Bei akuten Bauchschmerzen schnell zum Arzt!

Akutes Abdomen: Heftige Bauchschmerzen als Hauptsymptom

Plötzliche heftige Bauchschmerzen und ein brettharter Bauch zählen zu den Leitsymptomen bei einem akuten Abdomen. „Abdomen“ ist das medizinische Fachwort für „Bauch, Bauchraum“. Es handelt sich um eine medizinische Notfallsituation, die sofort vom Facharzt behandelt werden muss. Das Abdomen ist keine eigenständige Krankheit. Hinter den plötzlich auftretenden, heftigen Schmerzen im Bauch stecken verschiedene, zum Teil lebensbedrohliche Ursachen. In diesem Artikel erfahren Sie, welche typischen Symptome auf ein akutes Abdomen hindeuten, welche Ursachen dahinterstecken und was Sie am besten sofort unternehmen.

Bauchschmerzen
Ein typisches Alarmzeichen für ein akutes Abdomen sind sehr starke Bauchschmerzen.
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Das häufigste Symptom für das akute Abdomen bei nahezu allen Patienten sind starke bis sehr starke Bauchschmerzen unterschiedlichster Ausprägung. Betroffene klagen beispielsweise über Schmerzen im Oberbauch, Schmerzen im Unterbauch oder Bauchkrämpfe. Bei einigen schwellen die Schmerzen kolikartig an und ab, bei anderen treten die Schmerzen dauerhaft auf. Zusätzlich leiden sie abhängig von der Grunderkrankung an vegetativen Begleitsymptomen wie Übelkeit, Darmbewegungsstörungen (Peristaltikstörungen), Erbrechen, Fieber, Blässe, Kälteschweiß und Unruhe.

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Als Auslöser für die Beschwerden eines akuten Abdomens können eine Vielzahl von Erkrankungen der Organe im Bauchraum (Abdominalhöhle) oder auch im angrenzenden Brustraum sein. Einige der potenziellen Ursachen sind akut lebensbedrohlich. Das Ausmaß und die Intensität der Schmerzen deuten dabei nicht unbedingt auf die Schwere der zugrundeliegenden Krankheit hin. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Ursachen für die Bauchkrämpfe zügig abzuklären.

Leiden Sie unter einem akuten Abdomen, benötigen Sie schnelle ärztliche Hilfe. Betroffene Patienten sollten umgehend in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Hier klären in der Regel interdisziplinär zusammenarbeitende Internisten und Chirurgen, welche Ursachen den Beschwerden zugrunde liegen.

Welche Symptome sprechen für ein akutes Abdomen?

Das plötzliche oder akute Abdomen ist kein eigenständiges Krankheitsbild. Es ist vielmehr eine Zustandsbeschreibung, bei der eine oder mehrere der folgenden Leitsymptome auftreten.

Leitsymptome für das akute Abdomen

  • Starke bis stärkste Schmerzen im Bauch, die plötzlich oder langsam einsetzen (Schmerzen im Bauch, im Oberbauch, im Unterbauch, Bauchkrämpfe)

  • Berührungsempfindlichkeit des Bauchraums/Abwehrspannung der Bauchdecke

  • Störung der normalen Magen-Darm-Tätigkeit: Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle, Stuhlverhalt

  • Kreislaufstörung bis hin zum Schock

Die Schmerzen sind je nach Ursache dumpf, stechend oder krampfartig (kolikartig). Bei entzündlichen Prozessen nehmen sie meist langsam zu. Bei Perforationen (von lateinisch „perforare“= „durchbohren“) und Verletzungen treten die Schmerzen in der Regel plötzlich und heftig auf. Kolikartige Schmerzen sind typisch für den Verschluss eines Hohlorgans (Darmverschluss, Nierensteine und ähnliches).

Die Lokalisation des Schmerzes ist oft nur zu Beginn der Erkrankung möglich. Mit der Zeit strahlt der Schmerz zunehmend in den gesamten Körper aus. In den meisten Fällen ist das Bauchfell sehr gereizt. Das zeigt sich in der sogenannten Abwehrspannung. Der Bauch scheint prall gespannt und ist äußerst berührungs- und druckempfindlich. Je nach Ursache kommt es zu Darmbewegungsstörungen, die sich entweder durch Stuhlverhalt oder Durchfall äußern. In einigen Fällen treten auch Übelkeit und Erbrechen auf.

