Globuli für die Seele

Ignatia: Psychosomatische Probleme homöopathisch behandeln

Vor allem Frauen belastet oft seelischer Kummer oder Überforderung. Dies kann soweit führen, dass es zu Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit und Atemnot kommt. Erste Symptome sind bereits ein tiefes Seufzen oder Stimmungsschwankungen, die durch die Menstruation zusätzlich verstärkt werden. Hier kann Ignatia helfen. Mehr über Wirkungsweise, Dosierung und Potenzen lesen Sie hier.

Junge Frau mit Kummer liegt im Bett
Die Ignaz-Bohne wird in Form von Globuli gegen Stimmungsschwankungen und psychosomatische Leiden eingesetzt.
© iStock.com/praetorianphoto

Der Ignatius-Bohnenbaum (Strychnos ignatii) gehört zu den tropischen Schlingpflanzen und ist vor allem im südostasiatischen Raum heimisch. Den Namen verdankt die Ignazbohne dem spanischen Priester und Ordensleiter der Jesuiten Ignatius von Loyola, nach welchem die im 17. Jahrhundert von den Jesuiten eingeführte Pflanze benannt wurde.

Die zitronengroßen, bitteren, gelben Beeren enthalten harte, kantige, strychninhaltige Samen ("Bohnen"), durch deren direkten Verzehr es zu Symptomen wie Atemnot kommen kann. In der Homöopathie werden die Samen, in denen die Nervengifte Strychnin und Brucin enthalten sind, unter der Bezeichnung Ignatia gegen seelische Beschwerden und deren Auswirkungen auf Atemwege und Magen-Darm-Trakt eingesetzt.

Homöopathie: Wichtige Mittel und ihre Wirkung

 

Typische Potenzen und Dosierung: Ignatia D6, D12

Zur Selbstbehandlung werden die Potenzen D6 bis D12 empfohlen. Schwangere und Stillende sollten, obwohl es sich bei homöopathischen Mitteln um nahezu nebenwirkungsfreie Medikamente handelt, die Einnahme mit dem Arzt oder der Hebamme absprechen.

Ab D30 ist von einer Selbstmedikation abzuraten.

Normal ist eine sogenannte homöopathische Erstverschlechterung, bei der sich die Symptome innerhalb der ersten Tage intensivieren, bevor eine Besserung eintritt. Dauert die Verschlechterung länger als drei Tage an, sollte die Anwendung abgebrochen werden.

Beachten Sie, dass schulmedizinisch verschriebene Medikamente nicht ohne ärztliche Absprache durch homöopathische Präparate ersetzt werden dürfen oder deren Einnahme unterbrochen werden sollte.

Bei Niedergeschlagenheit und seelischen Verstimmungen, Migräne oder Appetitlosigkeit werden von Ignatia D12 in der Regel zweimal täglich fünf Globuli verabreicht.

Diese Dosierung und Potenzierung ist lediglich ein Richtwert und im Zweifel ebenfalls mit einem Homöopathie-Experten abzuklären.

Leitsymptome (Hauptbeschwerden) für Ignatia

Leitsymptome sind Beschwerden, Neigungen und Charaktereigenschaften, die ein Patient aufweist und mit deren Hilfe der/die Homöopath(in) das passende Mittel feststellt und empfiehlt. Typische Indikatoren für Ignatia sind:

  • Stimmungsschwankungen durch Kummer
  • Liebeskummer, verletzte Gefühle
  • ein Kloßgefühl im Hals, als wäre er zugeschnürt
  • seelische und körperliche Beschwerden im Wechsel

Häufige körperliche Beschwerden, die mit den oben genannten seelischen Symptomen einhergehen, sind:

  • Probleme mit den Atemwegen, Atemnot
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Übelkeit
  • nervöser Durchfall
  • Migräne
  • Appetitlosigkeit

Ähnlich wie bei Pulsatilla handelt es sich bei Ignatia um ein "Frauen-Mittel", da die Leitsymptome häufiger auf Frauen zutreffen. Dennoch kann Ignatia auch bei Männern gute Wirkungen erzielen und sollte nicht vorneweg ausgeschlossen werden.

Homöopathie: 15 häufige Beschwerden und welches Mittel hilft!

 

Verbesserung der Symptome durch

  • körperliche Anstrengung
  • tiefes Aus- und Einatmen
  • Wärme

Verschlechterung der Symptome durch Kälte und Berührung.

Anwendungsgebiete von Ignatia

  • akute emotionale Ereignisse
  • Kummer
  • Partnerschaftskonflikte
  • Heimweh
  • Kopfschmerzen
  • Magenkrämpfe
  • Appetitlosigkeit
  • Kloßgefühl
  • man fühlt sich müde und unausgeschlafen
  • Neigung zum Kreislaufkollaps mit Übelkeit
  • Schlaflosigkeit

Ähnlich wirkende homöopathische Mittel mit vergleichbaren Leitsymptomen

  • Sepia (mag ebenfalls keinen Trost, Beschwerden werden aber während der Menstruation besser)
  • Arsenicum album (zwanghafter Perfektionismus)
  • Aurum metallicum (im Gegensatz zu Ignatia: Verschlechterung der Symptome nachts)
  • Acidum phosphoricum (Schulkopfschmerzen, zu schnelles Wachsen, Verlangen nach Obst)
  • Pulsatilla (weinerlich, aber im Gegensatz zu Ignatia Verbesserung durch Trost und moderate Bewegung an der frischen Luft)
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