Nichtopioide Analgetika

Klassische Schmerzmittel

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Zu den nicht-opioid Analgetika zählen z.B. Acetylsalicylsäure oder Paracetamol.
(c) Getty Images/Brand X

Schmerzmittel werden insbesondere in Bezug auf ihre Wirkweise und ihre Wirkungsstärke unterschieden. Zu den schwach bis mittelstark wirkenden Schmerzmitteln zählen die sogenannten Nichtopioid Analgetika, also Schmerzmittel ohne Opioide. Gängige freiverkäufliche Mittel dieser Art enthalten Wirkstoffe wie Paracetamol, Acetylsalicylsäure oder Ibuprofen.

Die meisten Nicht-Opioid-Analgetika, zu denen viele der gängigen Kopfschmerz- und Rheumamittel gehören, haben neben ihren schmerzmindernden (analgetischen) gleichzeitig auch fiebersenkende (antipyretische) und entzündungshemmende (antiphlogistische) Eigenschaften (nicht entzündungshemmend ist Paracetamol).

Häufig verwendetet Nichtopioid Analgetika sind:

  • Paracetamol
  • Acetylsalicylsäure
  • Ibuprofen.

Weitere Wirkstoffe sind z.B.

  • Diclofenac
  • Metamizol

Schmerzstillende Wirkung

Ihre analgetische Wirkung entfalten sie - im Gegensatz zu den starken Schmerzmitteln oder sehr starken Opioiden - auf indirektem Wege: Sie hemmen überwiegend im peripheren Gewebe die Bildung von entzündungsfördernden Substanzen und mindern auf diese Weise die Empfindlichkeit der Schmerzfühler (Nozizeptoren). Die schmerzmindernde Wirkung der Nicht-Opioid-Analgetika ist schwach bis mittelstark, so dass sie teilweise in Kombination mit Opioiden eingesetzt werden.

Tipps zur Anwendung

Generell gilt die Empfehlung, Schmerzmittel nicht häufiger als an zehn Tagen pro Monat bzw. mehr als drei Tage durchgehend hintereinander anzuwenden.

Die Anwendung sollte nicht auf nüchternen Magen bzw. in Verbindung mit Alkohol erfolgen.

Insbesondere in Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei bekannten Vorerkrankungen von Leber und Niere sowie bestehendem Asthma ist die Rücksprache mit dem Arzt anzuraten.

Wann zum Arzt bei Schmerzen?

Sollten die Beschwerden trotz der Einnahme gängiger Schmerzmittel  unverändert weiterbestehen bzw. sollten die Beschwerden besonders häufig auftreten und eventuell weitere Symptome hinzukommen, ist ebenfalls ein Arztbesuch für eine exakte Diagnosestellung der richtige Weg.

Autor: DVGE Verlag für Gesundheit und Ernährung, Stand: 26.01.2012
Letzte Aktualisierung: 30. November 2012
Quellen: Dr. Hofbeck, M., Illig, U.; Klähn, R.: Brockhaus Gesundheit. Güterlsoh/ München, 2010 Münch, G.; Reitz, J.: Grundlagen der Krankheitslehre. Hamburg

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