Zu dick, zu dünn oder ganz normal?

BMI-Rechner: Das verrät Ihr Body-Mass-Index

Der BMI, auch Body-Mass-Index genannt, gibt Hilfestellung bei der Einschätzung des Körpergewichts. Ist der BMI zu hoch, zeigt das Übergewicht an, was viele Krankheiten wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Probleme begünstigt. Mit unserem BMI-Rechner finden Sie Ihren Body-Mass-Index heraus – inklusive weiterführende Infos wie Tipps zum Abnehmen.

Geht es nach dem Body-Mass-Index, ist der durchschnittliche deutsche Mann zu dick. Sein BMI: 26,5 (Stand 2013). Die durchschnittliche Frau ist mit einem BMI von 25 ebenfalls übergewichtig. Der optimale BMI reicht nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Erwachsene von 18,5 bis 24,9. Ein höherer Wert spricht für Übergewicht oder starkes Übergewicht (Adipositas) – wichtige Faktoren bei der Entstehung vieler Krankheiten wie Diabetes Typ 2. Ein Wert unterhalb 18,5 lässt auf Untergewicht schließen, das wie Adipositas schwerwiegende Folgen für die Gesundheit haben kann. Ein Nährstoffmangel durch unzureichende Nahrungszufuhr beispielsweise kann zu Müdigkeit, erhöhter Infektanfälligkeit und im schlimmsten Fall zu Herzversagen führen.

Die einfache BMI-Formel: Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch Körpergröße in Metern zum Quadrat. Das Ergebnis ziehen Mediziner zur Einordnung des Gewichts heran, der BMI sollte allerdings nicht ohne Berücksichtigung der körperlichen Fitness bewertet werden. So wird ein sportlicher Mann einen höheren BMI errechnen, da Muskelmasse schwerer ist als Fett. Auch die Fettverteilung (Waist-to-Hip-Ratio) sollte in die abschließende Beurteilung einfließen. Zu viel Bauchfett, also stoffwechselaktives viszerales Fett, umhüllt die inneren Organe und gilt als gefährliches Fettdepot, weil es das Risiko für Herzinfarkt, Arteriosklerose und Alzheimer stärker erhöht als Fetteinlagerungen am Po oder an der Hüfte.

Der Body-Mass-Index dient also nur als Orientierungshilfe und ist einer von vielen Faktoren, die Aufschluss über Ihre körperliche Gesundheit geben.

 

 

Das Gewicht bei Kleinkindern und Heranwachsenden

Bei Kindern und Jugendlichen ist der BMI aufgrund der verschiedenen Wachstumsphasen weniger aussagekräftig als bei Erwachsenen. Er wird deshalb aus den Körpergrößen- und Körpergewichtsdaten von insgesamt 17.147 Jungen und 17.275 Mädchen in der Altersgruppe von 0-18 Jahren erhoben. Auf dieser Grundlage wurden Perzentilenkurven für Jungen und Kurven für Mädchen erstellt. Ein Perzentil bezeichnet einen Hundertstelwert. Ab der 90. Perzentile wird von Übergewicht gesprochen, oberhalb der 97. Perzentile ist eine Adipositas anzunehmen. Normalgewichtig sind Kinder und Jugendliche, die zwischen der 10. und 90. Perzentile liegen. Unterhalb der 10. Perzentile gehen Ärzte von Untergewicht aus.

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Untergewicht: wenn die Waage zu wenig anzeigt

Es gibt viele Gründe für Untergewicht, unter anderem genetische Veranlagung, Schilddrüsenüberfunktion, Essstörungen wie Magersucht oder Appetitmangel durch Stress oder Kummer. Sind Krankheiten die Ursache von Untergewicht, sollte ein Arzt oder Psychotherapeut um Rat gefragt werden. Tipps, wie Sie zunehmen können, wenn Sie aus anderen Gründen an Untergewicht leiden, finden Sie hier.

Je nach Quelle weichen die Zahlen für Untergewicht leicht ab. Nach Einschätzung der WHO sind Erwachsene mit einem BMI unterhalb der 18,5 untergewichtig. Der Nationale Forschungsrat der USA (National Research Council, NRC) staffelt die Ergebnisse dagegen nach Alter:

19-24 Jahre – Untergewicht unterhalb von 19
25-34 Jahre – Untergewicht unterhalb von 20
35-44 Jahre – Untergewicht unterhalb von 21
45-54 Jahre – Untergewicht unterhalb von 22
55-65 Jahre – Untergewicht unterhalb von 23
älter als 65 – Untergewicht unterhalb von 24

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Nicht zu dünn, nicht zu dick: gerade richtig im Normalgewicht

Normalgewicht ist ein Zeichen dafür, dass man sich ausgewogen ernährt und regelmäßig körperlich betätigt – also gesund lebt. Doch Normalgewicht ist nicht gleich Normalgewicht: Die WHO spricht bei einem BMI zwischen 18,5 und 24,9 von normalem Körpergewicht. Der US-amerikanische Forschungsrat National Research Council (NRC) dagegen staffelt den idealen BMI nach Alter.

