etwa Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Fieber. Lokal können zudem bereits jetzt schon Juckreiz und Schmerzen hinzukommen. Erst nach den ersten Symptomen bildet sich der für Gürtelrose charakteristische Ausschlag, der sich wie ein Band um einen Körperbereich legt. Anders als der Name vermuten lässt, muss es nicht zwingend die Gürtelregion sein – häufig befindet sich der Ausschlag am Rumpf, an den Beinen oder im Gesicht. Dort kann die sogenannte Augenrose im schlimmsten Fall durch Schädigungen des Sehnervs bis hin zur Erblindung führen.

Auch starke, als brennend bis stechend beschriebene Schmerzen treten häufig im Zusammenhang mit Gürtelrose auf. Diese entstehen aufgrund einer Schädigung von Nerven und Nervenbahnen durch das Virus. Die Behandlung kann sich schwierig gestalten: Denn die Schmerzen äußern sich individuell sehr unterschiedlich und müssen daher an den jeweiligen Fall angepasst behandelt werden. Dabei ist es wichtig, die richtige Art und Dosierung der Schmerzmedikamente auszuwählen.

Frühzeitig ärztliche Hilfe suchen

Durch eine akute Gürtelrose, aber auch durch Langzeitfolgen wie die schmerzhafte Post-Zoster-Neuralgie (PZN), an denen bis zu 30 Prozent der Betroffenen leiden, kann der Alltag von Erkrankten erheblich eingeschränkt werden. Vor allem durch die für Gürtelrose typischen Schmerzen wird die Lebensqualität oftmals sehr und nicht selten dauerhaft eingeschränkt – im schlimmsten Fall isolieren sich erkrankte Menschen Zu Hause oder entwickeln eine Depression. Deshalb sollten Betroffene frühzeitig ärztliche Hilfe suchen, sobald sie Symptome einer möglichen Gürtelrose feststellen. Dazu sollte bei Schmerzen ein*e Neurolog*in hinzugezogen werden. Damit stehen die Chancen deutlich besser, die Symptome zu lindern und den Alltag ohne Einschränkungen fortführen zu können.

Warum bei Gürtelrose eine Impfung so wichtig ist

Eine Impfung kann vor Gürtelrose sowie möglichen Komplikationen und Spätfolgen schützen. Seit 2018 empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) allen Menschen über 60 Jahren sowie Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder chronischen Krankheiten ab einem Alter von 50 Jahren eine Impfung gegen Gürtelrose. Es handelt sich um eine Doppelimpfung im Abstand von zwei bis sechs Monaten.

Wer sich neben einer Corona-Impfung auch gegen Gürtelrose impfen lassen möchte, muss laut STIKO dabei keinen zeitlichen Mindestabstand bei sogenannten Totimpfstoffen mehr berücksichtigen. Bei Fragen berät die Hausärztin oder der Hausarzt. Auch die beginnende Grippesaison im Herbst ist ein günstiger Anlass, um beim Besuch der Hausarztpraxis den Impfpass prüfen zu lassen. Laut STIKO können die Impfungen gegen Grippe und Gürtelrose beispielsweise auch kombiniert oder kurz nacheinander durchgeführt werden.

Auch nach Windpocken oder Gürtelrose impfen lassen

Was viele nicht wissen: Jeder, der schon einmal Windpocken hatte, kann später eine Gürtelrose bekommen. Auch wer schon einmal Gürtelrose hatte, sollte über eine Impfung nachdenken. Denn das Virus kann jederzeit wieder ausbrechen

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Was ist Gürtelrose?

NP-DE-ZGX-VID-190001, Feb20

Weitere Informationen zu Gürtelrose und einer Impfung auf impfen.de/guertelrose – eine Initiative von GSK.

NP-DE-HZX-ADVR- 210059

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