Ins Krankenhaus mit Begleitung eines Arztes

Vor allem bei älteren Menschen und Kleinkindern ist das Krankheitsbild häufig verschleiert, da die Schmerzwahrnehmung beziehungsweise die Ausdrucksmöglichkeiten eingeschränkt sind. Schmerzen können daher nicht immer als Maß für die Gefährlichkeit der zugrundeliegenden Erkrankungen gewertet werden. Zumal beispielsweise innere Blutungen nicht immer mit Schmerzen einhergehen. In diesem Fall sind kalter Schweiß, Blässe und Schwindel infolge des Blutvolumenmangels oft die ersten Symptome.

Bei besonders schweren Verläufen kommt es innerhalb kürzester Zeit zu einer Schocksymptomatik. Aufgrund möglicher schnell einsetzender Komplikationen sollten die Betroffenen in jedem Fall mit Arztbegleitung ins Krankenhaus transportiert werden.

Ursachen des akuten Abdomens

Die Liste aller Erkrankungen, die zu dem Symptomkomplex des akuten Abdomens führen können, ist sehr lang. In den meisten Fällen sind die Ursachen jedoch entweder auf Entzündungsprozesse, direkte Verletzungen, mechanische Einwirkungen oder auf Blutungen beziehungsweise Durchblutungsprobleme zurückzuführen.

Neben diesen Auslösern gibt es eine Vielzahl weiterer Erkrankungen, die zu dem Symptomkomplex der Erkrankung führen können, obwohl sie nicht die Bauchhöhle selbst betreffen. Hierzu gehören beispielsweise Herzinfarkte oder auch Bandscheibenvorfälle. Statistisch gesehen ist in der Altersgruppe der unter 50-Jährigen die Blinddarmentzündung (32 Prozent) und in der Altersgruppe der über 50-Jährigen eine Gallenblasenentzündung (21 Prozent) die häufigste Ursache.

Das sind die verschiedenen Ursachen für die schmerzhaften Symptome:

Entzündungen

Entzündungen in den einzelnen Bauchorganen können zu Schäden an der Organwand führen, diese durchbrechen (perforieren) und so in die Bauchhöhle übertreten. Die Folgen sind eine lebensbedrohliche Bauchfellentzündung (Peritonitis) und meistens ein Darmverschluss (paralytischer Ileus aufgrund einer Lähmung der Darmmuskulatur). Beide Krankheitsbilder führen zu einem akuten Abdomen mit starken Bauchschmerzen. Ein Sonderfall ist die Bauchspeicheldrüsenentzündung. Bei einer Bauchspeicheldrüsenentzündung treten Verdauungsenzyme aus, die dann an umliegenden Strukturen Schäden verursachen.

Diese entzündlichen Erkrankungen lösen ein akutes Abdomen aus:

  • Blinddarmentzündung (Appendizitis)
  • Durchgebrochenes Magen- oder Dünndarmgeschwür
  • Divertikulitis
  • Akute Gallenblasenentzündung (Cholezystitis)
  • Akute Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis)
  • Eileiterentzündung
  • Perforation einer Eileiter- oder Bauchhöhlenschwangerschaft (extrauterine Schwangerschaft) mit anschließender Entzündung

Direkte Verletzungen

Fachleute unterscheiden zwei Formen von Verletzungen:

  • Geschlossene (stumpfe) Bauchverletzungen
  • Offene (perforierende) Bauchverletzungen

Ein verletzungsbedingtes akutes Abdomen liegt dann vor, wenn von außen einwirkende Gewalt auf die Bauchdecke zu einer Verletzung der im Bauch gelegenen Organe geführt hat. Das in die Bauchhöhle austretende Blut wirkt wie ein Fremdkörper auf den Organismus und sorgt für die entsprechenden Symptome. Außerdem kann der starke Blutverlust zu einem Volumenmangelschock führen. Neben Blut gelangt möglicherweise auch Organinhalt wie beispielsweise Magen-Darm-Inhalt in die Bauchhöhle und verursacht zusätzlich eine Entzündung des Bauchfells (Peritonitis).

