Tipps zum Hausstauballergie-Selbsttest

Milbenallergie – und jetzt?

So gehen Hausstauballergiker den Spinnentierchen aus dem Weg

Die Hausstauballergie ist streng genommen eine Hausstaubmilbenallergie. Die Betroffenen reagieren auf Eiweißbestandteile im Kot der Hausstaubmilbe allergisch. Hausstaubmilben leben überall dort, wo auch der Mensch lebt. Ideale Bedingungen finden die winzig kleinen Spinnentierchen in Betten, Teppichen und Polstermöbeln. Sie vermehren sich rasch und produzieren eine Menge Dreck, der letztendlich die Allergie auslöst. Viele wissen nicht, dass sie betroffen sind, dabei ist die Hausstaubmilbe nach den Pollen der zweithäufigste Allergieauslöser.

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Heerscharen von Hausstaubmilben leben in jeder Wohnung. Für Allergiker, die auf bestimmte Bestandteile im Kot der Spinnentiere reagieren, werden die Milben jedoch zum schwerwiegenden Problem.
© iStock.com/Dean Mitchell

Eine Hausstauballergie beginnt meist ziemlich harmlos: Eine laufende Nase, tränende Augen und Hustenattacken im Morgengrauen sind klassische Symptome. Wird bei einer Hausstauballergie nicht gehandelt, besteht die Gefahr einer Verschlechterung. Es können sich neue Allergien entwickeln und auch allergisches Asthma kann die Folge sein. Um dies zu verhindern, sollten nicht nur die Symptome, sondern vor allem die Ursache der Hausstauballergie behandelt werden. Um effektiv gegen die Hausstauballergie vorzugehen, sollte deshalb der Kontakt mit Milbenkot so gut es geht vermieden werden.

Den Milben aus dem Weg gehen – aber wie?

Bei Verdacht auf eine Hausstauballergie sollte rasch gehandelt werden: Ein Arzt sollte den Verdacht abklären. Mit ihm kann auch der Einsatz von Abwehrmaßnahmen wie Encasings oder eine Hyposensibilisierung besprochen werden. Als Sofortmaßnahme bieten mahalinhaltige Milbensprays wie Milbopax schnelle Hilfe. Dazu einfach das Bett absaugen und anschließend einsprühen. Liegt eine Hausstauballergie vor, nehmen die Beschwerden innerhalb weniger Wochen spürbar ab.

Der Gang zum Arzt

Ein Allergologe ist bei Milbenallergie der richtige Ansprechpartner. Ihm stehen unterschiedliche Methoden zur Verfügung, um eine Hausstauballergie zu diagnostizieren, wie zum Beispiel eine Blutentnahme oder der häufig angewendete Prick-Test. Hierbei werden verschiedene allergenhaltige Lösungen auf die Innenseite des Unterarms aufgetragen. Anschließend wird die Haut leicht mit einer Nadel oder Lanzette angeritzt, damit die Lösungen besser in die Haut eindringen können. Zeigen sich an bestimmten Stellen allergische Symptome wie Rötungen, Juckreiz oder Schwellungen, liegt eine Allergie gegen die jeweilige Substanz vor.

Matratzen-Überzüge

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    Sie möchten wissen, was Sie gegen Milben in der Wohnung tun können? Hier gibt es Antworten:

Der Arzt kann Encasings, spezielle Kunststoff-Überzüge für Matratzen, verschreiben. Sie sollen den Kontakt zwischen dem Kot der Milben und dem Allergiker verhindern. Um den feinen Milbenkot zurückzuhalten, müssen die Encasings besonders dicht sein. Dies kann beim Schlafen sehr unangenehm sein, denn es findet mit der Matratze kein Luftaustausch mehr statt und die Bettwärme staut sich auf. Die Hersteller empfehlen, die Encasings nur ein- bis zweimal im Jahr zu waschen, da die Bezüge sonst undicht werden können. Doch täglich werden Milben mit ins Bett geschleppt. Dies führt dazu, dass Milben auch die Oberfläche der Encasings besiedeln und den abschirmenden Effekt der Bezüge zunichtemachen. Eine Meta-Analyse aus den USA zieht den Nutzen von Encasings in Zweifel: Die Forscher kombinierten Daten aus über 24 Studien miteinander. Im Ergebnis konnten sie keine Verbesserung der allergischen Symptome durch die Verwendung von Encasings feststellen1.

Hyposensibilisierung

Eine Hyposensibilisierung stellt eine weitere Therapieoption dar. Hierbei wird das Immunsystem langsam an das Allergen gewöhnt, so dass eine allergische Reaktion ausbleibt. Dazu wird der Betroffene mit langsam steigenden Allergendosen behandelt. Diese werden entweder unter die Haut gespritzt oder in Form von Tropfen oder Tabletten über die Mundschleimhaut verabreicht. Die Behandlung erfolgt über drei bis fünf Jahre. Im Vergleich zu einer Hyposensibilisierung gegen Bienengift mit einer Erfolgsquote von 80 bis 90 Prozent ist die Erfolgsquote bei der Hausstauballergie deutlich geringer. Dies ist wahrscheinlich der sehr viel höheren Anzahl an Einzelallergen im Milbenkot geschuldet.

Milbensprays

Die Anwendung von Milbensprays (Repellentien) ist eine weitere und besonders effektive Methode, die Milben zu bekämpfen, und eignet sich auch als Sofortmaßnahme. Milbensprays wie Milbopax enthalten pflanzliche Wirkstoffe wie den sogenannten Mahalin-Extrakt, der aus den Samen des indischen Niembaums gewonnen wird. Er tötet die Milben nicht ab, sondern wirkt auf sie abstoßend. Der Mahalin-Extrakt sorgt dafür, dass die Hautschuppen, die Nahrungsgrundlage der Milben, ungenießbar werden – in der Folge verhungern die Milben und die Population bricht zusammen. Mit dem Verschwinden der Milben nimmt auch die allergene Belastung deutlich ab. Innerhalb weniger Wochen reduzieren sich die Beschwerden spürbar. Die allergischen Symptome können sogar vollständig verschwinden. Dafür wird die Matratze einfach zweimal im Jahr mit dem Staubsauger abgesaugt und mit der Milbopax Sprühlösung eingesprüht.

Die positive Wirkung des mahalinhaltigen Milbensprays konnte auch in einer Studie bei Kindern mit Hausstauballergie gezeigt werden, die vor der Behandlung in den meisten Fällen ganzjährig an allergischem Asthma und einem allergischen Schnupfen litten. Bereits nach vier Wochen konnten die Forscher eine deutliche Verbesserung der allergischen Symptome feststellen: Die Asthmaanfälle gingen um rund 80 Prozent zurück, ebenso wie der Bedarf an Asthma-Medikamenten. Auch der allergische Schnupfen und die Anwendung von abschwellenden Nasensprays nahmen um rund 60 Prozent ab2.

Weitere Informationen zur Hausstauballergie und zu Milbopax finden Sie unter: https://www.milbopax.de/

Milbopax® Sprühlösung gegen Milben

Repellentien vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformation lesen.

Anmerkung: Milbiol und Milbopax sind unterschiedliche Marken für das identische Produkt.

Hausstauballergie: Tipps zu Behandlung und Vorbeugung
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