Burnout-Kolumne (2)

Ist es Burnout oder eine psychische Störung?

So unterscheiden sich einzelne psychische Störungen

Für einen Außenstehenden ist oft schwer zu unterscheiden, ob jemand "nur" beruflich ausgebrannt, folglich an einem Burnout erkrankt ist, oder eine andere psychische Störung wie beispielsweise eine Depression oder ein seelisches Trauma hat, möglicherweise unter Angstzuständen leidet.

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Nicht selten ist eine Depression das Endstadium eines unbehandelten Burnouts. Doch so weit muss es nicht kommen.
(c) Mike Powell

Es gibt verschiedene Symptome für die einzelnen psychischen Störungen. So unterscheiden sie sich - und so werden sie therapiert:

Burnout

Sind Sie leicht gereizt oder genervt? Fehlt es Ihnen an Konzentration und Effektivität? Verhalten Sie sich ihren Kollegen und Kunden gegenüber zynisch und fast schon kundenfeindlich? In diesem Fall befinden Sie sich bereits in einem Burnout-Zustand, bei dem Sie sich professionell helfen lassen sollten. Am besten lässt sich dieser körperliche und seelische Erschöpfungszustand in einer Kombination von Psychotherapie und Naturmedizin behandeln. Bereits mit einer Woche ärztlich-psychologisch geleiteter Burnout-Kur lässt sich eine therapeutische Richtung aufzeigen, die danach Zuhause weiter verfolgt werden kann.

Burnout oder Depression?

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    Überfordert? Angespannt? Gereizt? Am liebsten vor der ganzen Welt verstecken - besonders vor der Arbeit? Sind Sie burnout-gefährdet? Machen Sie unseren Selbsttest und erfahren Sie, ob Ihre Belastungsgrenze schon überschritten ist.

Eine schwere Depression mit Selbstwertverlust, Selbstmordgedanken und Gefühlsverlust setzt erst im "Endstadium" des Burnouts ein. Typisch für Burnout sind auch die morgendlichen Anlaufprobleme und schlechter Schlaf. Depressive sind im Vergleich zu Burnout-Patienten nicht zynisch. Auch müssen schwer Depressive erst einmal mit Psychopharmaka über das tiefste Loch hinwegkommen, bevor eine Gesprächstherapie angegangen werden kann. Bei mittelschwerer Depression sollte eine reine Psychotherapie möglichst ohne Psychopharmaka angestrebt werden, damit derjenige nicht von solchen "chemischen Krücken" abhängig wird.

Burnout oder Angst?

Treiben oder lähmen Sie ihre Ängste? Bei einer Angststörung ist die Angst vordergründig und "frisst die Seele auf". Macht die Angst arbeitsunfähig ist eine psychiatrische oder psychosomatische, stationäre Behandlung nötig. Kassenkliniken haben Wartezeiten von drei bis zwölf Wochen. Privatkliniken sind schneller verfügbar, bieten deutlich mehr Therapien pro Patient und können auch von Kassenpatienten nach der neuen Gesetzeslage 2013 mit geringer Zuzahlung genutzt werden.

Burnout oder seelisches Trauma?

Traumatische Ereignisse wie zum Beispiel Scheidung, Todesfälle im engen Umfeld, Gewalterlebnisse, Unfälle oder unerwartete Arbeitslosigkeit können zu Schlafstörungen und Gleichgültigkeit führen. Das ist kein Burnout, sondern ein seelisches Trauma. Es verursacht psychische Beschwerden und kann in eine Depression führen. Sogenannte "Anker" in der Gegenwart erinnern immer wieder an das traumatische Ereignis und aktivieren die nicht verarbeiteten emotionalen Reaktionen des Traumas. Symptomatisch für traumatische Belastungsstörungen sind Reizbarkeit, Schreckhaftigkeit, erhöhte Wachsamkeit (Hypervigilanz), Schlafstörungen und ein sozialer Rückzug.

Bei einem seelischen Trauma tritt oft ein Gefühlsverlust und eine Gleichgültigkeit gegenüber anderen ein und ebenso starke Stimmungsschwankungen. Typisch ist oft eine Angst vor Körperberührung – schon bei ganz normalen Massagen. Traumata sollten schnellstmöglich mit einer Traumatherapie behandelt werden, die sowohl den Geist wie den Körper mit einbezieht. Hierfür gibt es wenige psychosomatische Kliniken, die sich genau darauf spezialisiert haben. Für eine Traumatherapie sollten Sie drei Monate Zeit einplanen.

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Letzte Aktualisierung: 14. Januar 2014

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