Mechanische Einwirkungen auf den Bauch

Mechanische Ursachen im Bauchraum können zu einem Darmverschluss (sogenannter mechanischer Ileus) führen, der immer mit akuten Bauchschmerzen einhergeht. Häufige Ursachen dafür sind:

  • Tumore
  • Eingeweidebrüche (Hernien)
  • Divertikulitis
  • Morbus Crohn
  • Fremdkörper
  • Kotsteine
  • Verwachsungen

Blutungen im Bauchraum

Blutungen sind grundsätzlich an allen Organen im Bauchraum möglich. Freies Blut in der Bauchhöhle wirkt auf den Organismus wie ein Fremdkörper und löst daher die schmerzhaften Symptome aus. Mindestens ebenso schwerwiegend ist der Blutverlust als solcher, der aufgrund des Blutvolumenmangels zu einem Schock führen kann.

Die häufigsten Ursachen für Blutungen sind Verletzungen von außen, beispielsweise als Folge eines Verkehrsunfalles. Auch unbehandelte, die Organwand durchbrechende Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüre verursachen Blutungen. Außerdem entsteht möglicherweise eine massive Blutung im Bauchraum, wenn eine angeborene oder erworbene Aussackung der Wand der großen Bauchschlagader (rupturiertes Aortenaneurysma) reißt.

Plötzlich einsetzende Durchblutungsstörungen

Manchmal führen auch krankhafte Blutgefäße zu einem akuten Abdomen. Dazu gehören:

  • Gefäßverschlüsse (zum Beispiel durch Gefäßverkalkung)
  • Thrombosen der Blutadern
  • mangelnde Blutversorgung einer Region oder eines Organs durch eine Wandaussackung der großen Hauptschlagader des Bauchs.

Eine Folge davon ist zum Beispiel der sogenannte Mesenterialinfarkt. Er führt dazu, dass Teile des Verdauungstrakts bis hin zum gesamten Organ durch einen Verschluss der versorgenden Blutgefäße absterben.

Wie wird ein akutes Abdomen diagnostiziert?

Das akute Abdomen ist ein medizinischer Notfall. Deshalb ist es wichtig, zunächst die Ursachen für die Beschwerden zu ermitteln. Die Anamnese sieht folgende Schritte vor:

  • eine ärztliche Befragung
  • eine körperliche Untersuchung
  • Blutuntersuchungen
  • Ultraschall und/oder Computertomographie des Bauchraums
  • gegebenenfalls Röntgenaufnahmen von Bauch- und Brustraum
  • zum Lexikon

    Im Lifeline-Lexikon sind Diagnosen von A wie Angiographie bis Z wie Zystoskopie ausführlich und auch für medizinische Laien verständlich beschrieben.

Um eine sichere Diagnose stellen zu können, berücksichtigt der Arzt die Vorgeschichte der Erkrankung und den Befund der körperlichen Untersuchung. Als Patient oder Angehöriger geben Sie durch die Beschreibung des Krankheitsverlaufs wichtige Hinweise. Ein Kriterium ist dabei auch, ob der Patient noch selbstständig die Praxis oder die Klinik aufgesucht hat oder ob er mit dem Krankenwagen eingeliefert wurde.

Bei der körperlichen Untersuchung am liegenden Patienten stellt der Arzt fest, ob die Bauchdecke gespannt und druckempfindlich ist. Das gibt ihm Hinweise auf eine Bauchfellreizung oder -entzündung. Mit dem Stethoskop hört er, ob der Darm noch Geräusche macht oder ob der Darm seine Tätigkeit aufgrund schwerwiegender Störungen im Bauchraum eingestellt hat. Genauso wichtig ist die Kontrolle von Puls, Blutdruck, Atmung und Körpertemperatur, um ein Gesamtbild vom Zustand des Patienten zu bekommen.

Untersuchung des Enddarms (rektale Austastung)

Das Austasten des Enddarms mit dem Finger komplettiert die ärztliche Untersuchung. Dabei tastet der Arzt Engstellen oder Geschwülste (Tumore). Bei Blutungen im unteren Verdauungstrakt sieht er Blut am behandschuhten Finger. Das Fehlen von Stuhlgang am Finger kann ein wichtiger Hinweis auf Passagestörungen sein (verdächtig für einen Darmverschluss).

