Gefährliche Komplikation

Eileiterschwangerschaft: Schmerzen können ein erstes Symptom sein

Bei einer Eileiterschwangerschaft (Extrauteringravidität) nistet sich die Eizelle nicht wie vorgesehen innerhalb der Gebärmutter, sondern im Eileiter ein. Erste Anzeichen können Blutungen und Schmerzen sein. Warum eine Eileiterschwangerschaft so gefährlich ist, wie man sie erkennt und was das für einen weiteren Kinderwunsch bedeutet.

Frau mit Bauchweh
Beschwerden macht eine Extrauteringravidität ab der sechsten Schwangerschaftswoche.
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Wenn sich die Eizelle außerhalb der Gebärmutter einnistet, spricht man von einer Extrauteringravidität, abgekürzt EUG. Der Begriff stammt aus dem Lateinischen: extra = außerhalb, Uterus = Gebärmutter, Graviditas = Schwangerschaft. In den meisten Fällen kommt es dabei zur Eileiterschwangerschaft (Tubargravidität). Die Eizelle bleibt auf ihrem Weg vom Eierstock zur Gebärmutter in der Schleimhaut des Eileiters (Tube) hängen und nistet sich dort ein. Wesentlich seltener sind Eierstöcke, Bauchhöhle oder Gebärmutterhals betroffen.

Eine Eileiterschwangerschaft beginnt meist mit ganz normalen Schwangerschaftszeichen. Auch der Schwangerschaftstest fällt positiv aus. Häufig kommt es jedoch nach wenigen Wochen zu Symptomen wie Schmierblutungen und Schmerzen im Unterbauch. Wird die Schwangerschaft nicht beendet, drohen je nach Lage des Embryos ein Reißen des Eileiters (Tubarruptur) und eine schwere, lebensbedrohliche Entzündung in der Bauchhöhle (akutes Abdomen). Früher war eine Eileiter- oder Bauchhöhlenschwangerschaft ein Todesurteil für die werdende Mutter, sofern der Embryo nicht spontan abgegangen ist, und auch heute stellt sie noch eine ernste und gefährliche Komplikation dar. Glücklicherweise werden dank moderner Untersuchungsmethoden wie dem Ultraschall die meisten außerhalb der Gebärmutter angelegten Schwangerschaften frühzeitig erkannt, sodass der Eileiter ohne Gefahr für die Mutter gerettet werden kann und einem weiteren Kinderwunsch meist nichts im Wege steht.

Unterleibsschmerzen – das sind die Ursachen

Die Wahrscheinlichkeit einer Extrauteringravidität liegt, auf die Gesamtzahl der Schwangerschaften gesehen, bei ein bis zwei Prozent. In den letzten Jahrzehnten ist die Zahl gestiegen. Grund dafür sind unter anderem Faktoren wie das generell höhere Alter der werdenden Mütter und die damit verbundene steigende Zahl von Fruchtbarkeitsbehandlungen und künstlichen Befruchtungen.

Anatomische Grundlagen: Wie kommt es zu einer Eileiterschwangerschaft?

Die Eileiter (Tuben) verlaufen als etwa zehn bis 14 Zentimeter lange Röhren von der Gebärmutter zu den Eierstöcken hinauf. Normalerweise wird die befruchtungsfähige Eizelle zum Zeitpunkt des Eisprungs aus einem Eierstock ausgestoßen und von dem obersten, trichterförmigen Ende des Eileiters aufgefangen. Den Eileiter kann man von oben nach unten in drei Abschnitte unterteilen: der fransige Trichter geht direkt in die relativ weite Ampulle über, dann folgt ein enger Abschnitt, der Isthmus, und schließlich der intramurale Teil, der in die Gebärmutter führt. In der Ampulle des Eileiters trifft die Eizelle auf die Spermien, wird befruchtet und innerhalb von drei bis fünf Tagen in die Gebärmutterhöhle weitertransportiert. Ist dieser Transport beispielsweise auf dem Boden von Verwachsungen der Eileiter gestört, kann sich die Eizelle als Eileiterschwangerschaft in die Schleimhaut der Eileiter einnisten. Aus der sich schnell teilenden Blastozyste entwickelt sich ein Embryo, der durch sein Wachstum zu einem Aufplatzen des Eileiters und einer damit verbundenen starken und lebensbedrohlichen Blutung im Bauchraum führen kann. 99 Prozent der Extrauteringraviditäten sind Eileiterschwangerschaften.

