Lymphogranuloma inguinale

Venerische Lymphknotenentzündung ist eine meldepflichtige Geschlechtskrankheit

Die venerische Lymphknotenentzündung (Lymphogranuloma inguinale) ist eine der drei meldepflichtigen Geschlechtskrankheiten. Die Infektion wird zunächst oft nicht bemerkt, verursacht im späteren Verlauf aber Hautgeschwüre, Rötungen und schmerzhafte Schwellungen in der Leistengegend.

Frau am Strand
Lymphogranuloma inguinale: ein ungeliebtes "Souvenir" nach Fernreisen.
Getty Images/Brand X

Das Lymphogranulama inguinale gehört neben der Syphilis und der Gonorrhoe zu den drei meldepflichtigen Geschlechtskrankheiten.

Symptome der venerischen Lymphknotenentzündung

Die Infektion mit den Krankheitserregern wird oft nicht bemerkt. Meist tritt bei Männern ebenso wie bei Frauen nur ein kleines Hautgeschwür oder -bläschen an der Eintrittsstelle der Bakterien auf, das nach einigen Tagen von selbst wieder verschwindet.

Unbehandelt kommt es sieben bis 21 Tage später zu schmerzhaften knotigen Schwellungen und zur Hautrötung in der Leiste, an den Geschlechtsorganen und am Damm. Diese sehr schmerzhaften Lymphknotenschwellungen können vereitern und aufbrechen. Die lokalen Krankheitszeichen sind von einem allgemeinen Krankheitsgefühl und Fieber begleitet.

Bei rechtzeitiger Behandlung heilt die Infektion folgenlos aus.

Wie Lymphogranuloma inguinale entsteht

Die Lymphogranuloma inguinale wird in den Tropen und den Subtropen häufiger beobachtet, in Mitteleuropa kommt die Krankheit eher selten vor.

Erreger sind Bakterien der Chlamydiengruppe. Dieser Keim ist sehr empfindlich gegenüber Kälte und Austrocknung und kann sich nur innerhalb anderer Zellen vermehren, weshalb eine Übertragung praktisch ausschließlich beim Geschlechtsverkehr möglich ist.

So wird die venerische Lymphknotenentzündung diagnostiziert

Bei jeglicher ungewöhnlichen Hauterscheinung, die nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr auftritt, sollte man an eine sogenannte Geschlechtskrankheit denken und den Arzt um eine Untersuchung bitten.

Der Arzt wird einen Abstrich machen und diesen auf Chlamydien und andere mögliche Erreger von Geschlechtskrankheiten untersuchen. Dabei kann er auch eine Lymphogranuloma inguinale feststellen.

Lymphogranuloma inguinale: Therapie

Nach dem Nachweis der venerischen Lymphknotenentzündung haben sich Tetrazykline, antibiotisch wirksame Medikamente, als wirksam erwiesen, wenn mit der Therapie frühzeitig begonnen wird.

Verlauf der venerischen Lymphknotenentzündung

Tetrazykline sind bei einer Lymphknotenentzündung sehr wirksam. Allerdings bilden sich schwere knotige Veränderungen nicht immer zurück. Auch ist eine dauerhafte Unfruchtbarkeit möglich.

Kondome schützen vor Lymphogranuloma inguinale

Der wirksamste Schutz vor einer Venerischen Lymphknotenentzündung ist das Verwenden von Kondomen beim Geschlechtsverkehr.

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