In der Schwangerschaft

Schmerzmittel können Asthma-Risiko erhöhen

Schwangere sollten bei der Wahl ihres Schmerzmittels Vorsicht walten lassen. Denn Forscher haben einen Zusammenhang zwischen Asthmaerkrankungen bei Kindern und der Einnahme von Paracetamol während der späten Schwangerschaft festgestellt.

Schmerzmittel können Asthma-Risiko erhöhen
Als Schwangere sollten Sie auf Paracetamol verzichten

Mediziner des King's College in London haben in einer Studie untersucht, ob es einen möglichen Zusammenhang gibt zwischen der Einnahme von Schmerzmitteln in der späten Schwangerschaft (20. bis 32. Woche) und dem Auftreten von Asthmaerkrankungen, allergischer Rhinitis (Entzündung der Nasenschleimhaut), Husten und Atemgeräuschen bei Kindern im Alter zwischen 6 und 7 Jahren. Dazu befragten die Forscher ca. 14.600 Schwangere , wie oft und wann sie während der Schwangerschaft Schmerzmittel wie Paracetamol oder Acetylsalicylsäure eingenommen haben. Ebenso untersuchten die Ärzte einen Zusammenhang zwischen Schmerzmitteln und dem Vorliegen von Allergien beispielsweisegegen Katzenhaare oder Pollen.

Die Studie zeigte, dass Kinder zwischen 6 und 7 Jahren, deren Mütter in der späten Schwangerschaft Paracetamol eingenommen hatten, ein erhöhtes Risiko für Asthma sowie Giemen (Atemgeräusche) aufwiesen. Die Rate der durch Paracetamol bedingten Asthmaerkrankungen lag dabei bei 7 Prozent. Dagegen konnte kein Zusammenhang zwischen der Einnahme des Schmerzmittels und dem Auftreten von Katzenhaarallergie oder Heuschnupfen festgestellt werden.

Das Ärzteteam vermutet, dass Paracetamol eine schädigende Wirkung auf die Lunge und das Immunsystem des ungeborenen Kindes hat. Die Autoren der Studie empfehlen deshalb, dass Paracetamol während der Schwangerschaft, vor allem nach der 20. Woche, sicherheitshalber nicht ohne zwingenden Grund eingenommen werden sollte.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 26. August 2008
Quellen: Nach Informationen des Allergo Journal

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