Was ist eine Bauchhöhlenschwangerschaft?

Von der Eileiterschwangerschaft unterscheidet man die Bauchhöhlenschwangerschaft (Abdominalgravidität). Hierbei kann die Eizelle nicht vom Trichter des Eileiters aufgefangen werden, sondern wird hinaus in die Bauchhöhle geschleudert, wo sie befruchtet wird und sich einnistet. Eine Bauchhöhlenschwangerschaft ist wesentlich seltener als eine Eileiterschwangerschaft. Je nach Einnistungsort wird sie aber unter Umständen erst spät erkannt, weil sie sich nicht immer mit frühen Symptomen äußert. Ebenfalls möglich, aber extrem selten ist eine Einnistung der Eizelle direkt im Eierstock (Ovarialgravidität) oder auch am Muttermund (Zervixgravidität). Die Bauchhöhlenschwangerschaft stellt die einzige Form der EUG dar, bei der der Embryo je nach Lage unter Umständen lebensfähig ist. Bei allen anderen Formen stirbt er aufgrund von Nährstoffunterversorgung.

Typische Anzeichen: so erkennt man eine Eileiterschwangerschaft

Eine Eileiterschwangerschaft kann sich zunächst durch typische Schwangerschaftsanzeichen wie eine ausbleibende Periode, Brustspannen, Übelkeit und häufiger Harndrang bemerkbar machen. Meist sind diese aber schwächer ausgeprägt als bei einer intakten Schwangerschaft. In der sechsten bis neunten Schwangerschaftswoche (SSW) kommen jedoch häufig Schmierblutungen dazu, die leicht als verspätete, leichte Monatsblutung verkannt werden können, sowie plötzlich auftretende Unterleibsschmerzen. Die Schmerzen sind in der Regel einseitig und treten auf der Seite der Eileiterschwangerschaft auf. Leichtes Fieber und eine berührungsempfindliche Bauchdecke sind möglich, man bezeichnet dies als Abwehrspannung. Selten geben die betroffenen Frauen auch Schmerzen im Schulterbereich an, die von einer Reizung des Zwechfellnerves herrühren können.

Typischerweise ist der Schwangerschaftstest bei einer Extrauterinschwangerschaft positiv. Das liegt daran, dass das Schwangerschaftshormon HCG von der befruchteten Eizelle selbst produziert wird – ganz unabhängig davon, ob sie sich am richtigen Ort einnistet oder nicht. Der HCG-Wert steigt jedoch in der Folge nicht so stark an wie bei einer normalen Schwangerschaft, was zu den abgeschwächten Schwangerschaftsanzeichen führt.

Die Symptome der Eileiterschwangerschaft auf einen Blick:

  • Schmierblutungen außerhalb des Zyklusgeschehens (azyklische Blutung)
  • Unterleibsschmerzen, meist einseitig
  • druckempfindlicher, angespannter Bauch
  • Druckschmerz über dem betroffenen Eileiter
  • erhöhte Temperatur
Wichtige Warnsignale der Periode

Speziell die Bauchhöhlenschwangerschaft kann sich unter Umständen weit über die 12. Schwangerschaftswoche hinaus entwickeln und erst relativ spät bemerkbar machen. Mögliche Anzeichen sind hier:

  • Bauchschmerzen,
  • Erbrechen,
  • Übelkeit und
  • spürbare, schmerzhafte Bewegungen des Kindes.

