Früherkennung

Neuer Ansatz in der Krebsfrüherkennung

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Tumorspezifische Antikörper im Blut könnten zukünftig zur Krebs-Früherkennung genutzt werden.
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Forscher tüfteln an einer Methode der Früherkennung von Krebserkrankungen, bei der gezielt Tumor-spezifische Antikörper im Blut als Marker genutzt werden.

Antikörper sind regelrechte Multitalente. Sie sind wichtige Waffen des Körpers im Kampf gegen Krankheitserreger und auch aus der Forschung nicht mehr wegzudenken. So lassen sie sich etwa nutzen, um nachzuweisen, dass das Immunsystem auf Krebszellen reagiert. Professor Dr. Dirk Jäger vom Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg hat gemeinsam mit Forschern des Ludwig Institut für Cancer Research (LICR) News York Antikörperantworten von Patienten untersucht. Die Ergebnisse könnten zu neuen Ansätzen zur Früherkennung von Eierstock- und Bauchspeicheldrüsenkrebs beitragen.

Die Forscher untersuchten die Antikörperantworten von Patienten gegen mehr als 8000 verschiedene Tumor-spezifische Eiweiße. Die Antikörper wurden aus Blutproben von Gesunden und Patienten mit Eierstock- oder Bauchspeicheldrüsenkrebs gewonnen. Im Blut der Eierstockkrebs-Patienten fanden sich mehr Antikörper als im Blut von Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs. Dirk Jäger mutmaßt, dass diese Beobachtung die schlechte Prognose von Bauchspeicheldrüsenkrebs erklärt. Ihr Immunsystem scheint die Krebszellen schlechter zu erkennen.

Aussagekräftige Marker

Mithilfe der Antikörperantwort der Patienten könnte es in Zukunft außerdem möglich sein, eine Krebserkrankung frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Die Heilungschancen wären in diesem Fall ungleich höher. Das „cancer seromics“-Programm, das untersucht, welcher Antikörper mit welchem Protein im Tumor reagiert, hat es sich zum Ziel gesetzt, aussagekräftige Marker für die Früherkennung zu finden. Außerdem sollen neue Impftherapien entwickelt und neue immuntherapeutische Ansätze in der Krebstherapie erforscht werden.

Autor: Sibylle Fünfstück
Letzte Aktualisierung: 08. April 2010
Quellen: Nach Informationen des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg

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