Kopfschmerzen: Diagnose

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Plötzlich auftretende sehr starke Kopfschmerzen sollten vom Arzt abgeklärt werden.
(c) GlowImages.de

Die Diagnose bei Kopfschmerzen kann wegen der Vielzahl möglicher Ursachen sehr viel Zeit in Anspruch nehmen und viele Untersuchungen erfordern. Sind die Kopfschmerzen einfacher, vorübergehender Natur, muss nicht unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Hier stehen heute effektive Maßnahmen der Selbstmedikation zur Verfügung, die neben chemisch-synthetischen Schmerzmitteln auch pflanzliche Mittel etwa auf Basis von Pfefferminzöl enthalten.

Ratsam ist die Konsultation eines Arztes jedoch, wenn die Kopfschmerzen wiederkehrend oder dauerhaft auftreten oder wenn die Lebensqualität der Betroffenen merklich beeinträchtigt ist. Auch plötzlich auftretende sehr starke Kopfschmerzen sollten vom Arzt abgeklärt werden, damit eine ersthafte Ursache ausgeschlossen oder ggf. schnell behandelt werden kann.

Patientengespräch: Basis für die Diagnose bei Kopfschmerzen

Wesentlicher Bestandteil der Diagnose beim Arzt ist das ausführliche Patientengespräch (Anamnese), da sich Schmerzen auf eine andere Art nicht messen lassen. Der Arzt erfasst dabei Art, Intensität und Dauer sowie den zeitlichen Verlauf der Kopfschmerzen und erfragt,wo genau die Kopfschmerzen wahrgenommen werden.

Auch die Begleitumstände sind wichtig. Stehen die Kopfschmerzen eventuell im Zusammenhang mit bestimmten Ereignissen beispielsweise Stress, treten sie typischerweise in Entspannungsphasen etwa am Wochenende, bei bestimmten Wetterlagen oder bei Frauen zyklusbedingt auf oder verstärken sie sich bei körperlicher Betätigung? Gehen die Kopfschmerzen mit Übelkeit, Erbrechen, Sehstörungen (Aura), Lichtempfindlichkeit, Fieber oder weiteren Begleitsymptomen einher? Zudem interessieren den Arzt Gewohnheiten  und Tagesablauf des Patienten, auch die Einnahme von Schmerzmitteln ist von Bedeutung. Hieraus lässt sich  eventuell ableiten, ob ein schmerzmittelbedingter Kopfschmerz vorliegen könnte.

Oftmals erleichtert ein sogenanntes Schmerztagebuch, in das der Patient die genannten Faktoren über einen längeren Zeitraum einträgt, die Diagnose. Außerdem erfragt der Arzt, ob andere Krankheiten, zum Beispiel Bluthochdruck (Hypertonie), Erkrankungen der Blutgefäße (z.B. Aneurysmen), Durchblutungsstörungen, Diabetes, neurologische oder psychische Erkrankungen (z.B. Schizophrenie, Neurosen) bekannt sind oder Kopfschmerzerkrankungen und andere Krankheiten familiär bestehen.

Körperliche Untersuchung

Weitere Untersuchungen dienen dazu, körperliche Ursachen der Kopfschmerzen auszuschließen bzw. zu erkennen. Der Arzt erfasst zunächst den allgemeinen Gesundheitszustand und prüft im Rahmen der körperlichen Untersuchung, ob etwa Gefühls- und Wahrnehmungsstörungen, Nackensteifigkeit, Koordinationsstörungen oder Lähmungserscheinungen und weitere Symptome vorliegen, die für eine neurologische Ursache (Erkrankung des Nervensystems , z.B. Hirnhautentzündung, Gehirnblutung) sprechen könnten.

Weitere Verfahren bei Kopfschmerzen

Je nach Ausgangsbefund können weitere Labor- und apparative Untersuchungen notwendig sein, um die Ursache der Kopfschmerzen sicher nachzuweisen bzw. zu erkennen, z.B.:

  • Computertomografie (CT)des Kopfes
  • Magnetresonanztomografie (MRT) des Gehirns
  • Blutuntersuchungen
  • Untersuchung der Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit (mittels Lumbalpunktion)
  • Ultraschalluntersuchungen (Sonografie)
  • Untersuchungen zur Darstellung der Blutgefäße im Gehirn (Angiografie)
  • Ableitung der Hirnströme (Elektroenzephalografie, EEG)
  • Röntgenuntersuchungen der Halswirbelsäule
  • Untersuchungen durch den Augenarzt
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Wie häufig treten bei Ihnen Kopfschmerzen auf?

 

Autor: Claudia Urban
Letzte Aktualisierung: 25. Juli 2012

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