Verlauf und mögliche Komplikationen einer Extrauteringravidität

Der Verlauf einer Extrauteringravidität  hängt vor allem davon ab, wo sich die befruchtete Eizelle eingenistet hat. Hat die Einnistung in den geräumigen Abschnitten des Eileiters, der Ampulle, stattgefunden, kann die Frucht zunächst einige Wochen heranwachsen. Da sie im Eileiter aber nicht optimal mit Nährstoffen versorgt werden kann, geht die Frucht oft zugrunde und wird über die offene Verbindung der Eileiter zur Bauchhöhle abgestoßen (Tubarabort). In der Bauchhöhle wird sie abgebaut. Dies kann von der betroffenen Frau völlig unbemerkt bleiben. Nistet sich die Eizelle in den engen Abschnitten des Eileiters ein, wird der Eileiter schon zu einem frühen Zeitpunkt gedehnt. Diese Dehnung führt zu den typischen, einseitigen Unterbauchschmerzen. Durch das weitere Wachstum der Frucht kann schließlich der Eileiter zerreißen (Tubarruptur). In Folge kann es zu schweren Blutungen in die Bauchhöhle und damit zu einem lebensbedrohlichen Zustand kommen.

Folgende Alarmzeichen können auf eine Tubarruptur hindeuten und müssen sofort notfallmedizinisch versorgt werden:

  • plötzlich einsetzende, starke Unterbauchschmerzen (akutes Abdomen)
  • Kreislaufzusammenbruch
  • Schock

Je länger eine Extrauteringravidität besteht, desto stärker ist die Mutter beispielsweise durch mögliche innere Blutungen gefährdet. Daher wird eine Therapie nach Diagnosestellung zügig vorgenommen. Bei rechtzeitiger Therapie lässt sich eine EUG gut behandeln.

Dank der meist frühen Diagnose ist die Sterblichkeit bei EUG in den letzten Jahren sehr stark gesunken und liegt in etwa bei 0,1 Prozent. Lediglich bei spät erkannter Bauchhöhlenschwangerschaft ist das Risiko immer noch sehr hoch und liegt bei bis zu 20 Prozent.

Schwanger nach Eileiterentzündung?

Auch nach einer Eileiterentzündung stehen die Chancen auf eine erneute, intakte Schwangerschaft gut. Sofern der Eileiter nicht entfernt werden musste, liegt die Wahrscheinlichkeit wieder schwanger zu werden bei ungefähr 70 Prozent. Das Risiko einer erneuten Eileiterschwangerschaft liegt bei etwa zehn Prozent.

Ursachen und mögliche Auslöser einer Eileiterschwangerschaft

Die Eileiterschwangerschaft ist meist auf einen gestörten Eitransport durch die Eileiter zurückzuführen. Die Ursachen können angeboren oder im Laufe des Lebens erworben sein:

  • Angeboren sind beispielsweise kleine Aussackungen des Eileiters oder ein zusätzlich angelegter Nebeneileiter, der in einer Sackgasse endet. Auch zu lange Eileiter können zu gehäuften Eileiterschwangerschaften führen, da sich die Eizelle immer an dem Ort einnistet, an dem sie sich am sechsten bis siebten Tagen nach der Befruchtung aufhält.

  • Häufige Auslöser sind Eileiterentzündungen (Adnexitis). Vor allem durch Bakterien wie Chlamydien können die Eileiter verkleben und so die Wanderung der befruchteten Eizelle behindern. Eileiterentzündungen entstehen meist als sogenannte aufsteigende Entzündung über die Scheide.

  • Eileiterentzündungen und Eileiterschwangerschaften können durch die Spirale begünstigt werden. Kommt es trotz Intrauterinpessar(IUP) zur Schwangerschaft, muss eine EUG sorgfältig ausgeschlossen werden, denn das Risiko liegt hier bei etwa 50 Prozent.

  • Endometriose stellt eine weitere häufige Ursache für verlegte Eileiter dar. Es handelt sich dabei um versprengte Gebärmutterschleimhaut, die nicht wie gewöhnlich innerhalb, sondern außerhalb der Gebärmutterhöhle vorliegt.

  • Operative Eingriffe an den Eileitern können Vernarbungen verursachen und damit die Eileiterdurchlässigkeit beeinträchtigen. Hierzu zählen auch Eingriffe, die die Eileiterdurchlässigkeit ursprünglich wiederherstellen sollten.

  • Wurden die Eileiter im Rahmen einer Sterilisation nicht komplett durchtrennt, kann es ebenfalls zu einer Extrauteringravidität kommen. Bei Schwangerschaft trotz Sterilisation liegt dieses Risiko bei etwa 30 Prozent.

