Ursachen für erwachsene Problemhaut

Spätakne: Wenn jenseits der 30 Pickel sprießen

Pickel entstehen durch Stress, falsches Essen oder Pflege

Die Gründe dafür, dass ein Erwachsener Akne bekommt, sind vielfältig. Mögliche Ursachen reichen von der Ernährung über falsche Pflegeprodukte bis hin zu seelischer Anspannung.

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Auch Erwachsene können mit Pickeln gestraft sein. Die Auslöser mit Spätakne sind dabei individuell sehr unterschiedlich.
Getty Images/iStockphoto

Akne ist keineswegs ein Hautproblem, das sich auf die Teenagerjahre beschränkt - auch wenn Betroffene sich das vielleicht inständig wünschen. Zwar bringen hormonelle Veränderungen die Talgproduktion durcheinander und leisten damit Pickeln und Mitessern Vorschub. Es gibt aber auch jenseits der Pubertät eine Menge möglicher Akne-Auslöser.

Spätakne: Zehn Mythen zu Pickeln über 30

Die wichtigsten Ursachen für Pickel bei Erwachsenen

  • Stress: Seelische Belastungen - etwa Ärger mit dem Chef, dem Partner oder die Doppelbelastung von Job und Familie - lassen die Haut nicht unberührt. Der Grund: Durch Hektik und Anspannung produziert der Körper vermehrt Stresshormone und Testosteron. Beide Botenstoffe regen die Haut zu mehr Talgbildung an. Wer ständig unter Strom steht, kann es mit Entspannungstechniken oder Sport versuchen, um den Kopf frei zu bekommen und so der Haut und dem Rest des Körpers etwas Gutes zu tun.
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  • Falsche Pflege: Reichhaltige Creme oder Anti-Aging-Pflege kann zu viel sein für Haut, die zu Unreinheiten neigt. Die richtige Pflege für Mischhaut versorgt mit Feuchtigkeit, ohne zu beschweren oder die Poren zu verschließen. Wer denkt, dass sich Spätakne mit häufiger Reinigung oder aggressiven Waschgels in den Griff bekommen lässt, irrt. Im Gegenteil kann eine Überpflege der Haut wiederum die Talgproduktion und damit Pickel vermehren.
  • Die Spätakne verschlimmern können darüber hinaus Sonnenschutzmittel mit chemischem UV-Filter. Das sind Sonnencremes, die eine Einwirkzeit benötigen. Physikalische, sofort wirksame Filter dagegen wirken sich eher positiv auf das Hautbild aus.
  • Ernährung: Für unsere Haut spielt es eine große Rolle, was wir essen. So deuten Studien darauf hin, dass Fettiges wie Wurst und Chips oder Süßkram wie Schokolade und andere Lebensmittel mit hohem glykämischem Index die Gesichtshaut blühen lassen. Dasselbe gilt für Milchprodukte. Schokoschnuten mit Spätakne sollten deshalb auf Schokolade mit hohem Kakaoanteil ausweichen und Vollmilchschokolade meiden.

Die Ernährung kann aber auch positiv auf das Hautbild einwirken - gegen die Akne "anessen" können Betroffene zum Beispiel mit Seefisch, Nüssen und Gemüse. (Weitere Lebensmittel für eine schöne Haut in der Galerie ansehen)

Hormonelle Umstellung: Diese Ursache für Akne lässt uns wiederum an die Pubertät denken. Doch das ist zu kurz gegriffen: Auch wenn Frauen in die Wechseljahre kommen, ihre Pille absetzen oder im Zyklus kurz vor der Monatsblutung stehen, können sich Pickel in Gesicht und Dekolleté breitmachen. Dementsprechend kann auch eine Schwangerschaft zu unreiner Haut führen.

Antibiotika: Wer gegen eine bakterielle Krankheit eines der hochwirksamen Medikamente verschrieben bekommt, bringt die Darmflora gehörig durcheinander - und dadurch womöglich die Haut, die durch ein Antibiotikum außerdem sensibler auf die UV-Strahlung der Sonne reagieren kann. Viele Menschen, die häufiger Antibiotika einnehmen, klagen deshalb über Pusteln und Pickel als Nebenwirkung.

Was hilft gegen Akne bei Erwachsenen?

Bei einer nicht-entzündlichen Akne helfen die regelmäßige Ausreinigung bei der Kosmetikerin sowie die Pflege mit einer sogenannten liposomalen Lotion. Bei einer leichten bis mittelschweren Akne, unter der die meisten Frauen leiden, hat sich Azelainsäure bewährt, die als Creme oder Gel angeboten wird. Bei mittelschwerer Akne setzt der Arzt auf Cremes mit dem Vitamin-A-Säure-Abkömmling Retinoid. Es wird oft mit einer Creme kombiniert, die Benzoylperoxid als leichtes Antibiotikum enthält.

Antibiotika gegen Akne-Bakterien

Treten Pusteln und Knötchen auf, verordnet der Dermatologe ein Antibiotikum zum Einnehmen. "Es ist niedrig dosiert und reduziert den Grad der Entzündung", erklärt Dirschka. So bekommt man die Akne in den Griff und arbeitet dann mit der Vitamin-A-Säure-Creme weiter.

Doch auch die Betroffenen selbst können einiges tun. "Wichtig ist eine gute Reinigung", sagt Donath. Sie rät zu Schaum, Gel oder Milch mit Weidenrindenextrakt, der die Poren zusammenzieht. Anschließend sollte die Haut mit einem Gesichtswasser ohne Alkohol geklärt werden.

Ernährungsumstellung wirkt gegen Pickel

Vor allem mit dem richtigen Essen erreichen Akne-Patienten oft eine Besserung ihres Hautbilds. "Es ist erwiesen, dass eine Ernährung mit vielen Milchprodukten und Kohlenhydraten bei Aknepatienten ungünstig ist", sagt Dirschka. Gemüse und Obst sollten auf dem Speiseplan stehen, hingegen wenig Zucker. Das hilft gegen Unreinheiten auch im Erwachsenenalter.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 03. Mai 2016
Durch: es

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