Burnout-Kolumne (11)

Burnout-Anzeichen bei Männern und Frauen

Woran Sie Burnout erkennen können

Nahestehende Menschen bemerken die ersten Anzeichen von Burnout oft schneller als die Betroffenen selbst. Denn einige körperliche Anzeichen können für ganz unterschiedliche Krankheiten stehen.

müde frau
Burnout wirkt sich bei Frauen oft anders aus als bei Männern.
© iStock.com/praetorianphoto

Deshalb sollten Arbeitskollegen, Freunde oder Familienangehörige besonders aufmerksam sein, wenn jemand aus dem näheren Umfeld unter Stress leidet. Zeigt er oder sie körperliche oder psychische Anzeichen eines beginnenden Burnouts, sollte er oder sie darauf offen angesprochen werden. Denn die Einsicht, krank zu sein, kann bereits der erste Schritt auf dem Weg zur Besserung sein. Dabei sind die Anzeichen eines Burnouts bei Frauen und Männern häufig unterschiedlich.

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So zeigt sich Burnout bei Frauen

Frauen kennen in der Regel ihren Körper besser und gehen früher und öfter zum Arzt. Bei ihnen treten neben allgemeinen Anzeichen wie Müdigkeit und Schlaflosigkeit vermehrt körperliche Beschwerden wie Nacken- und Rückenprobleme oder Kopfschmerzen auf. Häufige Erkältungen, Herz-Kreislaufstörungen, Beschwerden an Magen, Darm, Leber und Galle können weitere körperliche Hinweise auf einen Burnout sein - vor allem, wenn mehrere davon zusammentreffen.

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Psychische Burnout-Anzeichen sind bei Frauen natürlich nicht ausgeschlossen. Eine Frau, die auf dem Weg zum Burnout ist, geht auf Distanz, zieht sich zurück oder bricht unerwartet in Tränen aus. Im weiteren Verlauf wird sie verbissen, verliert den Humor und ist unflexibel. Auch ein bitterer Zynismus zu allem und jedem kann bei Frauen mit Burnout beobachtet werden. Das kann im Beruf bis zur Kundenfeindlichkeit reichen - und zu negativen Auswirkungen in Job und im Privatleben führen.

Burnout bei Männern eher psychisch

Bei Männern zeigen sich körperliche Anzeichen deutlich später. Bei ihm macht sich sich der ausgebrannte Zustand vor allem in psychischen Beschwerden bemerkbar. Das sind zum Beispiel:

  • Lustlosigkeit
  • Gereiztheit
  • Gefühle des Versagens
  • Angst, nicht mehr den Anforderungen gewachsen zu sein
  • mangelndes Interesse am Beruf oder Aufgabenbereich
  • permanente Müdigkeit
  • Schlafstörungen
  • Konzentrationsstörungen
  • Verzweiflung bis hin zu Hoffnungslosigkeit

Dem ausgebrannten Mann fehlt die Motivation, irgendetwas anzupacken. Seine Stimmung schwankt - teilweise aus unerklärlichen Gründen. Später zeigen sich zusätzlich körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen und Magen-Darm-Beschwerden oder Tinnitus.

Burnout lässt sich nicht mit einem schönen Urlaub heilen. Billigangebote sind oft Geldverschwendung. Früher oder später ist eine ärztlich geleitete nötig. Durch Stress und Ärger ist die Leber meist stark belastet. Ich empfehle Naturmedizin statt Psychopharmaka.

Je früher die Behandlung beginnt, desto schneller können die Betroffenen wieder arbeiten. Erst im Spätstadium tritt eine richtige Depression ein. Die muss durch eine sechs- bis achtwöchige stationäre Psychotherapie behandelt werden und führt zu monatelanger Arbeitsunfähigkeit. So weit muss es jedoch nicht kommen: Wenn Anzeichen des Burnouts früh erkannt werden - und gegengesteuert wird.

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