Burnout-Kolumne (12)

Burnout-Diagnose: Was die Organe uns sagen

Organe spiegeln den Zustand unserer Psyche wider

Der Mensch ist ein zusammenhängender Organismus. Haben wir Schmerzen, fühlen wir uns nicht gut. Umgekehrt wirken sich anhaltende oder intensive Gefühle auf unsere Organe aus.

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Oft haben körperliche Symptome psychische Ursachen – und unsere Organe sagen uns das. Wer sich etwa viel aufbuckelt, wird das an seinem Rücken merken.
Getty Images/Fuse

Wir kennen das aus dem alltäglichen Sprachgebrauch. Redewendungen wie "Das schlägt mir ganz schön auf den Magen!" oder "Es reicht, ich habe die Schnauze voll!" zeigen, dass unsere Seele mit starken Körpersignalen zu uns spricht.

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Stellen Sie sich vor, Sie werden in Ihrer Freiheit stark eingeschränkt, und beobachten Sie Ihren Körper. Sie können nicht frei und tief atmen. Und was machen Sie, wenn Sie von einem engen, vollen Raum ins Freie gehen? Wahrscheinlich atmen Sie erst einmal tief durch – um frische Luft in die Lungen zu pumpen und sich von der Enge zu befreien. Genauso kommt uns beispielsweise bei Wut und Zorn die Galle hoch. Umgekehrt führt eine belastete Galle zu schneller Gereiztheit.

Das Einmaleins der Organsprache

Dieses Wechselspiel der körperlichen und seelischen Symptome hilft auch bei Burnout, die Ursachen zu ergründen – und Behandlungswege aufzuzeigen.

Rückenschmerzen sind ein körperliches Symptom für Burnout. Wie wir Haltung und Aufrichtigkeit zeigen, spiegelt sich an unserem Rücken wider. Mit Rückenschmerzen geht man gebeugt, passt sich lieber an, anstatt aufrecht zu gehen – und seine Meinung zu sagen. Wenn sie häufig mit Rückenproblemen zu tun haben, sollten Sie sich andererseits fragen, ob Sie einiges „auf dem Buckel“ tragen müssen, Sie jemandem den Rücken stärken müssen? Bei Rückenschmerzen kann es helfen, einige dieser Lasten abzugeben.

Die Gelenke stehen im Zusammenhang mit Beweglichkeit und Effektivität. Das zeigt sich in Redewendungen wie "übers Knie brechen", "in die Knie zwingen" (Demut) oder "Ich kann keinen Schritt mehr tun". Ein fehlender guter Stand, Überbelastung und Beugsamkeit sind hier der Hintergrund. Die Hände (be)greifen und stellen die Handlungsfähigkeit dar. Wir stehen auf unseren Füßen (Standhaftigkeit) und sind verwurzelt. Die Knochen stehen für Festigkeit, die Muskeln und Gelenke hingegen für Beweglichkeit, Aktivität und Flexibilität.

Stress belastet die Leber

Als Entgiftungsorgan verarbeitet die Leber unsere materiellen und emotionalen Gifte. Das Organ besteht aus 500 Milliarden Zellen in 370 verschiedenen Abteilungen. Die Leber hat enormen Einfluss auf körperliche und seelische Prozesse im Körper: Migräne ist bis zu 80 Prozent eine Lebererkrankung. Aber auch Schlafstörungen zwischen ein und drei Uhr nachts deuten auf eine Überlastung der Leber hin.

Ist einem die „Laus über die Leber gelaufen“, bedeutet das verhaltene Wut bis zu Depression. „Da kommt mir die Galle hoch“ oder „Gift und Galle spucken“ sind Ausdruck von Wut und Aggression. Wer Leber- oder Gallenbeschwerden hat, sollte deshalb Maß halten – nicht nur beim Essen und Trinken, sondern auch emotional.

In der nächsten Kolumne: Was Herz, Lunge, Magen, Darm und Geschlechtsorgane uns sagen können.

Die Sprache der Organe

Autor:
Letzte Aktualisierung: 01. April 2014

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