Eine Schutzimpfung rettet Leben

Tetanus

(Wundstarrkrampf)

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Die Tetanus-Impfung ist die sicherste und wirksamste Maßnahme, um einen Ausbruch der Krankheit zu vermeiden.
iStockphoto

Erst ist Ihnen schwindelig, Sie fühlen sich matt. Dann kommen Kopfschmerzen und starkes Schwitzen hinzu. Und dann kommt es zu einer Mundsperre sowie Krämpfen der Gesichtsmuskulatur, weshalb Tetanus auch Wundstarrkrampf genannt wird.

Die Lähmungserscheinungen breiten sich vom Gesicht ausgehend auf den ganzen Körper aus. Die Muskelstarre oder der Rigor läuft vom Kopf und Nacken entlang der langen Rücken- und Bauchmuskeln. Diese Krämpfe können ein bis zwei Minuten andauern. Sie treten in der Regel in Minutenabständen auf und werden durch äußere Reize wie etwa starken Lichteinfall  ausgelöst.

Tetanus gibt es weltweit

Tetanus ist eine akute bakterielle Infektionskrankheit, die weltweit auftritt. Übertragen wird sie durch das Gift der Tetanusbakterien (Clostridium tetani) - ein äußerst widerstandsfähiger Erreger, der auch in Deutschland weit verbreitet ist. Jährlich erkranken zirka eine Million Menschen an Tetanus. In den vergangenen Jahren gab es etwa 15 Erkrankungsfälle pro Jahr (vor 1970 waren es noch weit über hundert), vornehmlich bei älteren Erwachsenen. In zehn bis 20 Prozent der Fälle verläuft die Erkrankung trotz Intensivtherapie tödlich. In Entwicklungs- und Schwellenländern ist die Sterblichkeitsrate deutlich höher als in Industrieländern.

Tetanus-Bakterien gibt es überall

Das Gift von Tetanusbakterien (Clostridium tetani) verursacht die Krankheit beim Menschen. Diese Bakterien kommen allerdings praktisch überall in unserer Umgebung oder Umwelt vor. Besonders hohe Konzentrationen befinden sich im Boden und in den Ausscheidungen von Tieren. Die Infektion beim Menschen erfolgt über Wunden, vor allem in Verbindung mit Verunreinigungen und unzureichender Hygiene an der Wundstelle. Im Rahmen dieser Wundinfektion setzen die Bakterien einen Giftstoff (Toxin) frei, der den Tetanus dann auslöst.

Durch eine Impfung der Bevölkerung ist der Tetanus aber höchst selten geworden.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 28. März 2014
Quellen: Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie: Tetanus. AWMF-Leitlinien-Register Nr. 030/104 (Stand 2014) Epidemiologisches Bulletin Nr. 30 - Impfkalender des Robert-Koch-Instituts: http://www.rki.de (Stand: 25.07.2008) RKI-Ratgeber Informationskrankheiten - Merkblätter für Ärzte: http://www.rki.de (Stand 2010) Hahn, H., Falke, D., Kaufmann, S., Ullmann, U.: Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie. Springer, Berlin 1999

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