Vorbeugen
Echinacin-Präparate
Die Natur bietet uns sehr viele Möglichkeiten, stimulierend und vorbeugend einzugreifen. Bestimmte Pflanzen wie die Echinacea können Erkältungssymptome lindern.
Aus den Wurzeln und oberen Pflanzenteilen des roten Sonnenhutes, auch Echinacea purpurea genannt, wird der Wirkstoff Echinacin gewonnen.
Echinacea-Präparate werden zur Vorbeugung und Behandlung von unkomplizierten Atemwegsinfekten eingesetzt. Echinacea kann das Risiko einer Erkältung verringern. Zudem hat der Wirkstoff einen Einfluss auf Häufigkeit und Dauer des grippalen Infekts und kann die Symptome einer Erkältung lindern. Wie genau das Sonnenhutextrakt wirkt, ist unklar. Forscher gehen davon aus, dass Echinacea das Immunsystem anregt. Auch wenn einzelne Studien bei der frühzeitigen Behandlung von unkomplizierten Atemwegsinfekten mit Echinacea purpurea einen positiven Effekt durchaus nahe legen, steht ein eindeutiger Wirkungsnachweis (durch hochwertige Studien) weiterhin aus.
Bei einem weit fortgeschrittenen akuten Infekt der Atemwege ist von einer Behandlung mit Echinacin-Präparaten nach heutigem Kenntnisstand abzuraten. In dieser Situation könnte das Immunsystem durch eine Gabe des pflanzlichen Wirkstoffs überstimuliert und der Körper auf diese Weise zusätzlich geschwächt werden. Lassen Sie sich daher unbedingt durch Ihren Hausarzt oder Apotheker beraten, bevor Sie Echinacin einnehmen.
Echinacin kann außerdem Allergien auslösen. Allergiker sollten daher vorsichtig bei der Einnahme von Echinacin-Präparaten sein. Patienten, die unter einer Tuberkulose, Leukämie oder Autoimmunerkrankungen wie multipler Sklerose, Kollagenosen sowie AIDS und HIV leiden, dürfen Echinacin-Präparate nicht anwenden. Schwangere sollten ebenfalls kein Echinacea einnehmen, da keine Studien über mögliche Nutzen und Risiken von Echinacea bei Schwangeren vorliegen.