  • Weibliche Geschlechtshormone wie Östrogen und Gestagen scheinen die Transportfähigkeit der Eileiter zu beeinflussen. So können veränderte Hormonkonzentrationen, wie sie bei einer gestörten Eierstockfunktion auftreten können, zu einem langsameren Transport der Eizelle durch den Eileiter führen. Erreicht die Eizelle die Gebärmutterhöhle nicht rechtzeitig, nistet sie sich im Eileiter ein.

  • Nach Kinderwunschbehandlung mit Clomifen ist das Risiko für eine Eileiterschwangerschaft leicht erhöht, außerdem nach einer künstlichen Befruchtung und generell bei älteren Müttern.

  • Auch nach vorausgegangener Eileiterschwangerschaft ist das Risiko des erneuten Auftretens um etwa 25 Prozent erhöht. Bei positivem Schwangerschaftstest sollte die richtige Lage des Embryos in der Gebärmutter sorgfältig überwacht werden.

Hormonspirale – häufige Fragen

Eileiterschwangerschaft – nicht immer ist die Diagnose einfach

Erste Hinweise auf eine Extrauteringravidität gewinnt der Arzt aus der ausführlichen Befragung der Frau zur Krankheitsgeschichte und den aktuellen Beschwerden (Anamnese). Bei der anschließenden gynäkologischen Untersuchung kann gelegentlich ein schmerzhafter und geschwollener Eileiter auf der betroffenen Seite ertastet werden. Auch der Gebärmutterhals ist häufig berührungsempfindlich.

Eine Ultraschalluntersuchung durch die Scheide (vaginale Sonographie), die gewöhnlich immer bei der ersten Untersuchung beim Frauenarzt um die sechste Schwangerschaftswoche herum durchgeführt wird, kann Aufschluss über den genauen Sitz der Schwangerschaft geben. Bei einer Eileiterschwangerschaft ist die Gebärmutterhöhle meist leer. Unter Umständen lässt sich eine fruchthöhlenähnliche Struktur nachweisen, die jedoch durch eine Ansammlung von Flüssigkeit in der Gebärmutterschleimhaut verursacht wird. Gelegentlich sind ein verdickter Eileiter oder Flüssigkeit im Bauchraum sichtbar.

Häufig ist die Diagnose in der ersten Wochen der Schwangerschaft nicht ganz eindeutig und es muss abgewartet werden. Erst, wenn der Frauenarzt die Struktur des Embryos und seinen Herzschlag mit dem Ultraschall erkennen kann – das ist meist erst in der siebten SSW der Fall – kann man eine Extrauteringravidität sicher ausschließen.

Das Schwangerschaftshormon HCG hilft bei der Diagnose

Sowohl bei einer normal verlaufenden Schwangerschaft als auch bei einer Eileiterschwangerschaft zeigt ein gebräuchlicher Schwangerschaftstest aus der Apotheke ein positives Ergebnis. Hinweise auf eine Extrauteringravidität liefert der Verlauf der HCG-Konzentration im Blut. Zu diesem Zweck kann der Arzt den HCG-Wert an mehreren Tagen messen. Bei einer normal verlaufenden Schwangerschaft steigt er schnell an. Nimmt er jedoch nur langsam zu, verändert sich nicht oder fällt sogar wieder ab, wird der Verdacht auf eine Extrauteringravidität weiter untermauert.

Ermöglichen diese Untersuchungsmethoden bei deutlichen Beschwerden keine sichere Diagnose, muss eine solche durch eine Bauchspiegelung gesichert werden.

Welche Behandlung bei Eileiterschwangerschaft: Medikamente oder OP?

Über die Therapie einer Eileiterschwangerschaft wird in Abhängigkeit von einem bestehenden Kinderwunsch, den Untersuchungsergebnissen und dem seelischen Zustand der betroffenen Frau entschieden. Je nachdem, in welchem Stadium die Extrauteringravidität festgestellt wird, kann man die Entwicklung abwarten oder medikamentös therapieren. Treten aber bereits Symptome wie Unterbauchschmerzen oder Blutungen auf, muss meist schnell reagiert und sofort operiert werden, um die Gefahr einer Eileiterruptur zu minimieren und den gefährdeten Eileiter – wenn möglich – zu retten.

