Schmerzhafte Hautunreinheit

Pickel am Po loswerden: Was hilft bei Buttne?

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Schmerzhaft, lästig und sogar gefährlich: Pickel am Po sind oftmals mehr als ein rein kosmetisches Problem. Die entzündeten Poren in der Gesäßregion können sich durch das Eindringen von Darmkeimen noch weiter infizieren und sogar eine Blutvergiftung auslösen. Welche Ursachen für Pickel am Po gibt es?

Pickel am Po
© Getty Images/Staras

Pickel am Po können Frauen und Männer gleichermaßen betreffen, die Pusteln am Gesäß werden oftmals mit der Wortneuschöpfung "Buttne" (zusammengesetzt aus dem Englischen "Butt" und Akne) beschrieben.

Die Hautunreinheiten verursachen nicht nur Schmerzen beim Sitzen, sie lösen häufig Scham aus, weshalb Betroffene oftmals erst spät hautärztlichen Rat einholen. Doch gegen unreine Haut im Intimbereich und am Po lässt sich etwas tun.

Artikelinhalte im Überblick:

Lästige Pickel: Was hilft gegen Akne?

Pickel am Po: Ursachen und Risikofaktoren

Die meisten Menschen leiden im Laufe ihres Lebens mindestens einmal an einem Pickel am Po oder im Genitalbereich. Luftundurchlässige Unterwäsche aus Synthetikfasern, Schwitzen und Reibung durch scheuernde Hosen oder andere Kleidungstücke führen zu Hautreizungen und begünstigen die Entstehung von verstopften Poren und Pickeln. Auch durch Rasieren des Pos und der Region um den After herum können Pickel entstehen.

Kommt es einmal zu einem Pickel am Po ist dies in der Regel kein Grund zur Sorge, treten allerdings wiederholt große Pickel am Po und in den Gesäßfalten auf, sollte den Ursachen auf den Grund gegangen werden. Pickelchen können außerdem auch durch einen Hautausschlag bedingt sein.

Ursachen und Risikofaktoren für Pickel am Po:

  • Ungesunde Ernährung
  • Stress
  • Übermäßige Hygiene und ein verändertes Hautmikrobiom (schützende Mikroorganismen)
  • Kosmetika und reizende Inhaltstoffe von Pflegeprodukten
  • Hormonelles Ungleichgewicht

Verschiedene Formen von Akne

Schwere Formen der Akne können neben dem Hals und Gesicht auch andere Teile des Körpers betreffen, wie den Rücken oder Po. Bei der Akne conglobata kommt es zu eitrigen Pusteln und verkapselten Abszessen, diese können auch am Gesäß vorkommen.

Darüber hinaus werden Pickel am Po sehr häufig durch Akne inversa (Hidradenitis suppurativa) verursacht, einer chronischen Autoimmunerkrankung, die mit eitrigen Pickeln vor allem in den Achselhöhlen sowie im Intimbereich, am Damm und Po einhergeht. Die Eiteransammlungen liegen meist unter der Haut, in schwerwiegenden Fällen kommt es zu kleinen mit Eiter gefüllten Gängen und Verbindungen zu anderen Organen, Fachleute sprechen auch von Fistelbildung.

Pickel am Po: Niemals ausdrücken

Pickel am Po und anderen Stellen am Körper entstehen, wenn Poren und Talgdrüsen etwa durch Schweiß, Talg oder abgestorbene Hautzellen verstopfen und sich Bakterien dort vermehren. Es kommt zu einer Entzündung mit Eiterbildung.

Neben Pickeln gibt es noch weitere Entzündungen der Haut:

  • Furunkel: Ein Furunkel ähnelt einem Pickel sehr und entsteht manchmal daraus. Allerdings ist ein Furunkel größer und sitzt tiefer in der Haut. Es handelt sich dabei um einen entzündeten Haarfollikel.

  • Karbunkel: Ein Karbunkel entsteht aus einem Zusammenschluss mehrerer Furunkel.

  • Abszess: Ein Abszess ist eine mit Eiter gefüllte Verkapselung. Die Entzündung kann am ganzen Körper vorkommen, auch an Organen. Abszesse können mehrere Zentimeter groß werden und extrem schmerzhaft sein, insbesondere bei Druckausübung. Platzt ein Abszess und ergießt sich der Eiter nach innen, kann es zu lebensbedrohlichen Komplikationen wie einer Blutvergiftung (Sepsis) kommen.

Pickel am Po können leicht mit Furunkeln und Abszessen verwechselt werden, daher sollten die kleinen Pusteln niemals selbst geöffnet und der Eiter nach außen hin entleert werden: Ausdrücken ist dringend zu vermeiden.

Neben der Verwechslungsgefahr können zudem Bakterien aus dem Darm in die offene Wunde gelangen und ebenso zu einer schwerwiegenden Entzündung oder einer Blutvergiftung führen.


