Bereits bei der Geburt

Formel sagt Fettsucht voraus

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Babys sollten nicht überfüttert werden.
Getty Images/iStockphoto

Ob ein Kind später dick wird, kann schon bei seiner Geburt errechnet werden. Wichtig dafür sind einfache Daten wie Gewicht der Eltern, ob die Mutter während der Schwangerschaft rauchte, aber noch weitere Fakten, so eine Studie.

Wissenschaftler unter der Leitung von Philippe Froguel und Marjo-Riitta Jarvelin vom Imperial College London analysierten die Daten von rund 9000 Kindern. Die Zahlen stammten aus verschiedenen finnischen, italienischen und amerikanischen Studien. Dabei stellte sich heraus, dass der BMI der Eltern, die Tatsache, ob die Mutter während der Schwangerschaft rauchte oder nicht, ihre Stellung im Beruf und die Größe des Haushalts aussagekräftige Parameter waren, ob ein Kind später übergewichtig wird oder nicht. das Fünftel der Kinder, die nach dieser Formel ein großes Risiko hatte, übergewichtig zu werden, machte später tatsächlich 80 Prozent der Fettsüchtigen aus.

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Gleich nach der Geburt testen

Die Forscher empfehlen, bei jedem Kind gleich nach seiner Geburt mit dieser Formel das Fettsuchtrisiko abzuchecken. „Dieser Test dauert nicht lange, er kostet nichts und es sind keine aufwändigen Laboruntersuchungen notwendig“, sagt Froguel. „Ist ein Kind dann einmal übergewichtig, tut es sich nämlich sehr schwer damit, wieder abzunehmen“, warnt der Experte und kritisiert, dass die Präventionsmaßnahmen gegen Übergewicht erst im Schulalter ansetzen. „Effektiver wäre es, die Eltern bereits kurz nach der Geburt über die Gefahren von Überfüttern und schlechten Ernährungsangewohnheiten aufzuklären und ihnen ein Schulungsprogramm mit Ernährungsberatung und psychologischer Unterstützung anzubieten.“ Nur so könne es gelingen, schon im Vorfeld Fettsucht beim Kind zu verhindern.

Fettsucht bei Kindern nimmt immer mehr zu - und damit das Risiko für Diabetes, Bluthochdruck und Schlaganfall. Bisher galt die Lehrmeinung, dafür seien Gene schuld. Die Studie der britischen Wissenschaftler widerlegt das jedoch.

Die Arbeit ist veröffentlicht auf PLOS ONE (Public Library of Science), einem renommierten Online-Wissenschaftsjournal.

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Autor: Monika Preuk
Letzte Aktualisierung: 03. Dezember 2012
Quellen: PLOS ONE

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