Vermeidbare Influenza

Wieso sich die Grippe-Impfung lohnt

Die Impfung gegen Influenza wirkt nicht, soll gefährlich sein oder sogar Krankheiten auslösen: Impfgegner haben viele Scheinargumente – amerikanische Experten entkräften diese jetzt.

Frau bekommt Impfung
Der jährliche Pikser schützt vor Influenza. Bestimmten Personengruppen kann die Virusgrippe gefährlich werden.
iStock/fstop123

Eines ist sicher: Die Influenza kommt. Die meisten Betroffenen überstehen die Virusgrippe zwar gut, doch für Risikogruppen wie chronisch Kranke, Asthmatiker, Senioren oder Immungeschwächte kann eine echte Grippe lebensgefährlich sein. Deshalb wird ihnen – genauso wie Menschen, die täglich mit vielen Mitmenschen Kontakt haben – dringend zur Grippeschutzimpfung geraten. Zu diesen Berufsgruppen zählen etwa Busfahrer, Lehrer, Apotheker oder Ärzte.

Doch nur wenige lassen sich gegen die Influenza impfen. Unter allen Erwachsenen sind nur 28 Prozent geimpft. Von den Risikogruppen sogar nur 41 Prozent, wie die Untersuchung eines Forscherteams unter der Leitung von Thomas Talbot von der Vanderbilt Universität in Nashville zeigt.

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In Deutschland sieht es ähnlich aus: Jeder Zweite hat sich überhaupt noch nie gegen die saisonale Influenza piksen lassen.

Gründe für die Ablehnung der Grippeimpfung

Eine ganze Reihe von Argumenten, die jedoch die Influenza-Forscher in ihrer Arbeit widerlegen. Hier die gängigsten Argumente der Impfgegner und wie die US-Ärzte diese entkräften:

  • „Der Impfstoff wirkt nicht, schützt also nicht vor der Virusgrippe.“ Die Grippeimpfung ist zwar nicht ganz so wirksam wie andere Impfungen, aber „nicht ganz so effektiv“ bedeutet nicht „wirkungslos“, sagt Experte Talbot. Der Impfschutz des derzeit eingesetzten Serums erreicht immerhin 62 Prozent. Außerdem verhindert er zu 60 Prozent, dass schwere Folgeerkrankungen wie etwa eine Lungenentzündung entstehen.

  • „Von der Impfung bekommt man erst recht die Influenza.“ Die in Deutschland eingesetzten Seren können gar keine Influenza auslösen. Das haben Studien bewiesen. Wenn jemand eine echte Grippe bekommt, obwohl er geimpft ist, kann das daran liegen, dass er mit dem Virus infiziert wurde, bevor sich der Schutzeffekt aufgebaut hat. Das kann bis zu zwei Wochen dauern.

  • „Ich habe eine Eiweißallergie.“ Weil zur Produktion des Impfstoffs Eiweiß verwendet wird, war die Grippeimpfung für Eiweißallergiker in der Vergangenheit tatsächlich gefährlich. Heute raten Experten betroffenen Patienten nicht grundsätzlich von der Impfung gegen die Influenza ab – nur wenn sie tatsächlich durch Eiweiß schwerste allergische Reaktionen bekommen, etwa Atemnot oder Übelkeit. Deshalb sollten Eiweißallergiker vor der Influenza-Impfung einen Allergologen befragen. Für viele Patienten ist dann die Impfung durchaus möglich.

  • „Ich bin schwanger und darf deswegen nicht geimpft werden.“ Dieses Argument galt früher einmal. Die modernen Grippeimpfstoffe sind für Schwangere geeignet. Ihnen wird sogar dringend zur Impfung geraten. Wie die Erfahrung mit der Schweinegrippe gezeigt hat, sind sie für Komplikationen durch die Infektion besonders gefährdet.

  • „Ich bin gesund und bekomme nie eine Grippe.“ Schön für den jeweiligen Menschen – eine Impfung gegen die Influenza ist trotzdem sinnvoll, wenn jemand mit vielen anderen in täglichem Kontakt steht. Denn er kann das Virus übertragen, ohne selbst Anzeichen einer Grippe-Erkrankung aufzuweisen.

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