Burnout-Kolumne (19)

Mit Sport gegen Burnout

Wer richtig ausgebrannt ist, kann sich nicht mehr spüren. Das Gefühl für die eigene Körperwahrnehmung ist verloren gegangen. Deswegen ist jede Art von Bewegung selbst für den größten Sportmuffel wichtig – egal ob es etwas Aktiveres wie Joggen oder etwas Sanfteres wie Yoga ist. 

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Dem Burnout davonlaufen: Sportliche Bewegung ist ein wichtiger Teil bei Therapie und Prävention von Burnout.
Getty Images/iStockphoto

Bewegung ist eine wichtige Form des Spannungsabbaus. Bei einem Burnout sammeln sich aufgestaute Gefühle wie etwa innere Unruhe und Aggressionen. Diese können durch Sport abgebaut werden.

Chemischer Glückscocktail im Körper durch Sport

Jeder weiß, Sport macht glücklicher. Dabei werden chemische Reaktionen im Körper in Gang gesetzt, die einem Rausch von Glücksdrogen gleichen - ausgelöst durch Hormone, die unser Körper produziert. Die Laune steigt oft allein durch die Tatsache, sich aufgerafft zu haben, sich zu bewegen. Sport wie Nordic Walking oder Golfen befreit ebenfalls den Kopf. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass auch der Gehirnstoffwechsel durch Bewegung angeregt wird und sich dadurch die geistige Fitness erhöht.

Auf der chemischen Ebene sammelt sich durch Dauerstress viel Adrenalin im Körper. Wie bereits in den vorigen Kolumnen beschrieben, reagiert unsere Körper auf eine Bedrohung (=Stess) mit Angriff, Flucht oder Starre. Zu Zeiten der Jäger wurde dieses freigesetzte Adrenalin durch Bewegung gleich wieder abgebaut. Heute sollten wir dafür die ausgleichende Wirkung von anderen körperlichen Anstrengungen nutzen.

Heilende Wirkung von gleichmäßigem Rhythmus

Wiederkehrende Bewegung mit gleichmäßiger Atmung hat zudem einen meditativen Aspekt, den wir bereits beim Thema Achtsamkeit behandelt haben. Rhythmische Augenbewegungen helfen sogar bei der Verarbeitung eines Traumas. Es können aber auch Töne oder regelmäßige Hand- oder Fußbewegungen sein wie eben beim Joggen - tack, tack, tack.

Haltungsschäden verhindern die optimale Organversorgung

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Eine falsche Haltung impliziert nicht nur Schmerzen beispielsweise im Rücken, sondern verhindert zugleich eine optimale Versorgung der Organe. In unserer Wirbelsäule verlaufen alle Nervenbahnen. Deren Abzweigungen von den Wirbeln transportieren die Informationen vom Gehirn an die einzelnen Organe. Ist eine Abfahrt der Autobahn durch eine falsche Haltung blockiert, kann das langfristig zu Organschäden führen.

Hochfrequente unterschiedliche Therapien und die Beweglichkeit im Geiste

Bleibt der Körper beweglich, bleibt auch die geistige Flexibilität erhalten. Der Horizont wird wieder weit, Probleme lassen sich kreativer lösen.

Eine Burnout-Therapie ist jedoch kein Wellnessprogramm auf Krankenschein. Das hilft bei einem ausgeprägten Burnout nicht mehr. Sport ist zwar sehr wichtig, kann jedoch einen richtigen Burnout nicht behandeln. Idealerweise empfiehlt sich eine hochfrequentierte Kombination von Psychotherapie und Physiotherapie.

Tipps, wie Sie Burnout vorbeugen

Autor:
Letzte Aktualisierung: 02. Juni 2014

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