Operation – möglichst unter Erhaltung des Eileiters

Ziel der Operation ist es, die fehleingenistete Frucht zu entfernen. Die Bauchhöhlenschwangerschaft erfordert dabei in der Regel einen Bauchschnitt. Eileiterschwangerschaften können meist im Rahmen einer weniger belastenden Bauchspiegelung (Laparoskopie) entfernt werden. Bei bestehendem Kinderwunsch versucht der Operateur, den betroffenen Eileiter zu erhalten und die Frucht über einen kleinen Schnitt im Eileiter zu entfernen oder über die Öffnung des Eileiters abzusaugen. Ist der betroffene Eileiter jedoch zu stark geschädigt, muss er komplett entfernt werden (Salpingektomie).

Medikamentöse Therapie mit Methotrexat

Eine ausschließlich medikamentöse Therapie ist möglich, wenn die Extrauteringravidität noch keine Beschwerden verursacht hat. Ansonsten kann sich diese Behandlung auch an eine Operation anschließen, wenn nicht die gesamte wachsende Frucht entfernt werden konnte. Eingesetzt wird das Zellgift Methotrexat (MTX), welches das weitere Wachstum der Frucht verhindert und zu einem Absterben führt. Meist wird es entweder als Infusion über die Venen verabreicht oder in die Muskulatur gespritzt. MTX zeigt bei rechtzeitiger Anwendung einen Erfolg von 63 bis 89 Prozent, wobei die Ergebnisse in verschiedenen Untersuchungen sehr unterschiedlich ausfallen.

Operation oder medikamentöse Therapie: die Vor- und Nachteile im Vergleich

Die medikamentöse Therapie kann der Patientin die unangenehmen Begleiterscheinungen und Risiken einer Bauchoperation ersparen. Dennoch ist auch das Medikament Methotrexat nicht frei von Nebenwirkungen. Häufig kommt es zu Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen. Seltene aber schwerwiegende Nebenwirkungen können Leber- oder Nierenentzündung, Lungenentzündung (Pneumonitis) oder Rippenfellentzündung (Pleuritis) sein. Darüber hinaus kann nicht sicher ausgeschlossen werden, ob eine Therapie mit MTX bei einer baldigen erneuten Schwangerschaft Fehlbildungen auslösen kann. Deshalb sollte etwa sechs bis zwölf Monate nach der Therapie verhütet werden.

Bei neueren Vergleichsstudien hat sich gezeigt, dass sowohl nach einer medikamentösen Behandlung wie auch nach einer Operation mit Erhaltung der Eileiter eine neuerliche Schwangerschaft möglich ist. Die Wahrscheinlichkeit liegt nach beiden Methoden in etwa bei 70 Prozent.

Abwarten

In manchen Fällen wird die Frucht auch ohne ein Eingreifen von außen abgestoßen. Wird die Extrauteringravidität in einem sehr frühen Stadium festgestellt, kann man bei fehlenden Beschwerden unter strenger ärztlicher Kontrolle auch zunächst auf den natürlichen Abgang warten. Wegen möglicher Komplikationen wird diese Therapieoption aber nur selten gewählt.

Kann man einer Eileiterschwangerschaft vorbeugen?

Nachdem eine Eileiterschwangerschaft häufig auf eine vorausgegangene Entzündung zurückgeht, gehört eine rasche und konsequente Therapie von Scheideninfektionen, Eileiter- und Eierstockentzündungen zu den wichtigsten vorbeugenden Maßnahmen, um das Risiko von Verklebungen des Eileiters zu minimieren. Kondome gelten als wirksamstes Mittel zum Schutz vor Geschlechtskrankheiten und insbesondere vor der Ansteckung mit Chlamydien, die als Hauptauslöser für Unterleibsentzündungen gelten.

Wichtig ist auch eine gründliche Untersuchung der Schwangeren beim Frauenarzt um die sechste Schwangerschaftswoche herum, da hierbei ein Großteil der Schwangerschaften außerhalb der Gebärmutter entdeckt werden.

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