Pollen besonders aggressiv

Ambrosia lässt Allergiker länger leiden

Normalerweise kennzeichnet den Spätsommer auch, dass Heuschnupfengeplagte endlich aufatmen können. Mittlerweile reicht die Allergiesaison aber weit in den August hinein. Schuld ist unter anderem eine stark duftende Blühpflanze namens Ambrosia.

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Ambrosien (Traubenkraut) machen der Mehrzahl von Pollenallergikern schwer zu schaffen. Sie verlängern die Heuschnupfensaison.
iStockphoto

"Endlich blühen keine Gräser mehr...": Seit einigen Jahren ist es mit der spätsommerlichen Entspannung für Allergiker leider trotzdem nicht mehr weit her. Schuld daran ist Ambrosia artemisifolia, das Beifußblättrige Traubenkraut. Es blüht hierzulande gerade in den Spätsommermonaten, noch dazu sind Ambrosiapollen äußerst aggressiv. Auf sie reagieren plötzlich Menschen mit laufender Nase, brennenden Augen und auch Luftnot, die früher nie etwas mit Heuschnupfen zu tun hatten. Mitunter führt sogar eine Berührung mit der Haut zu einer allergischen Reaktion. 

Falls Ihnen das bekannt vorkommt und Sie im August und September plötzlich Allergiesymptome wie Niesen und Schnupfen verspüren, sollten Sie unbedingt mit ihrem Arzt darüber sprechen. Er kann Ihnen nach der Diagnose entsprechende Medikamente aufschreiben. Das sind in der Regel Antihistaminika zum Schlucken, für die Augen oder als Nasenspray. Auch eine Hyposensibilisierung mit Bestandteilen von Ambrosiapollen ist denkbar.

Ambrosia: Eindringling schadet Bauern und Allergikern

Das Traubenkraut gilt als Unkraut. Es gelangte versehentlich von Nordamerika nach Europa und verbreitet sich dort seither invasiv, also unkontrolliert. Ambrosia wächst gerade auf schlechten Böden und unwegsamem Gelände wie den Kiesabhängen neben Bahngleisen. Oft ist es zudem im Vogelfutter enthalten. In der Schweiz gibt es sogar ein Gesetz, das die Einwohner dazu verpflichtet, die hochallergene Pflanze zu vernichten. Denn nicht nur Heuschnupfenpatienten, sondern auch Landwirte leiden unter ihr.

13 Heuschnupfen-Mythen: wahr oder falsch?

Autor:
Letzte Aktualisierung: 20. August 2013
Durch: Sarah Wagner
Quellen: Nach Informationen der Wissen Gesundheit GmbH

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