Amlodipin: Wirkstoff bei Bluthochdruck

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Amlodipin ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Kalziumkanalblocker, der den Blutdruck senkt und die Gefäße erweitert. Wann und in welcher Dosierung er eingesetzt wird, wann er eingenommen wird und welche Nebenwirkungen auftreten können.

amlodipin
© iStock.com/Anna Kucher

Im Überblick:

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Was ist Amlodipin und wie wirkt es?

Amlopidin ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Dihydropyridine, die zur Gruppe der Kalziumkanalblocker zählt. Es wird zur Blutdrucksenkung bei Bluthochdruck (Hypertonie), bei Koronarer Herzerkrankung (KHK) und bei Angina pectoris eingesetzt. Es hemmt den Einstrom von Kalzium in die Herzmuskelzellen und die glatten Gefäßmuskelzellen. Dadurch kommt es zu einer Erschlaffung der Gefäßmuskulatur und einer Erweiterung der Herzmuskelzellen. In der Folge sinkt der Gefäßdruck, also auch der Blutdruck, und die Sauerstoffversorgung im Herzen steigt.

Der Wirkungseintritt von Amoldipin erfolgt verzögert, weshalb nicht mit einem starken Blutdruckabfall zu rechnen ist.

Einnahme und Dosierung von Amlodipin

Amlodipin ist als Tablette erhältlich, die meist in einer Dosierung von einmal täglich 5 mg verabreicht wird. Die Tageshöchstdosis beträgt 10 mg. Amoldipin kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden. In manchen Präparaten wird es mit anderen Wirkstoffen wie beispielsweise Valsartan kombiniert.

Für Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 17 Jahren ist Amlodipin auch geeignet. Dann wird es zunächst in der Dosis 2,5 mg verabreicht und kann bis auf 5 mg täglich gesteigert werden.

Wechselwirkungen von Amlodipin

Grapefruitsaft kann die Bioverfügbarkeit und Plasmakonzentration von Amlodipin erhöhen. Kleine Mengen sind dabei kein Problem, jedoch wird unter der Einnahme von Amlodipin vom Trinken großer Mengen Grapefruitsaft (mehr als ein Liter pro Tag) abgeraten. In Kombination mit anderen Medikamenten kann die Wirkung von Amlodipin unerwünscht verstärkt sein.

Bei der Einnahme von Amlodipin sollen keine Wirkstoffe gleichzeitig angewendet werden, die die Plasmaspiegel erniedrigen. Dazu gehören beispielsweise Rifampicin und Johanniskraut.


Kontraindikationen

Amlodipin darf bei Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff nicht eingenommen werden. Weitere Kontraindikationen sind:

  • sehr niedriger Blutdruck
  • Aortenstenose
  • instabile Angina pectoris
  • akuter Herzinfarkt (Myokardinfarkt)
  • schwere Leberfunktionsstörung

Nebenwirkungen von Amlodipin

Als häufigste Nebenwirkung von Amoldipin treten Wassereinlagerungen (Ödeme) auf. Weitere häufige Nebenwirkungen sind:

Eine seltene, aber mögliche Nebenwirkung von Amlodipin ist die Gewichtszunahme.

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Beratender Experte
Frau Dr. med. Jessica Männel

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