Peak-Flow-Meter

Ein Peak-Flow-Meter ist ein handliches Messinstrument, mit dem beispielsweise Asthma-Patienten den Verlauf ihrer Krankheit kontinuierlich selbst überwachen können.

Peak-Flow-Meter
Mit dem Peak-Flow-Meter können Patienten mit obstruktiven Lungenerkrankungen den Krankheitsverlauf kontrollieren.
Getty Images/Hemera

Das Peak-Flow-Meter ist ein etwa handgroßes Messinstrument für die schnelle Lungenfunktionsprüfung zu Hause. Es misst die Stärke des Luftstroms beim Ausatmen, daher auch die Bezeichnung: der englische Begriff peak flow bedeutet „stärkste Strömung“. Der Peak-Flow-Wert wird in Liter pro Minute angegeben und gibt Aufschluss über das Ausmaß der Verengung in den Bronchien bei obstruktiven Lungenerkrankungen wie Asthma oder COPD. Patienten, die unter einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung leiden, können sich ein Peak-Flow-Meter von ihrem Arzt verordnen lassen.

Empfohlen wird, das Messgerät zweimal täglich, am besten morgens nach dem Aufstehen und abends vor der Nachtruhe anzuwenden und die Werte in einem Peak-Flow-Tagebuch einzutragen. Einzelne Messwerte sind dabei weniger wichtig; aussagekräftig ist vor allem ihre Entwicklung. Wenn Sie ein Absinken der Werte beobachten, deutet dies auf eine Verschlechterung Ihrer Lungenfunktion hin, die Sie unbedingt mit Ihrem Arzt besprechen sollten. Vergessen Sie auch nicht, Ihr Peak-Flow-Tagebuch zu jedem Arztbesuch mitzubringen!

Auf schnelles und kräftiges Ausatmen kommt es an

Es gibt mechanische und elektronische Peak-Flow-Meter. Bei einem mechanischen Peak-Flow-Meter ist vor jeder Messung darauf zu achten, dass die Anzeigemarke auf Null steht. Im Stehen heißt es nun ganz tief Luft holen, das Messgerät waagerecht an den Mund halten, das Mundstück mit den Lippen umschließen und dann so schnell und kräftig wie möglich durch das Mundstück in den Peak-Flow-Meter ausatmen.

Bei einem mechanischen Messgerät treibt der Luftstoß die Anzeigemarke auf der Skala nach oben. Wichtig ist deshalb, sie beim Halten des Messgeräts nicht mit den Fingern zu blockieren. Bei der elektronischen Variante des Peak-Flow-Meters wird das Messergebnis auf einem Display angezeigt. 

Den Wert notieren, die Messung noch zweimal wiederholen und den höchsten Wert im Peak-Flow-Tagebuch eintragen, das Mundstück reinigen, fertig. Insgesamt dauert die Messung mit dem Peak-Flow-Meter nur wenige Minuten, liefert aber wichtige Hinweise.

Unter 50 Prozent des Bestwertes den Arzt rufen

Mit dem Messwert sollten auch immer eingenommene Medikamente und Dosierung eingetragen werden. Im Gespräch mit dem Arzt vereinbarte Zielwerte helfen dem Patienten, die ereichten Werte einzuschätzen; auch sollte geklärt sein, ab welchem Wert umgehend der Arzt aufzusuchen ist. In der Regel gibt der Bestwert einen Anhaltspunkt, den man gemeinsam mit dem Arzt meist nach einigen Wochen regelmäßigen Messens bestimmt.

Liegt der jeweils bei den Kontrollmessungen ermittelte Wert über 80 Prozent des Bestwertes, deutete dies auf eine ausreichende Mediaktion hin. Werden bei der Peak-Flow-Messung nur noch zwischen 50 bis 80 Prozent des Bestwerts erreicht, sollte mit dem Arzt eine Therapieänderung beziehungsweise Steigerung der Dosis besprochen werden.

Bei Werten unter 50 Prozent des Bestwertes, auch bei Wiederholung der Messung nach Einnahme der vorgesehenen Medikamente, sollte der Arzt kontaktiert werden.

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Letzte Aktualisierung: 30. November 2016

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