Nebenwirkungen bei Krebstherapie

Akupunktur lindert Hitzewallungen

Akupunktur gegen Hitzewallungen
Hitzewallungen und Schweißausbrüche lassen sich mit Akupunktur effektiv und langanhaltend behandeln.
Getty Images/BananaStock RF

Hitzewallungen und Schweißausbrüche, die als Nebenwirkungen der Krebstherapie auftreten können, lassen sich mit Akupunktur effektiv und langanhaltend behandeln.

Viele Frauen mit Brustkrebs leiden als Folge ihrer Hormontherapie unter wiederkehrenden Hitzwallungen und Schweißausbrüchen. Bisher sollten Medikamente den unangenehmen Wallungen ein Ende bereiten. Forscher des Henry Ford Hospitals in Detroit haben nun bei Versuchen festgestellt, dass Akupunktur der medikamentösen Krebstherapie einiges voraushat. Die feinen Nadeln sind genauso effektiv wie Tabletten, wirken jeder länger und verbessern außerdem das allgemeine Wohlbefinden der Frauen.

Das Forscherteam um Eleanor Walker testete die Wirkung von Akupunktur an Brustkrebspatientinnen onkologischer Kliniken des Henry Ford Hospitals. Sie unterteilten die 50 Probandinnen in zwei Gruppen. Die Teilnehmerinnen der ersten Gruppe wurden zwölf Wochen lang parallel zur Krebstherapie mit Akupunktur behandelt, während sich die Frauen der zweiten Gruppe einer medikamentösen Therapie mit dem häufig verschriebenen Medikament Venlaflaxin unterzogen. Die Patientinnen der ersten Gruppe ließen sich in den ersten vier Wochen zweimal pro Woche mit den feinen Nadeln behandeln. Im weiteren Verlauf der Untersuchung erfolgte nur noch einmal wöchentlich eine Akupunktur-Behandlung. Nach zwölf Wochen wurden die Therapien eingestellt und die Frauen ein weiteres Jahr lang von den Forschern beobachtet. Als Hausaufgabe galt es für alle Teilnehmerinnen Anzahl und Ausmaß der Hitzewallungen und Schweißausbrüche zu notieren, sowie ihren allgemeinen Gesundheitszustand festzuhalten.

Die Auswertung dieser Daten ergab, dass alle Teilnehmerinnen während der Krebstherapie nur noch halb so oft von Hitzewallungen und depressiven Symptomen betroffen waren. Nach Beendigung der Therapien häuften sich die Hitzewallungen bei den medikamentös behandelten Frauen jedoch wieder. Bei den Teilnehmerinnen, die die Akupunktur-Therapie erfahren hatte, blieb die Häufigkeit der Hitzewallungen selbst drei Monate später noch konstant niedrig. Außerdem berichteten sie, sich energiegeladener und zuversichtlicher zu fühlen, wovon auch ihr Sexualleben profitierte.

Autor: Lifeline
Letzte Aktualisierung: 16. Oktober 2012
Quellen: Nach Informationen des Henry Ford Hospitals

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