Mit Impfungschutz vorbeugen

Gürtelrose – eine Erkrankung, die einen aus der Bahn werfen kann

Wer Windpocken hatte, kann viele Jahre später eine Gürtelrose bekommen. Die Erkrankung verläuft oft sehr schmerzhaft, bisweilen ziehen sich die Beschwerden über Jahre hin. Betroffen sind meist Menschen ab 50 Jahren. Der Grund: das Immunsystem wird schwächer und kann die Erreger nicht mehr in Schach halten. Daher ist Prävention durch eine Impfung sinnvoll.

Frau bei Arztgespräch
Eine Gürtelrose kann zu schweren Nervenschmerzen führen. Eine Impfung kann schützen.
© iStock.com/AJ_Watt

Elke B. (57) erinnert sich noch genau, wie alles begann. "Eines Sonntags hatte ich plötzlich stechende Schmerzen unterhalb der Schulter, die in Intervallen kamen und wieder nachließen." Die Kundenbeauftragte eines Online-Dienstes macht sich zu diesem Zeitpunkt aber noch keine allzu großen Sorgen. "Ich dachte, ich habe mir nur einen Nerv eingeklemmt, und das geht schon wieder weg." Doch mit dieser Einschätzung liegt sie falsch.

Elke leidet an einer Gürtelrose. Die Erkrankung wird durch Viren hervorgerufen, die sich entlang von Nervenbahnen ausbreiten und diese schädigen – meist im Rumpf, seltener im Gesicht oder andernorts. Zu den ersten Anzeichen einer Gürtelrose zählen Schmerzen und weitere unspezifische Symptome, die nicht direkt dieser Erkrankung zuzuordnen sind. Jeder zweite Patient bezeichnet sie als 'qualvoll' oder 'furchtbar'. Und auch Elke leidet ganz erheblich. "Ich wusste nicht mehr, was ich machen sollte", gibt sie zu. Trotzdem beißt sie die Zähne zusammen und tritt eine zweitägige Dienstreise an.

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Je später die Behandlung, desto geringer die Erfolgschancen

Was Elke zu diesem Zeitpunkt nicht wissen kann: Sie gibt den Viren dadurch die Möglichkeit, sich weiter auszubreiten. Um dies zu verhindern, sollte eine Gürtelrose innerhalb der ersten 72 Stunden nach dem Auftreten der ersten Symptome behandelt werden. Hinzu kommt, dass auch der Arzt, den Elke am vierten Tag aufsucht, zunächst einer falschen Fährte folgt. Erst als weitere zwei Tage später Hautbläschen entlang des schmerzenden Bereiches auftreten, steht die Diagnose.

Solche Irrwege sind bei Gürtelrose-Patienten keine Ausnahme. Dabei ist die Infektion nicht selten, jeder dritte Mensch erkrankt im Laufe seines Lebens daran. Der Grund für diese Häufigkeit: Praktisch jeder Erwachsene trägt die Erreger, die Varizella-Zoster-Viren, in sich. Wer sich erstmals damit ansteckt, bekommt Windpocken. Nach der Erstinfektion ziehen sich die Viren in Nervenknoten entlang des Rückenmarks zurück und werden dort vom Immunsystem in Schach gehalten. Ihre Stunde schlägt, wenn mit dem Alter die Abwehrkräfte nachlassen. Dann können die Viren aus ihrem Versteck ausbrechen und eine neuerliche Infektion hervorrufen – die Gürtelrose.

Die Schmerzen können jahrelang anhalten

Bei Elke schlägt die verspätete Behandlung tatsächlich nicht mehr richtig an. Erst als sie in einer Klinik starke Medikamente erhält, lassen die Schmerzen endlich nach. "Ich konnte seit langem wieder mal schlafen", erinnert sie sich. "Das war für die weitere Genesung extrem wichtig."

Elkes Hautausschlag verschwindet dann auch im Laufe der folgenden Wochen. Doch damit ist eine Gürtelrose nicht immer überstanden, die Beschwerden können weiter anhalten. So auch bei Elke. Sie fühlt sich noch monatelang abgeschlagen und ist selbst heute – fast zwei Jahre nach Ausbruch der Erkrankung – nicht ganz fit. "Die Gürtelrose hat mich für einige Zeit richtig aus der Bahn geworfen, und ich denke oft, dass ich meine ursprüngliche Vitalität nach wie vor nicht erreicht habe." Immerhin ist Elke die gefürchtete Post-Zoster-Neuralgie erspart geblieben. Davon spricht man, wenn die Nervenschmerzen über Monate oder auch Jahre fortbestehen. Die Post-Zoster-Neuralgie zählt zu den häufigsten Komplikationen einer Gürtelrose, bis zu drei von zehn Patienten sind davon betroffen.

Eine Impfung kann sinnvoll sein

Belastend, schwierig zu behandeln und oft langwierig – kann man denn nichts gegen den Ausbruch einer Gürtelrose tun? Doch, kann man: Jeder Erwachsene ab 50 Jahren kann sich impfen lassen und so einer Gürtelrose bestmöglich vorbeugen.

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