Durch die Anamneseerhebung und die körperliche Untersuchung erkennt der Arzt in der Regel, welche weiterführenden apparativen Untersuchungen notwendig sind.

Blutuntersuchung

Bestimmte Bluttests geben ebenfalls nützliche Hinweise auf die Entstehung der Erkrankung. Untersucht werden

  • die Anzahl der roten und weißen Blutkörperchen 
  • Entzündungsmarker (etwa Blutsenkungsgeschwindigkeit oder der CRP-Wert)
  • Blutzucker- sowie Leber-, Nieren- und Elektrolytwerte (zum Beispiel Natrium, Kalium)

Je nach vermuteter Ursache bestimmt der Arzt zudem Enzyme (Eiweiße) der Bauchspeicheldrüse und Gerinnungsfaktoren. Bei Frauen im gebärfähigen Alter sollte zudem ein Schwangerschaftstest erfolgen.

Ultraschall

Ergänzend gehört zur Diagnostik in den meisten Fällen auch eine Ultraschalluntersuchung der Bauchhöhle. Mit dieser Untersuchungsmethode sucht der Arzt auch nach freier Flüssigkeit im Bauchraum. Dabei kann es sich beispielsweise um Blut und Eiter, aber auch um durch Entzündung freigesetztes Gewebswasser (seröse Flüssigkeit) handeln. Gleichzeitig begutachtet der Arzt die einzelnen Organe: Kontur-, Gewebs- oder Oberflächenveränderungen weisen auf etwaige Verletzungen oder Erkrankungen (zum Beispiel Milzriss) hin.

Röntgenaufnahmen

Neben der Ultraschalluntersuchung entscheidet der Arzt in manchen Fällen auch, Lunge und Bauch (Thorax und Abdomen) zu röntgen. Anhand der Röntgenbilder erkennt der Arzt zum Beispiel Fremdkörper, Kotsteine oder auch freie Luft, die ein Hinweis sind, dass lufthaltige Hohlorgane (zum Beispiel Magen oder Darm) eventuell verletzt sind.

Computertomographie

Mithilfe der Computertomographie (CT) lässt sich ebenfalls freie Luft in der Bauchhöhle darstellen. Dank der heute verfügbaren schnellen und hochauflösenden Computertomographien ist es zudem möglich, Verdachtsdiagnosen zu überprüfen oder mögliche Komplikationen frühzeitig aufzudecken. Nicht selten findet der Arzt mit dieser Methode auch Ursachen des akuten Abdomens, an die er zuvor nicht gedacht hatte, und kann so seine Therapieentscheidungen erweitern. Das CT kommt daher bei der Diagnose des akuten Abdomens immer häufiger zum Einsatz.

Bauchspiegelung

Manchmal veranlasst der Arzt auch eine Bauchspiegelung (Laparoskopie), um zu einer klaren Diagnose zu kommen. Bei diesem Verfahren, auch bekannt als Schlüssellochchirurgie, erhalten Sie eine Vollnarkose. Über eine Kanüle unterhalb des Nabels bringt der Arzt Kohlendioxid-Gas in die Bauchhöhle ein – dadurch sieht er besser und schafft sich mehr Platz in der Bauchhöhle und damit mehr Handlungsspielraum.

Anschließend führt der Operateur – ebenfalls im Bereich des Nabels – über eine Hülse (Trokar) eine Optik ein, über die er sich einen Überblick über die Verhältnisse in der Bauchhöhle (Abdominalhöhle) verschafft. So inspiziert er den gesamten Bauchraum, wobei er besonders auf die Organe achtet, von denen er weiß, dass sie häufig Ursache für ein akutes Abdomen sind, wie zum Beispiel der Blinddarm (Appendizitis).

Welche therapeutischen Maßnahmen helfen bei akutem Abdomen?

