Von Belladonna bis Cantharis

Homöopathische Hilfe bei Sonnenbrand

Strahlende Sonne macht gute Laune und lockt ins Freie. Wer sich der UV-Strahlung aber zu lange aussetzt, riskiert einen schmerzhaften Sonnenbrand. Am besten sollte man es nicht so weit kommen lassen. Wenn es aber doch mal passiert, helfen die folgenden homöopathischen Mittel, Beschwerden zu lindern.

sonnenbrand behandeln
Leichter Sonnenbrand lässt sich oft auf sanfte Weise, zum Beispiel mit Cantharis oder Apis mellifica, lindern.
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In der Sonne eingeschlafen, den falschen Lichtschutzfaktor gewählt oder ganz vergessen sich einzucremen? Die Gründe, warum es zu einem Sonnenbrand gekommen ist, sind vielfältig. Meist wird die Kraft der Sonne schlicht und einfach unterschätzt. Denn von der Sonneneinstrahlung spüren wir zwar die Wärme und das Licht. Die UV-Strahlung selbst aber können wir nicht wahrnehmen. Spürbar sind dann erst wieder die Folgen von zu viel Sonnenstrahlung, zum Beispiel in Form von Sonnenbrand.

25 wichtige Mittel für die homöopathische Reiseapotheke

 

Ein Sonnenbrand ist eine Verbrennung, also ein Hitzeschaden auf der Haut durch UV-Strahlung. Bei einem leichten Sonnenbrand macht sich die Verbrennung durch eine schmerzhafte Rötung, eine leichte Schwellung sowie eine Überwärmung der Haut bemerkbar. Wenn sich zusätzlich Blasen bilden und es zur Abschälung der Haut kommt, spricht man von einem Sonnenbrand zweiten Grades, der sehr schmerzhaft ist. Eine sehr schwere und äußerst schmerzhafte Verbrennung liegt bei einem Sonnenbrand dritten Grades vor. Hier sind die obersten Hautschichten zerstört und es können Narben zurückbleiben.

Kühlung und Homöopathie: Leichten Sonnenbrand selbst behandeln

Einen leichten Sonnenbrand ohne Blasenbildung kann man oft noch selbst behandeln. In den meisten Fällen genügt es hier, die betroffene Hautpartie zu kühlen und hautberuhigende Gels oder Lotionen aufzutragen. Wenn größere Hautareale oder die empfindliche Haut von Babys oder Kleinkindern betroffen sind, sollte allerdings auch bei einem leichten Sonnenbrand ein Arzt aufgesucht werden. Dasselbe gilt für einen Sonnenbrand, bei dem sich bereits Blasen gebildet haben. Hier kann der Arzt entzündungshemmende Schmerzmittel verordnen und heilungsfördernde Salbenverbände anlegen. Eine Verbrennung dritten Grades muss in der Regel stationär in einem Krankenhaus behandelt werden.

Homöopathische Mittel für die Hausapotheke

Bei der Therapie aller Formen des Sonnenbrandes kann auch Homöopathie unterstützend eingesetzt werden, um die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren und so den Heilungsprozess zu beschleunigen. Zur Selbstbehandlung empfohlen werden vor allem niedrige Potenzen wie D6 und D12. Für die Anwendung höherer Potenzen ist eine besonders exakte Übereinstimmung zwischen dem Krankheitsbild und der gewählten Arznei erforderlich. Das ist für einen Laien oft schwierig. Deshalb sollte ab einer Potenz von C30 und höher möglichst der Rat eines homöopathiekundigen Arztes, Apothekers oder einer Hebamme eingeholt werden.

Homöopathische Wirkstoffe bei Sonnenbrand

Folgende homöopathische Mittel können zur Linderung der Beschwerden bei Sonnenbrand angewendet werden:

Belladonna, die Tollkirsche, ist das richtige Mittel bei einem Sonnenbrand ersten Grades mit starker Rötung der Haut, Schmerzen bei Berührung und Fieber. Insbesondere, wenn neben dem Sonnenbrand zusätzlich noch ein Sonnenstich mit starken Kopfschmerzen vorliegt, kann Belladonna gute Dienste leisten.

  • Apis mellifica

Apis, die Honigbiene, wird ebenfalls gerne bei Sonnenbrand eingesetzt und hilft vor allem bei brennenden, stechenden Schmerzen sowie geschwollener Haut.

Cantharis wird empfohlen zur Linderung von brennenden Schmerzen bei Sonnenbrand zweiten Grades mit Blasenbildung und Unruhe des Patienten.

  • Causticum

Bei Sonnenbrand zweiten Grades mit Blasenbildung, wenn die Wunden und Blasen schlecht heilen und fast verheilte Narben wieder aufbrechen, kann Causticum helfen.

Homöopathie bei Sonnenbrand: Ist Vorbeugung möglich?

Homöopathie kann keinem Sonnenbrand vorbeugen. Zwar kann die Einnahme von Natrium muriaticum helfen, den natürlichen Eigenschutz von empfindlicher Haut aufzubauen. Damit sollte etwa zwei Wochen vor der geplanten Sonnenbestrahlung begonnen werden. Eine Vorbeugung gegen Sonnenbrand bietet diese Maßnahme allerdings nicht. Um keinen Sonnenbrand zu riskieren, hilft nur, die wichtigsten Sonnenschutzregeln zu beachten:

  • Sonnenbestrahlung in der Mittagszeit von 11 Uhr bis 15 Uhr meiden

  • Eigenschutzzeit des jeweiligen Hauttyps beachten

  • Sonnenschutzmittel mit ausreichend hohem Lichtschutz wählen und entsprechend nachcremen

  • unbedeckte Sonnenterrassen des Körpers (Nase, Ohren, Dekolletee, Handrücken etc.) besonders sorgfältig eincremen und Kopfbedeckung tragen

  • empfindliche Kinderhaut durch Kleidung und Sonnencremes mit extra hohem UV-Filter schützen

  • Babys bis einem Jahr gar nicht direkter Sonne aussetzen

Bei diesen Symptomen zum Arzt!

Lifeline/Wochit

Autor:
Letzte Aktualisierung: 06. Juli 2017
Quellen: Markus Wiesenauer: Maxi-Quickfinder Homöopathie, Gräfe und Unzer, 2015; Deutscher Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ); Deutsche Haut- und Allergiehilfe (DHA); Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG)

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