Hohes Risiko: Frauen mit unregelmäßiger Periode

Hormonelle Faktoren und Asthma-Risiko

Patientinnen mit unregelmäßiger Periode haben ein erhöhtes Risiko, an Asthma oder Heuschnupfen zu erkranken. Diese Ergebnisse erhärtet die Hypothese, dass Sexualhormone womöglich eine Rolle beim Entstehen dieser Erkrankungen spielen könnten.

Möglicherweise liegen bei Frauen mit Asthma Störungen der Sexualhormon-Spiegel vor.
(c) Ralf Nau

Eine unregelmäßige Menstruation erhöhte in einer Studie aus Norwegen bei Frauen im Alter zwischen 26 und 42 Jahren das Asthma-Risiko um 54% und das Heuschnupfen-Risiko um 29%. Zudem kam es nahezu zu einer Verdopplung des Risikos, Asthma in Folge eines Heuschnupfens zu entwickeln. Andere Faktoren, beispielsweise Rauchgewohnheiten, Körpergewicht oder Alter, spielten hingegen keine Rolle. Bei älteren Frauen konnte kein vergleichbarer Zusammenhang gefunden werden.

Die Arbeitsgruppe um Dr. C. Svanes vom Haukeland Hospital in Bergen hatte mehr als 6.100 nicht schwangere Frauen aus der Allgemeinbevölkerung Dänemarks, Estland, Islands, Norwegens und Schwedens über einen Zeitraum von acht Jahren verfolgt, weil frühere Studien dafür sprachen, dass bei Frauen mit Asthma womöglich gehäuft Störungen der Sexualhormon-Spiegel vorliegen. Nach Ansicht der Forscher haben die von ihnen untersuchten Erkrankungen und der unregelmäßige Zyklus womöglich gemeinsame Risikofaktoren. So könnte es beispielsweise bereits im Mutterleib zu Entwicklungsstörungen gekommen sein, die später sowohl den Hormonhaushalt stören als auch das Asthma-Risiko erhöhen.

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Letzte Aktualisierung: 13. Februar 2012
Quellen: Nach Informationen der Fachzeitschrift "Thorax", Juni 2005