Einer Veröffentlichung des NRC zufolge ist ein BMI zwischen 22 und 25 mit der niedrigsten Sterblichkeitsrate verbunden und reduziert das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck und Diabetes. Im Alter steigt der optimale BMI der Studie zufolge allerdings an. Ein Grund hierfür ist, dass im Falle einer Krankheit ein kleines Fettdepot von Vorteil ist, von dem der Körper zehren kann.

19-24 Jahre – idealer BMI 19-24
25-34 Jahre – idealer BMI 20-25
35-44 Jahre – idealer BMI 21-26
45-54 Jahre – idealer BMI 22-27
55-65 Jahre – idealer BMI 23-28
über 65 Jahre – idealer BMI 24-29

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Immer mehr Deutsche übergewichtig

Die Deutschen sind zu dick. Genauer gesagt haben 67,1 Prozent der Männer und 53 Prozent der Frauen einer Studie des Robert-Koch-Instituts zufolge mit einem BMI über 25 Übergewicht, auch Präadipositas genannt.  

Erschreckend sind diese Zahlen vor allem deshalb, weil Adipositas (also ein BMI oberhalb von 30) ein bedeutender Risikofaktor für chronische Krankheiten wie beispielsweise Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen ist. Auch die Gefahr für Gelenkbeschwerden wächst mit steigendem Gewicht.

Übergewicht muss nicht ungesund sein

Übergewicht ist allerdings nicht gleich Übergewicht: So kommen Studien zu dem Ergebnis, dass Menschen mit leichtem Übergewicht eine längere Lebenserwartung haben als jene mit Normal- oder Untergewicht. Gründe hierfür können vielfältig sein: So leben leicht Übergewichtige, die sich gesund ernähren und viel Sport treiben, gesünder als Normalgewichtige, die zucker- und fettreich essen, sich nicht körperlich betätigen und viel Stress haben. Auch für sehr muskulöse Männer bedeutet ein BMI über 25 nicht unbedingt ein höheres gesundheitliches Risiko: Muskelgewebe ist schwerer als Fett. Von Übergewicht profitiert der Körper auch im Krankheitsfall, weil er von gespeicherten Energiereserven zehren kann.

Das Wichtigste überhaupt: Man muss sich wohlfühlen in seiner Haut. Und dieses persönliche Empfinden ist nicht an eine Zahl gebunden. Wer jedoch ein paar Kilo loswerden will oder muss, weil das Gewicht in den ungesunden stark übergewichtigen Bereich rutscht: Alles rund ums Abnehmen finden Sie hier!

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Adipositas – wenn Fettleibigkeit krank macht

Fettleibigkeit – auch Adipositas genannt – ist krankhaftes Übergewicht ab einem BMI von 30. Der DEGS-Studie (Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland) zufolge sind 23,3 Prozent der Männer und 23,9 Prozent der Frauen adipös, Tendenz steigend. 1998 waren es unter den Männern noch rund 19 Prozent und bei den Frauen etwa 22,5 Prozent. Laut Studienergebnissen gibt es aktuell vor allem unter den 25- bis 34-Jährigen einen Adipositas-Anstieg. Einen Grund hierfür sehen die Forscher darin, dass diese Altersgruppe mit Computer, Smartphones und Unterhaltungsmedien großgeworden sind, Bewegung dafür aber zu kurz kommt.

Adipositas ist mit einem stark erhöhten Risiko für viele Krankheiten verbunden, darunter Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Fettleber aber auch psychosozialen Problemen. Die Weltgesundheitsorganisation führt sogar 44 Prozent der Zuckererkrankungen und 40 Prozent bestimmter Krebsleiden auf Adipositas zurück. Auch der Bewegungsapparat leidet unter Fettleibigkeit, so begünstigt es Arthrose in den Gelenken. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung geht daher davon aus, dass Adipositas eines der größten Herausforderungen für das Gesundheitswesen im 21. Jahrhundert darstellt.

Gesund abnehmen mit Sport und ausgewogener Ernährung

Mit einem BMI über 30 sollte man seiner Gesundheit zuliebe definitv an Gewicht verlieren. Ein Arzt, eine Ärztin oder ein/e Ernährungsberater/in können dabei eine große Hilfe sein. Hier finden Sie Informationen rund ums Thema Abnehmen, gesunde Ernährung, Kalorienbomben und für Ihren Typ passende Sportarten.

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Autor:
Letzte Aktualisierung: 14. September 2016
Quellen: Lückerath, E./Müller, S. (2014): Diätetik und Ernährungsberatung. 5. Auflage. Stuttgart; http://www.lifeline.de/ernaehrung-fitness/gesund-essen/carotinoide-id31219.html#ixzz4KETPrfZ4http://www.gbe-bund.de/; https://www.dge.de/presse/pm/die-deutschen-werden-immer-dicker/; http://www.kinderaerzte-im-netz.de/fileadmin/pdf/AGA/Perzentilienkurve_BMI_Jungen_0-18.pdf; http://www.kinderaerzte-im-netz.de/fileadmin/pdf/AGA/Perzentilienkurve_BMI_Maedchen_0-18.pdf; http://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK218761/; http://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK218733/; https://www.ifb-adipositas.de/adipositas/entwicklungen; www.degs-studie.de

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