Burnout

Krank durch Überforderung

Mann mit Burnout am Arbeitsplatz
Überlastungen im Beruf und/oder im Privatleben können zum Burnout führen.
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Burnout umschreibt einen Zustand emotionaler und körperlicher Erschöpfung, der sich durch Leistungs- und Antriebsschwäche bemerkbar macht. Sie können einen Burnout sowohl aus arbeitsbedingten, als auch aus privaten Gründen erleiden.

Burnout ist mehr als einfach nur Erschöpfung: Die Bezeichnung Burnout stammt aus dem Englischen und bedeutet  übersetzt „Ausbrennen“, was gut den Zustand der inneren Leere und der empfundenen Müdigkeit beschreibt. Dieser Zustand, den Ärzte auch Burnout-Syndrom nennen, ist durch drei charakteristische Hauptmerkmale gekennzeichnet. Im Vordergrund steht die emotionale Erschöpfung, gefolgt von einer verminderten Leistungsfähigkeit und einer so genannten Depersonalisierung – das bedeutet, dass Menschen mit Burnout eine negative Einstellung und Abweisung gegenüber Kollegen, Freunden, Partnern und ihrer Familie entwickeln. Wenn Sie von Burnout betroffen sind, werden Sie leistungsschwächer, sind weniger motiviert und nicht in der Lage, sich zu erholen.

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    Müde, erschöpft, demotiviert: Burnout ist mehr als von den Anforderungen der Arbeit erschöpft zu sein - und schon lange nicht nur eine "Manager-Krankheit".

 

Burnout entsteht oft durch berufliche Überlastung

Ursachen für ein Burnout können Probleme und Überlastungen in Ihrem Beruf oder Ihrem Privatleben sein. Manchmal reicht bereits mittlerer, aber kontinuierlicher Stress aus, damit sich ein Burnout schleichend entwickelt. Konkrete Zahlen, wie häufig Burnout ist, gibt es bislang nicht. Allerdings gehen Experten davon aus, dass rund 13 Millionen Arbeitnehmer betroffen sind, mit steigender Tendenz.

Die Ursachen: Immer höhere Anforderungen in Beruf und Privatleben. Bei einigen Berufen – wie Pflege- und Sozialberufen – ist zwar das Risiko größer, dass ein Burnout auftritt, grundsätzlich kann es aber jeden treffen. Selbst Studenten sind immer häufiger betroffen. Auch unter Hausfrauen und Rentner gibt es viele, die einen Burnout erleben. Offizielle Zahlen zu diesen Bevölkerungsgruppen liegen jedoch nicht vor.

Elf schnelle Stress-Killer
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    Streicheleinheiten

    In den Arm nehmen, ein bisschen kuscheln oder sogar noch mehr. Schmusen und Sex lösen Verspannungen und senken den Blutdruck. Und wenn Sorgen abends das Einschlafen verhindern: Sex macht müde und glücklich, der Schlaf kommt danach wie von selbst.

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    Ordnung schaffen

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Autor:
Letzte Aktualisierung: 06. Dezember 2013
Quellen: Burisch, M.: Das Burnout-Syndrom: Theorie der inneren Erschöpfung. Zahlreiche Fallbeispiele. Hilfen zur Selbsthilfe. Springer, Berlin 2009 Bergner, M.H.: Burnout-Prävention: Das 9-Stufen-Programm zur Selbsthilfe. Schattauer, Stuttgart 2007 Hillert, A., Marwitz, M.: Die Burnout Epidemie: Oder brennt die Leistungsgesellschaft aus? Beck, München 2006

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