Behandlung

Ziele der Asthma-Therapie: Spätschäden vermeiden

Ist ein Asthma-Anfall vorüber und sind die Beschwerden verschwunden, vergessen viele Patienten ihre Medikamente wieder. Dabei muss die Behandlung konsequent fortgeführt werden, um Spätschäden zu vermeiden.

Ziele der Asthma-Therapie: Spätschäden vermeiden
Auch wenn man sich nach einem Asthma-Anfall wieder wohl fühlt, darf die Behandlung nicht vernachlässigt werden.
(c) Getty Images/iStockphoto

Was viele Betroffene nicht wissen: Asthma ist eine dauerhafte Entzündung der Bronchien, in deren Folge es immer häufiger zu Verkrampfungen, also Verengungen, der Luftwege kommt, wenn der Patient unbehandelt bleibt. Deshalb ist eine Therapie bei Asthma enorm wichtig. Es entsteht Luftnot bis hin zu regelrechten Anfällen, die mitunter auch lebensbedrohlich sein können. Daher ist es von größter Bedeutung, nicht nur die Anfälle, also die Symptome von Asthma, zu therapieren, sondern die Ursache, das heißt die Entzündung, dauerhaft zu bekämpfen. Geschieht dies nicht, kann die Erkrankung im Laufe der Zeit von einer leichteren in eine schwerere Form übergehen: Der Patient erleidet immer häufiger Anfälle, auch die Schwere der Symptome nimmt zu. Entsprechend belastet ihn seine Überempfindlichkeit der Lungen zunehmend. Außerdem muss er möglicherweise mehr und häufiger Medikamente einnehmen. Daher muss die Asthma-Therapie nicht nur die Symptome beim akuten Anfall lindern, sondern auch diese unheilvolle Entwicklung hinauszögern oder sogar verhindern.

Ziele bei der Asthma-Therapie: Dauer- und Spätschäden vermeiden

Außerdem lösen die Entzündungsreaktionen, die das Asthma verursachen
, Umbauvorgänge in der Lunge aus, wenn sie nicht konsequent behandelt werden. Asthma muss daher therapiert werden. Denn letztendlich können hieraus Vernarbungen entstehen, die das gesunde Gewebe nach und nach verdrängen und die Funktionsfähigkeit der Lunge dauerhaft beeinträchtigen. Darunter kann auch das Herz leiden, weil es stärker pumpen muss, um die Sauerstoffversorgung aufrecht zu erhalten. Gelingt dies nicht, können verschiedene Organe durch den Sauerstoffmangel geschädigt werden. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass sich die Verengung der Atemwege eines Tages nicht mehr vollständig zurückbildet: Dann wirken die Medikamente nicht mehr richtig.

Moderne Therapie-Konzepte schützen vor Spätschäden bei Asthma

Um die genannten Ziele der Therapie zu erreichen, muss der Patient sein Asthma so früh wie möglich und sehr konsequent behandeln - mit Medikamenten und mit nicht-medikamentösen Maßnahmen. Ist das Asthma bereits fortgeschritten (Stufen 2, 3 und 4), reicht es nicht mehr aus, nur beim akuten Anfall Medikamente zu nehmen. In diesen Fällen muss der Betroffene seine Therapie auch dann noch fortführen, wenn er nicht unter Symptomen leidet. Doch die Konsequenz lohnt sich: Denn bei einer Therapie können viele Menschen trotz Asthma ihr Leben noch lange ohne größere Einschränkungen und Beschwerden genießen.



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Letzte Aktualisierung: 23. Januar 2012

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