Pickel am Po: Wann ärztlicher Rat notwendig ist

In der Regel heilt ein Pickel auch ohne medizinische Behandlung innerhalb weniger Tage von selbst wieder ab.

Schmerzt der Pickel allerdings sehr, verschlimmern sich die Beschwerden oder fühlt sich der Pickel unter der Haut verkapselt an, dann ist dermatologischer Rat einzuholen. Auch bei wiederkehrenden Pickeln und Pusteln am Po und in der Gesäßfalte sollte eine hautärztliche Abklärung erfolgen und die genauen Ursachen festgestellt werden.

Diagnose und Untersuchungen bei Pickeln am Po

In einem Anamnesegespräch werden zunächst die genauen Beschwerden erfasst. Ebenso relevant für die Diagnose ist, wie lange die Pickel schon bestehen, ob es Vorerkrankungen gibt oder neue Hautpflegeprodukte verwendet werden. Da Akne inversa zum Teil erblich bedingt ist, spielt auch die familiäre Vorgeschichte eine Rolle.

Meist kann der*die Hautarzt*Hautärztin bereits nach einer eingehenden Betrachtung und nach Abtasten des Pickels die genaue Diagnose stellen. Trotzdem wird in manchen Fällen noch eine Blutuntersuchung durchgeführt, um mögliche Ursachen, wie hormonelles Ungleichgewicht, für die Pickel am Po genau abzuklären beziehungsweise ausschließen zu können.

Behandlung: Wie werden Pickel am Po behandelt?

Die Behandlung von Pickeln am Po richtet sich nach der Ursache. Zunächst ist es wichtig, auslösende Faktoren zu meiden. Ist etwa die falsche Unterwäsche der Grund für die wiederkehrenden Pickel, sollte zukünftig auf atmungsaktive Unterhosen aus Baumwolle gesetzt werden. Auch der Verzicht auf Rasieren kann das Problem in manchen Fällen beheben.

Liegt eine Akne inversa vor, werden oftmals antibiotische Salben oder spezielle Peelings verschrieben. Bei hormonell bedingter Akne kann auch manchmal die Einnahme von Hormonpräparaten wie der Pille zu einer Linderung der Beschwerden führen.

Zur akuten Behandlung eines Pickels können Zinksalben, Zugsalben und antibiotische Gels und Cremes mit Wirkstoffen wie Fusidinsäure eingesetzt werden. Sie helfen meist schnell gegen die Entzündung.

Handelt es sich um einen großen Pickel, der tief liegt, einen Furunkel oder auch Abszess, muss die Eiteransammlung oftmals chirurgisch entfernt werden, um Komplikationen zu verhindern. Dann wird der Eiterherd von dem*der Hautarzt*Hautärztin mit einem kleinen Schnitt geöffnet, sodass der Eiter abfließen kann. Die Wunde wird desinfiziert und gereinigt und abschließend mit einem sterilen Pflaster oder Verband abgedeckt, sodass keine Krankheitserreger eindringen können.

Hausmittel bei Buttne: Was hilft gegen Pickel am Po?

Das Wichtigste bei Pickeln am Po ist es, diese nicht auszudrücken und weitere Reizung etwa durch Reibung zu vermeiden. Zudem kann es sinnvoll sein, den Pickel und das umliegende Hautgewebe sanft zu desinfizieren und die Einschleppung weiterer Keime zu verhindern. Ein geeignetes Hausmittel sind Sitzbäder mit Kamille, sie können Linderung verschaffen und gegen die Entzündung wirken.

Teebaumöl wird häufig als Hausmittel gegen Pickel eingesetzt, es soll antibakteriell und entzündungshemmend wirken. Die Heilwirkung ist allerdings bislang nicht ausreichend wissenschaftlich belegt. Allerdings kann Teebaumöl zu Hautreizungen und allergischen Reaktionen führen, es sollte daher nur verdünnt auf die Haut aufgetragen werden.

Tipps: Pickel am Po vorbeugen

Pickeln am Po kann mit einer passenden Unterwäsche und Kleidung in vielen Fällen gut vorgebeugt werden. Verzichtet werden sollte auf synthetische Stoffe, scheuernde und zu eng anliegende Kleidung. Auch Strumpfhosen aus Nylon und anderen Kunststofffasern können ein feuchtwarmes Klima schaffen, in dem sich Keime leicht vermehren und zu Pickeln und anderen Entzündungen führen können.

Darüber hinaus kann eine gesunde und zuckerarme Ernährung dazu beitragen, Pickeln und Mitessern vorzubeugen. Ein pH-hautneutrales Duschgel beziehungsweise eine entsprechende Waschlotion schützen zudem das Mikrobiom der Haut vor ungesunden Veränderungen.

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