Ziel der Behandlung der Beschwerden ist es, die lebenswichtigen Funktionen des Organismus zu stabilisieren (zum Beispiel Atmung und Herzfunktion) und die Ursache der Beschwerden zu beseitigen. Abhängig vom Befund entscheidet sich der Arzt für eine Therapie, zum Beispiel auch für eine Operation. Möglicherweise führt diese auch zu einer vorübergehenden Einschränkung der Lebensqualität – etwa wegen eines künstlichen Darmausgangs.

Kommt der Arzt mit den üblichen Verfahren zu keiner gesicherten Diagnose und verschlechtert sich der Zustand des Patienten, wird er sich im Zweifelsfall für eine Notoperation entscheiden.

Grundsätzlich gilt: Einem akuten Abdomen können sowohl Erkrankungen zugrunde liegen, die eine sofortige Operation erfordern, als auch Erkrankungen, die lediglich eine konservative, nicht-operative Therapie erfordern.

Operation bei chirurgischen Krankheitsbildern

Falls eine Operation des Bauches notwendig ist, gibt es je nach Schwere der Erkrankung zwei Verfahren:

  • Öffnung der Bauchhöhle (Laparotomie)

Der Chirurg öffnet den Bauch meistens mit einem sogenannten Mittelschnitt (mediane Laparotomie), bei er in der Mittellinie des Bauchs, in der Regel links um den Nabel herum, einen Schnitt anlegt. Je nach Befund entfernt er zum Beispiel eine entzündete Gallenblase, räumt eventuell entstandene Eiteransammlungen (Abszesse) aus, näht oder entfernt – wenn möglich – verletzte Organe (zum Beispiel die Milz) und stillt Blutungen.

  • Laparoskopische Operation

Die Bauchspiegelung (Laparoskopie) oder sogenannte Schlüssellochchirurgie dient nicht nur der Diagnostik, Spezialisten setzen sie auch therapeutisch ein. So lösen oder beseitigen sie beispielsweise gut zugängliche Verwachsungsstränge zwischen den Darmschlingen (Briden), welche die Darmbewegung behindern.

Beim mechanischen Darmverschluss und ausgeprägten Entzündungen im Bauchraum ist die Bauchspiegelung jedoch nur eingeschränkt nutzbar. Denn die Ursache für den Darmverschluss lassen sich laparoskopisch meist nicht beheben. Das Risiko besteht, dass entzündetes Darmgewebe durch die eingeführten Hülsen und Instrumente verletzt wird.

Behandlung bei nichtchirurgischen Krankheitsbildern

Es gibt zahlreiche Erkrankungen, die zu starken Bauchschmerzen führen und keine Ursache haben, die sich operativ beheben lässt. In diesen Fällen suchen Sie besser einen Facharzt auf. Welcher Facharzt Ihnen helfen kann, hängt von den Beschwerden ab. Diese Erkrankungen sind typisch für akutes Abdomen:

  • Harnleitersteine: Behandlung durch Urologen
  • Eileiterentzündungen: Behandlung durch Gynäkologen
  • Lungenentzündungen: Behandlung in der Inneren Medizin/Pneumologie
  • Herzhinterwandinfarkte: Behandlung in der Inneren Medizin/Kardiologie
  • Entgleisung einer Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus): Behandlung in der Inneren Medizin/Diabetologie

Kann ich einem akuten Abdomen vorbeugen?

Gegen eine Blinddarmentzündung oder Verletzungen gibt es keine wirksamen vorbeugenden Maßnahmen. Sind Sie allerdings an Diabetes erkrankt, sollten Sie darauf achten, dass diese gut eingestellt und ärztlich überwacht ist. Ebenso können Sie einem akuten Abdomen, Herz-Kreislauferkrankungen und Übergewicht durch einen gesunden Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und ausreichender Bewegung vorbeugen.

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Autor:
Letzte Aktualisierung: 25. August 2017
Durch:
Quellen: C.Graeb; M. Reiser; K.-W. Jauch; A. Graser: Akutes Abdomen - Klinische Begriffsbestimmung und Anforderungen an die Bildgebung; Der Radiologe: 50: 209-213; 2010; Springer Medizin C.-M. Reng; S. Grüne: Akutes Abdomen; Intensivmedizin: 47: 225-237; 2010; Springer Medizin J. Mösner: Akutes Abdomen; Internist: 46: 974-981; 2005; Springer Medizin

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